Freitag, 27. Februar 2015

Flammkuchen mit roten Zwiebeln, Ziegenkäse und Preiselbeeren

Vor einigen Jahren haben sich meine Eltern einen Traum erfüllt und in ihrem Garten ein kleines Brotbackhäuschen gebaut. Jetzt ist alle paar Wochen Backtag. Das ist jedes Mal ein Fest! Der Ofen wird schon morgens eingeheizt, zum Mittagessen gibt es dann als erstes Pizza und Flammkuchen, weil der Ofen dann am heißesten ist. Als wir letzten Samstag die ersten Pizzen hineingeschoben haben, hatte er 400°C. Danach folgen viele, viele Brote, die auf  Vorrat gebacken werden (Gefriertruhe sei Dank), dann meistens noch ein Braten, Ofengemüse, gebackene Bohnen, Kuchen. Wenn das letzte Essen aus dem Ofen kommt, ist es meistens dunkel. Ein running Gag ist auch das Wetter, das ist nämlich jedes Mal schlecht, wenn meine Eltern backen wollen. Am Samstag hat es geregnet und es war ziemlich matschig. Dem Pizzavergnügen tat das aber keinen Abruch. Die Pizza (und natürlich auch das Brot) aus dem Ofen schmecken natürlich sagenhaft lecker- da können (die meisten) Pizzerien und Bäcker nicht mithalten.




Neben den "klassischen" Belägen von Pizza und Flammkuchen gab es bei uns letzte Woche diesen Flammkuchen, der meiner Mutter in Blättern meines Kochbuchs Gemüse kann auch anders auffiel. Auch ich war von der Idee Zwiebeln, Preiselbeeren und Ziegenkäse zu kombinieren, sofort begeistert. Und zum Glück wurden wir nicht enttäuscht.
Im Kochbuch wurde aber allen ernstes fertiger Flammkuchenteig aus dem Kühlregal verwendet. Das geht natürlich gar nicht. Also verwendeten wir einfach den Standard-Pizzateig meiner Mutter, der ist aus Jeden Tag genießen, lediglich die Hefemenge wurde reduziert und die Gehzeit dementsprechend verlängert. Pizzateig braucht, wie jeder Hefeteig, einfach Zeit, um richtig lecker zu werden.
Außerdem wurden im Originalrezept die Zwiebeln zuerst angeschwitzt. Wir haben sie roh verwendet. Das geht aber nur gut, wenn ihr die Zwiebeln sofort verwendet, wenn Zwiebeln länger gehobelt an der Luft stehen, werden sie gerne etwas bitter. Beim nächsten Mal (es wird auf jeden Fall eine Wiederholung geben), werden wir die Zwiebeln vorher anschwitzen. Und rosa Pfefferkörner verwenden. Leider hatten wir keine mehr da.
So, nun aber zum Rezept.




Teig (2 runde Böden mit 30cm Durchmesser):
350g  550er-Weizenmehl (bei uns Gelbweizen)
ca. 200g Wasser, kalt
4g Hefe
25g Olivenöl
1 TL Salz

Alle Zutaten in den Mixtopf geben und 2 Minuten lang auf der Brotknetstufe zu einem glatten Teig verarbeiten. (Ohne Thermomix die Hefe klein bröseln und die Zutaten von Hand/ mit den Handrührgerät verkneten.)
Den Teig in eine Schüssel geben und an einem kühlen Ort 12-24 Stunden gehen lassen. Den Teig vor der Verarbeitung ca. 1 Stunde lang Raumtemperatur annehmen lassen.
Auf einer leicht bemehlten Fläche auswallen und dann nach Wunsch belegen. So heiss wie möglich backen, lasst euren Ofen gut vorheizen, auf 220°C oder noch heißer. Am besten natürlich im Holzofen oder auf einem Pizzastein. Letzter liefert auch sehr gute Ergebnisse und ist eine kostengünstige Alternative zum Holzofen. ;-)




Belag (bei uns ausreichend für 3 Flammkuchen):
250g rote Zwiebeln
(opt. 2 EL Olivenöl)
200g Schmand
100g Wildpreiselbeeren (im Glas)
Salz, schwarzer Pfeffer
100g Ziegenfrischkäserolle
4 Zweige Thymian
1 TL Chiliflocken
1-2 TL Rosa Pfefferbeeren (weggelassen, weil keine da)

Die roten Zwiebeln in dünne Scheiben hobeln. Ggf. Olivenöl erhitzen und die Zwiebeln darin 3-4 Minuten lang glasig andünsten.
Thymian abbrausen und trocken schütteln. 
Unterdessen den Schmand und die Wildpreiselbeeren verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 
Den ausgewallten Teig mit der Schmandmischung bestreichen. Die Zwiebeln darauf verteilen, den Ziegenkäse in kleinen Bröckchen darüber streuen. Thymianblättchen, Chiliflocken und rosa Pfefferbeeren über dem Flammkuchen verteilen.
Den Flammkuchen in den vorgeheizten Ofen geben und knusprig backen. (Die Zeit variiert je nach Backart extrem, deswegen immer ein Auge darauf haben.)
 




