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Freitag, 22. April 2016

Hefezopf

Kennt ihr das, wenn man seit gefühlten Ewigkeiten auf der Suche nach *dem* Rezept für eine Sache ist? Oft sind es nur Kleinigkeiten, die mich aber trotzdem stören, so dass ich mit vielem irgendwie unzufrieden bin. So auch bei Hefezopf. Einen richtig guten Hefezopf zu backen find ich ziemlich schwer. Ich war lange auf der Suche nach *dem* Hefezopf-Rezept, zu Ostern wollte ich nämlich mal wieder einen süßen Hefezopf backen. Also dachte ich daran, dass ich ja irgendwann schon mal einen Zopf hier verbloggt hatte. Und so war es dann auch.
Ich hab das Rezept ein bisschen verändert und für mich optimiert. Die Butter kommt nun nicht mehr weich, sondern kühlschrankkalt in den Teig (das verhindert, dass der Teig speckig wird) und außerdem durfte der Zopf länger gehen. Ich bin jetzt ziemlich zufrieden mit meinem Hefezopfrezept und lege zumindest diese Suche vorerst auf Eis.
Einen Vierstrangzopf zu flechten, finde ich übrigens auch schwierig. Irgendwie gelingt es mir nie, die Zöpfe richtig schön gleichmäßig zu rollen. Und ich bin auch ziemlich überfordert mit mehr als drei Strängen.
Hefezopf


Da im Vordergrund steht übrigens unglaublich leckere Crème de caramel au beurre salé. Das Rezept gibt's hier demnächst. Aber erst mal das optimierte Zopfrezept.

Zutaten für einen Zopf:

500 g Mehl, Type 550
2 EL Zucker
1/2 TL Salz
2 Eier
ca. 240 ml kühlschrankkalte Milch
15 g frische Hefe
75g kühlschrankkalte Butter
 Mandelblätter oder Hagelzucker nach Belieben


Zubereitung:

Mehl. Zucker, Salz, ein Ei, Milch und Hefe in eine Schüssel geben und mit der Küchenmaschine auf geringster Stufe verkneten. Sobald die Zutaten sich verbunden haben, die Butter in Würfeln dazu geben. Auf Stufe 2-4 (von 10, ich habe die KitchenAid benutzt) ca. 7 Minuten kneten.

Aus der Knetschüssel nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche von Hand zu einer Kugel formen. Der Teig sollte glatt und straff sein.

Den Teig zurück in die Schüssel legen, zudecken und dann so lange gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. Das dauert ca. 2-3 Stunden, je nach Zimmertemperatur.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig zu 3 gleichgroßen Kugeln formen. Pedanten wiegen den Teig ab und teilen durch drei. Die drei Teige rund wirken und 5 Minuten entspannen lassen. Dann den Teig zu Strängen formen und flechten. Das macht ihr am besten erst ab der Mitte, dann wendet ihr den Zopf und flechtet weiter, dann bekommt ihr zwei gleichmäßige Enden. (So wie hier.)
Den Zopf auf ein Backblech legen. Ein Ei verquirlen und den Teig abstreichen. An einem zuglosen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen, bis sich der Zopf merklich verdoppelt hat. Noch einmal abstreichen und mit Hagelzucker oder Mandelblättern bestreichen.

Den Zopf im vorgeheizten Ofen bei 180 °C ca. 30 Minuten lang backen.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Kokos-Polenta mit Kirschen und Mandeln

Am Montag bei Zitronenbaiser gesehen und sofort verliebt! Kokos-Polenta, hmmm!
Kombiniert habe ich meine Kokos-Polenta aber etwas anders. Ich hatte noch einen Rest Kirschen vom Feuerwehrkuchen übrig, also habe ich die genommen. Laut Geschmacksthesaurus passen die sehr gut zu Kokos. Ebenfalls (laut Geschmacksthesaurus) sehr gut passen Mandeln zu Kokos, von denen hatte ich zufällig auch noch welche rumliegen.