Mittwoch, 25. Februar 2015

Frühstücken wie eine Kaiserin XI

Guten Abend liebe Leser! 
In den letzten Wochen habe ich wieder ein wenig Frühstücksinspiration für euch gesammelt. Unten habe ich euch aufgeschrieben, was genau ihr da seht, falls ihr irgendetwas nicht erkennt/ genauer wissen wollt, was ihr da seht.
Und jetzt gehe ich ins Bett und freue mich auf morgen. Genauer gesagt aufs Frühstück. ;-) 
Viel Spaß beim Anschauen und gute Nacht!






1. Porridge mit Banane, Granatapfel, Gojibeere
2. Brot mit Taifun Papillon Aufschnitt / Brot mit Avoado / Brot mit Schnittlauch-Streich / Gurke / Kaffee
3. Weckle mit LupiLove Paprika-Pfeffer und Sprossen / Weckle mit Pesto und VeggiBelle Toscana / Weckle mit Avoado und Kala Namak / Spitzpaprika /Kaffee
4. Brezel / Brot mit veganem Frischkäse / Gurke / Mandarinen / Kaffee
5. Fasnetsdienstagfrühstück mit Berliner und Kaffee
6. Brezel / Brot mit Avocado / Brot mit Pesto und VeggiBelle Toscana / selbstgezogene Sprossen ("Milde Mischung" von Alnatura) / Kaffee
7. Brot mit Avocado und Kala Namak / Brot mit Brie und Gurke / Mandarine / Kaffee
8. Brot mit Rote Bete-Meerrettich-Streich, Vurst und Paprika / Smoothie aus Feldsalat, Kiwi, Banane, Orange, Apfel / Kaffee
9. Porrigde getoppt mit Hirse-Poppies, Johannisbeer-Apfelmark, Kiwi, Mandarine / Kaffee
10. Smoothie aus 2 Handvoll Feldsalat, 1 Karotte, 1 kl. Orange, 1 Kiwi, 1 Banane
11. Brezel / Avocado-Brot / Orange / Kaffee
12. Smoothie aus: 2 Handvoll Feldsalat, 1 Banane, 1 Kiwi, 1/2 Apfel, 1/3 Orange
13. Porridge mit Johannisbeer-Apfelmark, Salatkernen, Kiwi / Kaffee
14. Brot mit Rote Bete-Meerrettich-Streich, Taifun Tofuterrine, Rucola / Brot mit selbstgemachter Orangen-gelbe Pflaumen-Marmelade / Kaffee

Sonntag, 22. Februar 2015

Winterliches Ofengemüse mit rotem Quinoa und Rote Bete-Merrettich-Zitronendressing

Wie ihr sicher wisst, bin ich überzeugte Bio-Käuferin. Seit vielen Jahren bin ich außerdem treue Alnatura-Kundin. Schon vor ca. 10 Jahren (oh Schreck, ist das lange her) ging ich mit meinen Freundinnen in der Mittagspause unser Mittagessen bei Alnatura kaufen, weil der Laden praktischerweise nur 2 Minuten von unserer Schule entfernt lag und weil es, abgesehen davon, damals auch gar nicht so einfach war, außerhalb von Bioläden pflanzliche Drinks oder Tofu zu bekommen. Mit 17 lebte ich nämlich für ein Jahr lang vegan.
Vor ungefähr zwei Wochen bekam ich eine nette Email von Alnatura, ob Alnatura mir im Rahmen der "Genussvoll verzichten"-Aktion nicht ein Überraschungspaket mit einigen veganen Produkten zuschicken dürfe. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt. ;-) Als letzte Woche dann das Päckchen* ankam, war meine Freude groß. Einige Produkte kannte ich bereits (der Rote Beete-Meerrettich-Aufstrich ist einer meiner liebsten), andere wie das Cashewmus oder die Hafersahne waren mir neu. Die Hafersahne ist übrigens ohne Palmöl, ein ganz dickes Plus dafür! Ich habe schon lange keine pflanzliche Sahne gekauft, weil alle Sahnen, die ich in die Hand nahm, Palmöl und/oder Carrageen enthielten, so dass ich dazu überging, meine pflanzliche Sahne selbst herzustellen bzw. Mandelmus als Sahneersatz zu verwenden. Ich freue mich schon darauf, die Hafersahne zu testen.
Aber kommen wir zum Rezept. Wenn ihr es nachkocht, könnt ihr das Gemüse fröhlich austauschen, je nach Belieben und Saison. Wenn ihr keinen Meerrettich mögt, könnt ihr alternativ auch einfach etwas Sojaghurt (vielleicht mit ein paar frischen Kräutern und Zitronensaft abgeschmeckt) oder dieses Rote Bete Tsatsiki als Dressing verwenden.


* Das Päckchen wurde mir kosten- und bedingungslos zugesendet. Ich schreibe freiwillig darüber und meine Begeisterung für die Produkte ist selbstverständlich absolut ehrlich.








Rezept für 3 Portionen:

für das Gemüse:
1 Goldrübchen/Goldball (ca. 200g)
2 Karotten
2 Pastinaken
2 rote Zwiebeln
2-3 Knoblauchzehen
2 kleine rote Bete (insg. ca. 300g)
2 EL Olivenöl
1,5 EL Glücks Gewürz-Blüten-Mischung (Sonnentor)
Salz, Pfeffer
außerdem:
150g roter Quinoa
1 Avocado (Sorte: Hass)
gemischte, geröstete Salatkerne (z.B. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Cashews, Pinienkerne)
für das Dressing:
2-3 EL Rote Beete-Meerrettich-Streich
1 Biozitrone

Goldrübchen schälen, vierteln und in Scheiben schneiden.
Karotten und Pastinaken schälen und in Scheiben schneiden.
Zwiebeln schälen und in dicke Scheiben schneiden.
Knoblauch schälen und längs mal halbieren.
Das Gemüse zusammen mit der Gewürz-Blüten-Mischung und 1,5 EL Öl in einer großen Schüssel mischen. In eine Auflaufform geben.
Die rote Bete schälen, vierteln/sechsteln und Scheiben schneiden. (Es wird immer empfohlen, dies mit Handschuhen zu tun. Ich verarbeite rote Bete immer "barhändig" und habe nie Probleme, die rote Farbe von den Fingern zu bekommen.) Mit dem restlichen Öl in die Gemüseschüssel geben und mischen, dann in die Auflaufform geben. (Man kann die rote Bete auch gleich untermischen. Dann wird aber das ganze Gemüse rosa. Das find ich nicht so schön.)
Bei 210°C Ober-Unter-Hitze ca. 30 Minuten lang backen, bis das Gemüse weich ist.

Unterdessen den Quinoa warm waschen. In 450ml kochendes Wasser geben und ca. 15-20 Minuten lang weich kochen.

Für das Dressing den Streich mit dem Saft einer halben Zitrone mischen. Nach Geschmack noch mehr Zitronensaft hinzufügen.

Das Gemüse aus dem Ofen holen. Mit dem Quinoa mischen und nach Geschmack salzen und pfeffern.
Die Avocado halbieren, mit Hilfe eines Löffels aushölen und dann in Streifen schneiden.
Die Gemüse-Quinoa-Mischung auf einem Teller anrichten. Dressing darüber verteilen. Avocadostreifen dazu legen, mit den Körnern bestreuen.




Donnerstag, 19. Februar 2015

Pilz-Bolognese

Es gibt zahlreiche Varianten, das Hackfleisch in einer Bolognesesauce vegan zu ersetzen. Meine liebste (und auch authentischste) Art sind Sojaschnetzel, dicht gefolgt von Tofu rosso. Weitere Alternativen sind Linsen, Sonnenblumenkerne, Grünkern, Sojaflocken (letzteres mag ich gar nicht).
Vor einer ganzen Weile sah ich im Fernsehen Tim Mälzer eine Bolognese mit Pilzen kochen. Die kochte ich dann ziemlich schnell nach, besonders gut fand ich sie aber nicht. Nachdem ich neulich aber noch einen Rest Tomatensauce im Kühlschrank hatte und Pilze, die verwendet werden mussten, wollte ich der Bolognese eine zweite Chance geben. Auf das Trocknen der Pilze habe ich dieses Mal verzichtet- und siehe da, schon schmeckte es viel besser! Eine wirklich leckere Version von Spaghetti Bolognese (wenn auch wenig authentisch, weder in Geschmack noch Konsistenz), die auf Platz drei meiner Bolognese-Hitliste einzieht.