Wo wir gerade beim Geschmacksthesaurus sind: Ich muss mein anfängliches Urteil widerrufen. Nach den ersten Seiten und dem ersten Blättern war ich nicht so begeistert von dem Buch. Allerdings war es vermutlich einfach keine Idee, das Ding zu lesen wie einen Roman. Jetzt nehme ich das Buch gerne zur Hand, wenn ich eine konkrete Zutat habe, die ich kombinieren möchte. Neben Kombinationen, die jeder kennt, finde ich (für mich) ungewöhnliche und spannende Kombinationen, auf die ich nie gekommen wäre, die ich mir aber sehr gut vorstellen kann. Gut, Kokos-Kirsche und Kokos-Mandel sind jetzt nicht besonders außergewöhnlich. Aber Minze und Spargel, Kirsche und Ziegenkäse, Mango und Rhabarber, alles Kombinationen, die mir unbekannt waren, die ich mir aber sehr toll zusammen vorstelle! Also, liebes Milchmädchen, der Kauf lohnt sich meiner Meinung nach doch!
Aber genug vom Büchern geredet, zum Rezept! Ich habe die Mengen etwas verändert, für 2 Portionen finde ich 50g Polenta sehr wenig, aber das könnt ihr ja eurem Hunger anpassen.


Rezept für zwei Portionen:

Für die Kirschen:
250g Sauerkirschen (bei mir mit Stein, selbst eingeweckt)
200ml Kirschsaft
1 EL Speisestärke

Die Kirschen in ein Sieb gießen und abtropfen lassen. Saft auffangen.
Den Saft in einen Topf geben, die Speisestärke einrühren. Unter Rühren aufkochen lassen, eine Minute kochen lassen. Vom Herd nehmen und die Kirschen unterrühren.


Für den Brei:
100g Kokosmilch
200-250ml Sojamilch (bei mir Vanille, andere pflanzliche Milch geht aber auch)
100g Minuten-Polenta
1 EL Kokosflocken
1 EL Zucker
+ 1 EL Mandelblätter, geröstet

Kokosmilch und Sojamilch in einen Topf geben und aufkochen. Polenta, Kokosflocken und Zucker mischen. In die kochene Milch einrühren, 2 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und kurz ziehen lassen. Je nach gewünschter Konsistenz noch etwas mehr Milch einrühren.

Den Brei in eine Schale geben. Mandelblätter darüber streuen.
Mit Kirschen servieren.




Guten Morgen Sonnenschein - Das Frühstücksevent vom 10.04. bis 10.05.


Nach den veganen Pancakes möchte ich dieses Rezept ebenfalls zu Simones Frühstücksevent beisteuern.Simone hat das Event um ein paar Tage verlängert und ich fand die Kokospolenta so fein, dass ich sie unbedingt noch beisteuern möchte!

Samstag, 9. Mai 2015

Frühstücksglück: Vegane Pancakes mit Rhabarberkompott


Guten Morgen liebe Leser!

Heute morgen bin ich für einen Samstag wahnsinnig früh aufgestanden, schon kurz nach sieben! Meine Großeltern sind verreist und ich musste ihre Hühner und Katzen füttern. Ich wurde schon sehnsüchtig erwartet, die Katzen pochten mit ihren Pfoten vorwurfsvoll gegen das Küchenfenster und die Hühner haben sich hinter der Tür zum Freilauf fast schon gestapelt. Meine Oma ist eine Frühaufsteherin und lässt sie immer viel früher raus! ;-) Zu allem Übel auch noch zwei verirrte Hühne jagen, Frühsport! Da braucht man doch ein feines Frühstück um den Tag noch zu retten. (Ich bin nämlich ein schlimmer Morgenmuffel!)



Pancakes gab's hier schon öfter, eine vegane Variante habe ich noch nie probiert, wollte ich aber schon ewig mal versuchen. Das Rezept dafür ist, wie könnte es anders sein, aus meinem aktuellen Lieblingsbackbuch, Einfach vegan backen.
Die Menge fand ich etwas großzügig bemessen, ich war nach 3 Pancakes satt. Deswegen habe ich das Rezept umgerechnet, diese Angaben findet ihr in der Klammer. Je nach Hunger könnt ihr entscheiden, wie viel ihr macht.
Wenn ihr ungesüßte Milch nehmt, könnt ihr die Pancakes übrigens auch herzhaft essen. Im Buch werden Baked Beans und vegane Würstchen empfohlen!