Rezept für 2 Portionen:
1 Zwiebel
1 Karotte
2 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe
300g braune Champignons
2 EL Olivenöl
2 TL Pastagewürz (z. B. von Lebensbaum)
100ml Rotwein
500ml Tomatenpassata
Salz, Pfeffer

Zwiebel schälen und fein hacken. Karotte schälen und in kleine Würfel schneiden.
Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen. Zwiebel und Karotte ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze weich dünsten.
Derweil Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden, Champignons putzen, in dicke Scheiben schneiden und mit einem großen Messer hacken, so dass zur Hälfte feine und zur Hälfte etwas grobere Stücke entstehen.
Champignons in den Topf geben und ca. 5 Minuten braten, dann Knoblauch und 1 TL Gewürz dazu geben und weitere 5 Minuten braten. Dabei die Hitze etwas hochschalten, so dass das Gemüse bräunt. (Röstaromen!) Anschließend mit Rotwein ablöschen. Kurz köcheln lassen, dann Tomatenpassata dazu geben. Großzügig salzen und nach Geschmack pfeffern. Ca. 30 Minuten lang einkochen lassen.
Mit Spaghetti genießen.

Dienstag, 17. Februar 2015

Vegetarischer Labskaus

Habt ihr schon schon einmal von Labskaus gehört? Das ist eine Speise aus Norddeutschland und Skandinavien, die (u.a.) aus püriertem Fleisch/Fisch, roter Beete und Kartoffeln besteht. Klingt nicht so lecker, oder? ;-) 
In meinem neuen Kochbuch Gemüse kann auch anders fand ich diese Variante und sie hat mich (zu meinem Erstaunen) sofort angesprochen. Rote Beete liebe ich, das Topping aus Sesam und Noriflocken klang spannend, Kartoffelstampf ist eh immer gut. 
Und zum Glück wurde ich nicht enttäuscht, durch die Gurken schmeckt das Gericht fein säuerlich, das Topping aus Sesam und Noriflocken schmeckt ein bisschen "meerig", wirklich lecker!
Wenn ihr keine Spiegeleier mögt, könnt ihr euch Räuchertofu dazu braten. Ich hatte schon ewig kein Spiegelei mehr und fand es ganz lecker, Räuchertofu hätte ich aber noch ein bisschen besser gefunden, denke ich. Ich habe ein bisschen an den Mengenangaben gedreht (mehr rote Beete, weniger Kartoffeln, im Origialrezept wurden 600g Kartoffeln und nur 200g rote Beete verwendet).



Zutaten für 3 Portionen:

500g Kartoffeln, mehligkochend
200g rote Zwiebeln (im Original Gemüsezwiebel)
400g rote Beete
400ml Gemüsebrühe
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
75g Gewürzgurken (im Original Senfgurken)
1 EL Kapern (beim nächsten Mal eher 2 EL)
6 Cornichons
2 Stängel Dill
1 EL Öl
3 Bio-Eier (oder 200g Räuchertofu)

Topping:
2 EL Sesamsaat
1/2 TL Salz
2 EL Noriflocken (in Bioqualität, z.B. von  Arche)


Zubereitung

Sesam goldbraun rösten. Etwas abkühlen lassen, dann in einen Mörser geben und mit Salz und Noriflocken zerstampfen. 

Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Die Kartoffeln in einem Topf mit der Gemüsebrühe erhitzen. Ca. 20 Minuten lang weich kochen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel abziehen und fein würfeln. Die Rote Beete schälen, in kleine Würfel (ca. 1x1cm) schneiden. In einem zweiten Topf das Öl erhitzen, die Zwiebel glasig anschwitzen, dann die Rote Beete dazu geben. Salzen und pfeffern.
Die Gewürzgurken und die Kapern grob hacken. Zur roten Beete geben. Nach Geschmack etwas Gurkenwasser dazu geben.

Die Kartoffeln abgießen und stampfen.
Die roten Beete ebenfalls grob stampfen. (Es dürfen ruhig noch kleine rote Beete Würfelchen übrig bleiben.)
Kartoffeln und rote Beete mischen.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Die Eier in die Pfanne geben und braten. Am Ende salzen und pfeffern.

Während die Eier braten, den Dill waschen und fein hacken. Die Cornichons in Scheiben/Würfel schneiden. Unter den Kartoffelstampf mischen. Nach Geschmack mit Gurkenwasser, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Kartofffelstampf auf den Tellern anrichten. Das Sesam-Topping darüber streuen. Die Eier auf den Tellern verteilen.  







Sonntag, 15. Februar 2015

Tomatensauce [Grundrezept]

Wie kocht ihr Tomatensauce? Meine Standard-Sauce besteht aus Olivenöl, Zwiebeln, Knoblauch, Kräutern und natürlich Tomaten(passata). Nach Lust und Laune gebe ich etwas Rotwein dazu. Ein Italiener würde wohl die Hände überm Kopf zusammen schlagen, weiß ich nun, seit ich das Grundrezept aus Italien vegetarisch getestet habe. Dort steht, dass man sich in den meisten Fällen entweder für Zwiebeln oder Knoblauch entscheidet. Und maximal ein Kraut verwendet. Man will Tomaten schmecken, nicht Gewürze. Das finde ich eigentlich sehr gut, deswegen wollte ich die Sauce auch unbedingt austesten. Und ich wurde nicht enttäuscht. Eine der besten (oder sogar DIE beste) Tomatensauce, die ich je gegessen habe. Ehrlich. Mir war sogar der Parmesan, den ich gerne zu Spaghetti mit Tomatensauce esse, zu viel. Ganz pur fand ich sie am besten.
Weil nur so wenige Zutaten in die Sauce kommen, ist es wichtig, dass sie beste Qualität haben. Das Olivenöl sollte extra vergine sein, das Tomatenpassata nicht das für 0,49€ aus dem Tetrapack. Meins war von meiner Oma. Wenn ihr keine Oma habt, die Tomatenpassata aus den eigenen, vollreifen Tomaten kocht, probiert euch einfach mal durch verschiedene Sorten, das wird auch im Buch empfohlen. Frische Tomaten solltet ihr, wenn überhaupt, nur im Spätsommer verwenden, wenn die Tomaten auch wirklich sonnengereift sind.






Rezept für 4-6 Portionen Sauce (je nachdem, wie viel Sauce ihr mögt):

2 Zwiebeln oder 2 Knoblauchzehen
12 EL Olivenöl (im Buch 16-20)
2 Dosen geschälte Tomaten à 400g oder 800ml Tomatenpassata
2 TL feines Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Zwiebel/die Knoblauchzehen schälen und fein hacken.
In einem schweren Topf das Olivenöl erhitzen. Zwiebel/Knoblauch weich schmoren. (Das dauert bei der Zwiebel schon ca. 10 Minuten.) Die Tomaten dazu geben und zugedeckt aufkochen lassen. 5 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. 1 Tasse Wasser dazu gießen und durchrühren. Großzügig salzen und vorsichtig pfeffern.
Bei milder Hitze 60 Minuten lang köcheln lassen. (Im Buch mit Deckel, bei mir ohne, merke ich gerade.)
Die Sauce ist fertig, wenn sich das Olivenöl deutlich an der Oberfläche absetzt.
Nach Belieben mit frischem Basilikum aromatisieren.



Donnerstag, 12. Februar 2015

{Gastpost} Sias Blumenkohlsuppe

Heute darf ich wieder eine meiner Lieblingsbloggerinnen begrüßen, Sia von Sia's Soulfood. Hallo Sia, wie schön, dass du da bist! ;-)
Sias Blog habe ich  kennen gelernt, als ich mir durch die vielen Küchen des Behind the Scenes-Event geklickt habe. Ihre feuerrote Küche hat mich sofort angesprochen, so dass ich rübergeklickt habe und dann bin ich hängen geblieben. An Sias Blog gefällt mir (neben den tollen Rezepten) ihre unglaublich herzliche Art zu schreiben. Immer wieder erzählt sie uns kleine Geschichten aus ihrem Leben (diese hier ist mir besonders in Erinnerung belieben). Das macht den Blog wirklich zu etwas besonderem. Sia liebt ein gutes Frühstück, Käse und Frankreich, drei Dinge, die uns sehr verbinden. Pasta liebt sie auch, logisch, denn Pasta ist der Inbegriff von Soulfood, oder? 
Zur Adventszeit durfte ich mich persönlich von Sias Soulfoodkünsten überzeugen, denn sie hat mir einfach so ein kleines Päckchen geschickt. Die Schokolade war unglaublich gut! Macht die nach! Und auch das Gewürz ist superlecker, ich habe es für ein Apple Crumble verwendet.
Bevor ihr euch auf Sias Blog  festlest, schaut euch erst noch das tolle Suppenrezept an, das sie mir mitgebracht hat.
Danke für deinen Besuch, liebe Sia!


Liebe Leser von Gourmandises végetariennes,
ich freue mich sehr heute bei der lieben Melissa Gast zu sein. Als sie mich fragte ob ich Lust hätte einen Gastpost für sich vorzubereiten, habe ich natürlich JA gesagt :-) Vielen lieben Dank an dieser Stelle liebe Melissa. 
Bevor ich zu meinem Gastrezept komme, stelle ich mich erst einmal kurz vor. Mein Name ist Sia und ich blogge seit März letzten Jahres auf Sia´s Soulfood. Wie der Name schon sagt, poste und teile ich meine Soulfood-Rezepte. Rezepte die Körper, Geist und Seele gut tun. Melissas Blog gehört zu meinen Lieblings-Blogs. Ich schaue immer gerne vorbei und lass mich inspirieren. Sie hat mich mit ihrem Post "How to Tofu" dazu gebracht, wieder Tofu auszuprobieren. Er hat mir einfach nicht geschmeckt, egal wie ich ihn zubereitet hatte. Und was soll ich sagen...nach Melissas Anleitung hat es super geschmeckt. 