Rezept für 1 eine große (bzw. 1 normale) Portion:

135g (100g) Weizenmehl, Type 550
1 TL (3/4 TL) Natron
1 Prise Salz
110ml (85ml) Soja- oder Mandelmilch (bei mir Soja-Vanille)
115g (85g) Sojaghurt
1 EL Bratöl

Trockene und feuchte Zutaten in unterschiedlichen Schüsseln vermischen.
Die flüssigen Zutaten mit einem Löffel rasch unter die trockene Masse heben, bis ein glatter, zäher Zeig entstanden ist. Passt unbedingt auf, dass ihr nicht zu lange rührt, dann werden die Pancakes nicht fluffig. Kleine Mehlklümpchen lösen sich später beim Ausbacken.

Etwas Öl in einer bescichteten Pfanne behitzen, jeweils 2-3 EL Teig ins Öl setzen und leicht "andrücken" (ganz flach sollen sie aber nicht sein!)
Die Pancakes bei mittlerer Hitze (bei mir: Stufe 8 von 12) ausbacken. Wenden, sobald der Teig nicht mehr ganz flüssig ist.

Die Pancakes sofort mit frischem Kompott servieren. Je nach Saison passen auch frische Beeren. Ahornsirup ist natürlich auch sehr fein!




Guten Morgen Sonnenschein - Das Frühstücksevent vom 10.04. bis 10.05.

Das Rezept möchte ich zu Simones zweitem Bloggeburtstag einreichen. Vor einem Jahr habe ich schon bei ihrem ersten Geburtstagsevent mitgemacht und das diesjährige Motto gefällt mir wie das letzte sehr gut. Klickt mal rüber zu Simone, ich lese ihren Blog seit einem Jahr regelmäßig und mag ihn sehr!
Liebe Simone, ich wünsch dir alles Gute zum Bloggeburtstag, blogg weiter so! ;-)

Mittwoch, 4. Februar 2015

{Gastpost} Carlas Apple Pancakes

Die dritte Gastbloggerin, die ich begrüßen darf, ist Carla von Herbs and Chocolate- hallo Carla! :)
Wie ich auf Carlas Blog gestoßen bin, weiß ich leider gar nicht mehr. Aber ich war auf Anhieb begeistert. Carla kocht vegetarisch, oft vegan, sehr gemüselastig und ist ein großer Ottolenghi-Fan. Abgesehen von Rezepten findet ihr bei ihr auch Posts mit Tipps rund ums Kochen, zum Beispiel, wie ein Gefrierfach das Leben einfacher macht
Bei Carla stehen das Essen und die Rezepte im Vordergrund, weniger aufwendige Settings (und trotzdem macht sie tolle Fotos!), das schätze ich sehr. Einige Lieblingsrezepte von mir, die ihr unbedingt anklicken solltet, sind zum Beispiel:
* Carlas Mezze-Buffet
* Pestoblume mit Kohlrabiblätterpesto
* Früchte-Nussbrot mit Sauerteig
* Gnocchi mit Roter Beete und Mohn - oder so ähnlich
Dank ihr habe ich auch Radieschenblätterpesto kennen gelernt. Ein eigentlich einfaches Rezept, aber auf die Idee wäre ich nie von allein gekommen. Deswegen liebe ich Foodblogs so! 
Ich hoffe, ihr habt euch noch nicht ganz in Carlas Blog verloren, denn Carla hat mir ein wunderbares Frühstücksrezept mitgebracht. Danke dafür und für deinen Besuch!


Was für eine Ehre auf Gourmandises végétariennes zu Gast zu sein! Als Melissa mich fragte, ob ich Lust hätte einen Gastbeitrag für sie zu schreiben, musste ich nicht lange überlegen - schließlich rangiert ihr Blog auf meiner Lieblingsblogliste ganz weit oben. Schwieriger war dann schon eher die Entscheidung was ich denn beisteuern könnte.

Aber ich habe mich noch gar nicht vorgestellt: Mein Name ist Carla, ich bin Mitte zwanzig und blogge seit gut einem Jahr auf Herbs & Chocolate über alles, was die vegetarische Küche so hergibt. Ich mache Dinge liebend gerne von Grund auf selbst, was sich beispielsweise im stundenlangen Betüddeln von Sauerteig äußert. Ich versuche tierische Produkt bewusst zu verwenden, tobe mich gern mit viel Gemüse aus, greife nur selten auf Ersatzprodukte zurück und bemühe mich zunehmend saisonal zu kochen. Spätestens jetzt dürfte klar sein, weshalb ich Melissas Blog gerne lese, oder? ;)

Ich stand also vor der Frage welches Rezept ich euch mitbringen könnte. Natürlich sollte es zu Gourmandises végétariennes passen, allerdings hat Melissa schon eine solche Vielzahl toller Rezepte angesammelt, dass es nicht ganz einfach ist etwas passendes und trotzdem irgendwie "neues" beizusteuern.