So und nun komme ich zu meinem Gastrezept. Nach Melissas Einladung wollte ich unbedingt ein veganes Rezept für sie vorbereiten. Dies war auch ein willkommener Anlass ein neues Kochbuch zu kaufen (ich bin süchtig nach Koch- und Backbüchern) ;-) Also fand das Kochbuch "Vegan kochen" einen Platz in meinem Kochbuchregal. Aus diesem Kochbuch stammt mein Gastrezept, allerdings etwas abgewandelt. Eine leckere vegane Blumenkohlsuppe. Die Hafersahne macht das ganze wunderbar cremig. Wundert Euch nicht wegen dem Senf und dem Essig. Ich habe die Suppe davor (also vor der Zugabe von Senf und Essig) und danach probiert und sie war hinterher perfekt. Wir (mein Mann und ich) waren von dieser Suppe begeistert. Das Ganze wird noch mit gerösteten Haselnüssen und einem Petersilienöl gekrönt. So jetzt aber genug von der Schwärmerei, probiert sie unbedingt selbst aus :-)




Die Zutaten (2 Portionen)
  • 250 g Blumenkohl
  • 300 g Kartoffeln (festkochend)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 EL Olivenöl
  • 300 - 350 ml Gemüsebrühe
  • 50 ml Hafersahne
  • 1/2 TL Senf
  • 1/2 TL Weißweinessig 
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Handvoll Petersilie
  • 1 Handvoll Haselnüsse 


Die Zubereitung

  • Den Blumenkohl putzen, waschen und in Röschen schneiden. Die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch abziehen und fein würfeln.
  • 1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin andünsten. Blumenkohl, Kartoffeln und Gemüsebrühe hinzufügen, aufkochen lassen und zugedeckt etwa 15 Minuten köcheln lassen.
  • Währenddessen die Haselnüsse in einer trockenen Pfanne rösten. Dann in ein Geschirrtuch einschlagen und die Haut abreiben (das geht ganz einfach). Anschlie0ßend die Haselnüsse grob hacken.
  • Für das Petersilienöl die Petersilie waschen, abtrocken und die Blätter von den Stielen zupfen. Im Mörser mit etwas Salz fein zerreiben und mit dem restlichen Olivenöl vermengen.
  • Die Suppe mit dem Pürierstab fein pürieren. Hafersahne, Senf und Essig unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Die Suppe auf Teller verteilen, mit dem Petersilienöl beträufeln und mit den Haselnüssen bestreuen.

Montag, 9. Februar 2015

Feldsalat-Ziegenkäse-Pesto

Eigentlich wollte ich dieses Pesto mit Avocado machen. Dann lief mir aber Sias Rucola-Ziegenkäse-Pesto über den weg und ich änderte meinen Plan spontan.
Pesto finde ich toll. Pesto ist wahnsinnig vielfältig, ihr könnt es nicht nur zu Nudeln essen, sondern Salatsaucen damit anrühren, auf Brot streichen (auch in Form von Pesto-Butter), Pfannkuchen oder selbst gebackenes Brot damit füllen, gegrilltes Gemüse darin marinieren. Und natürlich sind die Zutaten auch völlig variabel. Für veganes Pesto nehme ich gerne Avocado. Falls euer Pesto vegan sein soll, würde ich den Ziegenkäse durch eine halbe Avocado ersetzen, so wie hier.




Rezept für ca. 2 Portionen Pesto:
1 Handvoll Cashewkerne (oder Pinienkerne)
2 Esslöffel weicher Ziegenfrischkäse
Feldsalat (Menge nach persönlichem Geschmack, ca. 3 handvoll bei mir)
2 EL Olivenöl
1 Biozitrone
Salz, Pfeffer
Pasta

Kerne ohne Fett anrösten, bis sie leicht gebräunt sind. Aus der Pfanne nehmen und etwas abkühlen lassen.
Kerne mit Ziegenkäse, Feldsalat, Öl,  Zitronenzesten (ca. 1 TL) und ca. 2 EL Zitronensaft in ein hohes Gefäß geben. Mixen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, ggf. noch etwas Feldsalat hinzufügen. (Je nach Alter/Größe des Feldsalats schmeckt er unterschiedlich intensiv.) 
Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Wenn ihr das Pesto mit Pasta essen, dann fangt etwas Kochwasser ab und gebt es mit dem Pesto zu den Nudeln. So verteilt sich das Pesto besser.


Freitag, 6. Februar 2015

Rote Bete Hummus

Dass ich sehr gerne Hummus esse, wisst ihr inzwischen vermutlich. Nicht nur klassisch, sondern auch ganz gerne abgewandelt. Auf die Idee mit dem Rote Bete Hummus brachte mich Jessica, danke für die Inspiration!



Rezept für eine recht große Portion:
1 mittelgroße rote Bete
1 Portion Hummus

Die Rote Bete schälen, in Würfel schneiden und in sehr wenig Wasser weich kochen. Abgießen und etwas auskühlen lassen. Anschließend die Rote Bete in den Mixer geben und pürieren. Hummus dazu geben und kurz durchmixen, bis eine homogene Masse entsteht.


Ideen für weitere Hummusvarianten:
Tomatenhummus
Zitronen-Petersilien-Hummus

Mittwoch, 4. Februar 2015

{Gastpost} Carlas Apple Pancakes

Die dritte Gastbloggerin, die ich begrüßen darf, ist Carla von Herbs and Chocolate- hallo Carla! :)
Wie ich auf Carlas Blog gestoßen bin, weiß ich leider gar nicht mehr. Aber ich war auf Anhieb begeistert. Carla kocht vegetarisch, oft vegan, sehr gemüselastig und ist ein großer Ottolenghi-Fan. Abgesehen von Rezepten findet ihr bei ihr auch Posts mit Tipps rund ums Kochen, zum Beispiel, wie ein Gefrierfach das Leben einfacher macht
Bei Carla stehen das Essen und die Rezepte im Vordergrund, weniger aufwendige Settings (und trotzdem macht sie tolle Fotos!), das schätze ich sehr. Einige Lieblingsrezepte von mir, die ihr unbedingt anklicken solltet, sind zum Beispiel:
* Carlas Mezze-Buffet
* Pestoblume mit Kohlrabiblätterpesto
* Früchte-Nussbrot mit Sauerteig
* Gnocchi mit Roter Beete und Mohn - oder so ähnlich
Dank ihr habe ich auch Radieschenblätterpesto kennen gelernt. Ein eigentlich einfaches Rezept, aber auf die Idee wäre ich nie von allein gekommen. Deswegen liebe ich Foodblogs so! 
Ich hoffe, ihr habt euch noch nicht ganz in Carlas Blog verloren, denn Carla hat mir ein wunderbares Frühstücksrezept mitgebracht. Danke dafür und für deinen Besuch!


Was für eine Ehre auf Gourmandises végétariennes zu Gast zu sein! Als Melissa mich fragte, ob ich Lust hätte einen Gastbeitrag für sie zu schreiben, musste ich nicht lange überlegen - schließlich rangiert ihr Blog auf meiner Lieblingsblogliste ganz weit oben. Schwieriger war dann schon eher die Entscheidung was ich denn beisteuern könnte.

Aber ich habe mich noch gar nicht vorgestellt: Mein Name ist Carla, ich bin Mitte zwanzig und blogge seit gut einem Jahr auf Herbs & Chocolate über alles, was die vegetarische Küche so hergibt. Ich mache Dinge liebend gerne von Grund auf selbst, was sich beispielsweise im stundenlangen Betüddeln von Sauerteig äußert. Ich versuche tierische Produkt bewusst zu verwenden, tobe mich gern mit viel Gemüse aus, greife nur selten auf Ersatzprodukte zurück und bemühe mich zunehmend saisonal zu kochen. Spätestens jetzt dürfte klar sein, weshalb ich Melissas Blog gerne lese, oder? ;)

Ich stand also vor der Frage welches Rezept ich euch mitbringen könnte. Natürlich sollte es zu Gourmandises végétariennes passen, allerdings hat Melissa schon eine solche Vielzahl toller Rezepte angesammelt, dass es nicht ganz einfach ist etwas passendes und trotzdem irgendwie "neues" beizusteuern.

Meine "Rettung" war, dass Pancakes hier bisher definitiv unterrepräsentiert sind und vegane noch gar nicht vorhanden. An einem kalten Winterwochenendmorgen sind saftig-fluffig-weiche Apfel-Pancakes doch auf jeden Fall eine gute Idee, oder? Dank dem Vollkornmehl und viel Obst kann man sie sogar unter gesund laufen lassen. Ich verwende für den Teig übrigens recht wenig Zucker - falls ihr also echte Süßschnäbel seid könnt ihr hier ruhig großzügiger sein. Oder das über die Sirupmenge beim Anrichten regeln...