Meine "Rettung" war, dass Pancakes hier bisher definitiv unterrepräsentiert sind und vegane noch gar nicht vorhanden. An einem kalten Winterwochenendmorgen sind saftig-fluffig-weiche Apfel-Pancakes doch auf jeden Fall eine gute Idee, oder? Dank dem Vollkornmehl und viel Obst kann man sie sogar unter gesund laufen lassen. Ich verwende für den Teig übrigens recht wenig Zucker - falls ihr also echte Süßschnäbel seid könnt ihr hier ruhig großzügiger sein. Oder das über die Sirupmenge beim Anrichten regeln...



Apfel-Pancakes

für ca. 6 Pancakes


100 g Apfelmus
alternativ: ein säuerlicher Apfel, etwas Zitronensaft, etwas Zimt
90 g Weizenvollkornmehl
1 geh. TL Backpulver
2 TL Zucker (nach Geschmack auch mehr)
3 geh. TL gemahlene Mandeln
optional: noch etwas Zimt
Prise Salz
ca. 130-150 ml Wasser
etwas Rapsöl zum Ausbacken

zum Anrichten:
etwas mehr Apfelmus
Honig oder Ahornsirup
gehackte Mandeln oder Walnüsse

Fertiges Apfelmus verwenden oder einfach schnell selbst machen. Dazu den Apfel waschen, entkernen und in Stücke schneiden. Schälen ist nicht nötig, sofern euch kleine Stückchen Schale später im Pancake nicht stören. Die Apfelstücke in einen Topf geben und einen Schluck Wasser dazugeben, sodass der Topfboden gut bedeckt ist. Noch einen kleinen Schuss Zitronensaft und eine Prise Zimt dazu, kurz vermischen, einmal aufkochen und bei geschlossenem Deckel 10-15 min köcheln lassen. Danach die noch nicht zerfallenen Apfelstückchen z.B. mit einer Gabel zu Mus zerdrücken, es darf aber gerne noch etwas stückig bleiben.
100 g Apfelmus abwiegen. Mehl, Backpulver, Zucker, gemahlene Mandeln, Salz und nach Belieben noch etwas Zimt dazugeben und alles grob vermengen. Nach und nach Wasser hinzufügen und gründlich verrühren, bis der Teig ungefähr so zähflüssig ist wie Waffelteig. Je flüssiger der Teig, desto dünner werden die Pancakes später werden.
Eine Pfanne mit ein wenig Öl ausstreichen und erhitzen auf ca. Stufe 6 oder 7 von 9, also nicht ganz heiß. Jeweils knapp zwei Esslöffel Teig in die Pfanne setzen und zu einem dicken, runden Pancake verlaufen lassen bzw. verstreichen. Sobald die Oberseite des Teigs Blasen wirft den Pancake wenden und von der anderen Seite noch kurz goldbraun backen.
Je drei oder vier Pancakes stapeln, einen Klecks Apfelmus darauf geben, mit Honig oder Ahornsirup beträufeln und mit gehackten Nüssen bestreuen.


Montag, 26. Januar 2015

Baobab-Bananen-Shake

Nicht nur bei Foodblogrezepttrends bin ich eine ziemliche Scharchnase, sondern auch im Bereich Superfoods-Trendzutaten. Goji-Beeren, Kakaonibs, Matcha, Açai usw.usf.? Findet man bei mir nicht. Das Einzige, was meine Küche an gängigem Superfood zu bieten hat, sind Chiasamen. Und diese Packung hält sich auch schon seit über einem Jahr in meinem Vorratsschrank und geht immer noch nicht zuneige.
Zu Weihnachten bekam ich von meinen Eltern Baobab-Pulver. Habt ihr schon mal davon gehört? Ich noch nie. Meine Eltern sind da anscheinend hipper als ich. ;-) Bei amazon fand ich nämlich eine breite Liste an Anbietern, ist das Zeug also schon in? Oder ist der  Trend schon wieder vorbei? Ich weiss es nicht. 
Meine Eltern haben das Pulver auf der Plaza Culinaria gekauft und waren so begeistert, dass sie mir eine Packung mitbrachten. Und ich auch finde das Pulver ziemlich lecker. Man kann damit eine Menge anstellen, ich verwendete es als erstes für einen leckeren Bananen-Shake.
Baobab-Pulver wird vom Affenbrotbaum gewonnen und ist laut Herstellerinformation sehr gesund, es enthält eine Menge Vitamin C, Ballaststoffe und Calcium. Abgesehen davon finde ich, dass sich die sozialen Bemühungen des Herstellers sehr sympathisch. Mit "einem Griff ins Regal veränderst du jeden Tag die Welt"- seh ich genauso.
Kennt ihr denn Baobab-Pulver? Falls ja, was stellt ihr damit an?