Apfel-Pancakes

für ca. 6 Pancakes


100 g Apfelmus
alternativ: ein säuerlicher Apfel, etwas Zitronensaft, etwas Zimt
90 g Weizenvollkornmehl
1 geh. TL Backpulver
2 TL Zucker (nach Geschmack auch mehr)
3 geh. TL gemahlene Mandeln
optional: noch etwas Zimt
Prise Salz
ca. 130-150 ml Wasser
etwas Rapsöl zum Ausbacken

zum Anrichten:
etwas mehr Apfelmus
Honig oder Ahornsirup
gehackte Mandeln oder Walnüsse

Fertiges Apfelmus verwenden oder einfach schnell selbst machen. Dazu den Apfel waschen, entkernen und in Stücke schneiden. Schälen ist nicht nötig, sofern euch kleine Stückchen Schale später im Pancake nicht stören. Die Apfelstücke in einen Topf geben und einen Schluck Wasser dazugeben, sodass der Topfboden gut bedeckt ist. Noch einen kleinen Schuss Zitronensaft und eine Prise Zimt dazu, kurz vermischen, einmal aufkochen und bei geschlossenem Deckel 10-15 min köcheln lassen. Danach die noch nicht zerfallenen Apfelstückchen z.B. mit einer Gabel zu Mus zerdrücken, es darf aber gerne noch etwas stückig bleiben.
100 g Apfelmus abwiegen. Mehl, Backpulver, Zucker, gemahlene Mandeln, Salz und nach Belieben noch etwas Zimt dazugeben und alles grob vermengen. Nach und nach Wasser hinzufügen und gründlich verrühren, bis der Teig ungefähr so zähflüssig ist wie Waffelteig. Je flüssiger der Teig, desto dünner werden die Pancakes später werden.
Eine Pfanne mit ein wenig Öl ausstreichen und erhitzen auf ca. Stufe 6 oder 7 von 9, also nicht ganz heiß. Jeweils knapp zwei Esslöffel Teig in die Pfanne setzen und zu einem dicken, runden Pancake verlaufen lassen bzw. verstreichen. Sobald die Oberseite des Teigs Blasen wirft den Pancake wenden und von der anderen Seite noch kurz goldbraun backen.
Je drei oder vier Pancakes stapeln, einen Klecks Apfelmus darauf geben, mit Honig oder Ahornsirup beträufeln und mit gehackten Nüssen bestreuen.


Montag, 2. Februar 2015

Mediterraner Karotten-Kürbissalat

... eigentlich nur Karottensalat, aus einem meiner liebsten Küchbücher, der "Sonnenküche" von Virginie Besançon. In den Salat kommen 8 mittelgroße Karotten, ich hatte nur noch 4 und ersetzte deswegen den fehlenden Teil durch ein Stück Hokkaido. Sehr, sehr lecker. Durch die Zitrone schön frisch, Rosinen mag ich ohnehin gerne an Salaten und durch den Ingwer und Kreuzkümmel so ganz anders im Geschmack als mein Standardkarottensalat.
Dazu gab es unter anderem meine ersten selbstgemachten Falafel. Ich las das Rezept nicht richtig und kochte die Kichererbsen. Absoluter Reinfall, die Falafel lösten sich einfach im Fett auf. Echt ärgerlich. :-( Ich konnte die Falafel zwar noch "retten", dank einer Menge Semmelbrösel, aber so wirklich authentisch geschmeckt haben sie dann nicht. Deswegen bekommt ihr heute nur das Rezept für den Karottensalat und ich muss mich ein anderes Mal noch mal an die Mission "Falafel" wagen. ;-) 





Zutaten für eine große Portion:

4 Karotten
den gleichen Teil Hokkaido
1 Zwiebel (im Originalrezept: rot)
einige Stängel Koriander
4 EL Rosinen

Dressing:

1 TL Kreuzkümmel
3 cm großes Stück Ingwer
Saft einer Zitrone
1 EL Ahornsirup (im Originalrezept: Honig)
1/2 TL Zimt
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer


Zubereitung:

Karotten schälen und fein raspeln. Hokkaido ebenfalls fein raspeln.
Zwiebel in dünne Scheiben schneiden oder hobeln.
Koriander waschen und bis auf einige Blätter hacken.
Alles in eine Schüssel geben.

Kreuzkümmel anrösten und anschließend zerstoßen.
Ingwer fein reiben.
Kreuzkümmel mit Ingwer, Zitronensaft, Sirup und Öl verrühren.

Das Dressing über die Salatzutaten geben. Mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Mit einigen Blättern Koriander bestreut servieren.