Rezept für 1 Glas:
ca. 200ml Mandelmilch (ungesüßt)
1 Banane 
2 EL Baobab-Pulver

Alles in den  Thermomix werfen und pürieren.
(Kürzestes Rezept ever, haha.)



Damit keine Missverständnisse aufkommen, ich wurde für diesen Beitrag nicht bezahlt. Das Produkt war wie schon gesagt ein Geschenk meiner Eltern.

Samstag, 3. Januar 2015

Shakshuka

Bei Foodtrends bin ich meistens ziemlich lahm. Meistens sind die Produkte oder Rezepte schon durch sämtliche Blogs gewandert, bis ich endlich dazu komme, sie nachzukochen. Für diese Shakshuka "musste" ich warten, bis ich mal wieder in die Heimat kam, weil ich nur die Eier von Omas Hühnern esse. (Warum? Das erzählte ich bereits hier.)
Ich habe mich für das Rezept aus Ottolenghis Genussvoll vegetarisch entschieden und was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Doof, dass ich mal wieder SO lange gebraucht habe, um einen Blogbuster nachzukochen. 
Bei uns gab es die Shakshuka zum Neujahrsfrühstück, ein perfektes Gericht für ein spätes Frühstück/Brunch. Aber ich könnte es mich auch sehr gut als leichtes Mittag-/Abendessen vorstellen. Serviert unbedingt Weißbrot dazu, um die Sauce aufzutunken.
Weil keine Tomatenzeit ist (gut, es ist auch keine Paprikazeit, aber bei denen ist es geschmacklich nicht ganz so schlimm), habe ich Dosentomaten verwendet. Dass würde ich euch auch empfehlen, wenn ihr das Gericht bald nachkochen wollt. Mit wässigen Glashaustomaten schmeckt die Shakshuka sicher nicht halb so gut!
Ich habe mir auch schon eine vegane Shakshuka-Version erdacht, als Eiersatz könnte ich mir Avocado mit Kala Namak bestreut vorstellen. Hat das jemand schon mal getestet? Oder eine andere Idee?




Rezept für 4 Personen:

1/2 TL Kreuzkümmel 
3 EL Olivenöl (bei Ottolenghi wesentlich mehr)
2 große Zwiebeln, in dünnen Scheiben
4 Paprika (am besten rot und gelb), in Streifen geschnitten
2 TL Rohrohrzucker
ein paar Zweige Petersilie, gehackt
ein paar Zweige Koriander, gehackt
6 Zweige Thymian, gehackt
2 Lorbeerblätter
2 Dosen geschälte Tomaten (oder 6 große, vollreife Tomaten)
1/2 TL Safran
ggf. Cayennepfeffer
Salz, Pfeffer
4-8 Eier (bei uns 4, im Original 8)
ein paar Zweige Petersilie oder Koriander

Kreuzkümmel ohne Fett anrösten.
Olivenöl dazu geben, erwärmen und die Zwiebel darin einige Minuten glasig andünsten.
Die Paprika und den Zucker dazu geben und einige Minuten bei hoher Temperatur braten, bis das Gemüse Farbe bekommt.
Petersilie, Koriander, Thymian und Lorbeerblätter dazu geben, 1 Minute mitbraten, dann die Tomaten und den Safran hinzufügen. Salzen und pfeffern, nach Geschmack auch etwas Cayennepfeffer dazu geben.
Temperatur etwas reduzieren und ca. 15 Minuten köcheln lassen. Ggf. nach und nach Wasser hinzufügen, die Sauce soll eine dicke Konsistenz bekommen.
Die Lorbeerblätter entfernen. Noch einmal abschmecken, dann die Hitze noch etwas reduzieren. 
Mit einem Kochlöffel den Pfanneninhalt etwas beiseite schieben, damit "Vertiefungen" für die Eier entstehen. Die Eier vorsichtig aufschlagen und in die Löcher gleiten lassen. Die Eier leicht salzen, einen Deckel auf die Pfanne setzen und ca. 12-15 Minuten lang garen, bis die Eier die gewünschte Konsistenz haben.
Nach Geschmack einige Zweige Petersilie oder Koriander über das fertige Shakshuka geben und mit Weiß- oder Fladenbrot servieren.


Donnerstag, 27. November 2014

Geschenke aus der Küche: Frühstückscouscous

Hallo liebe Leser,
heute habe ich nicht nur ein leckeres Frühstücksrezept für euch, sondern auch ein "Geschenk aus der Küche". Ihr lest es sicher gerade zum ersten Mal dieses Jahr: WEIHNACHTEN STEHT VOR DER TÜR!! ;-) Falls ihr noch keine Ideen habt, mit was ihr eure Lieben beschenken wollt, möchte ich euch diesen leckeren Frühstückscouscous ans Herz legen. Im Prinzip ist es das gleiche wie Frühstücksbrei, den man inzwischen von vielen verschiedenen (Bio)Marken kaufen kann, nur dass hier keine Haferflocken, sondern Couscous verwendet wird. In einem schönen Glas macht sich der Couscous gut unterm Weihnachtsbaum. Mit etwas frischem Obst wird ein leckeres Frühstück daraus. Die Zutaten und die Couscousmenge könnt ihr natürlich nach eurem Belieben/eurem Hunger anpassen. 
Für noch mehr Geschenkideen, durchstöbert einfach meinen Blog.

Frühstückscouscous

Rezept für 1 Glas:
50g Couscous
2 getrocknete Aprikosen
3 getrocknete Apfelscheiben
5g Kokoschips
1 EL getrocknete Sauerkirschen
1 Msp. Zimt
nB frisches Obst

Couscous in ein Glas füllen.
Die Aprikosen, die Apfelscheiben und die Kokoschips grob hacken. mit den Sauerkischen und dem Zimt zum Couscous geben.
Couscous mit 100ml kochendem Wasser übergießen. Ca. 3-4 Minuten ziehen lassen, dabei ab und zu umrühren.

Nach Belieben frisches Obst unterrühren.


Schmeckt natürlich auch aus einer Schüssel.

Frühstückscouscous


Mittwoch, 22. Oktober 2014

Apfel-Bananen-Hirsebrei

Ich muss gestehen, unter der Woche frühstücke ich gar nicht so gerne, ich brauche nach dem Aufstehen mindestens 2-3 Stunden, bis ich etwas anderes zu mir nehmen kann als Kaffee. (Am Wochenende sieht das ganz anders aus.) Aber jetzt im Winter wärmt so ein Frühstück und stärkt für den Tag. Ich habe mir also vorgenommen habe, das Frühstück nicht ganz so weit herauszuzögern in Zukunft und dann mittags mit Loch im Magen Unsinn zu essen. (Projekt #helfy, ich berichtete.)
Die Hirse hatte ich schon am Vortag gekocht, deswegen stand das Essen auch blitzschell auf dem Frühstückstisch. Ihr könnt die Hirse natürlich auch frisch zubereiten, Hirse muss 5 Minuten kochen und dann muss sie 15 Minuten quellen, in der Zeit könnt ihr ja duschen. ;-)
Gesüßt habe ich meinen Brei mit Reissirup, ihr könnt aber auch Ahornsirup nehmen (der hat allerdings eine wesentlich höhere Süßkraft). Je nachdem, wie süß euer Obst ist, braucht ihr vielleicht auch gar kein Süßungsmittel.
Ich bin übrigens total verliebt in mein neues Geschirr, aus der (neuen?) Kollektion von Bloomingville. Ist es nicht wunderschön? Ich spare schon für die nächste Bloomingville-Bestellung (dann vielleicht Isabella in blau?), weil es doch recht teuer ist, kann ich es mir immer nur stückweise bestellen. Danke fürs Anfixen, liebe Laura! (Bei ihr habe ich Bloomingville nämlich an irgendeinem vegan wednesday entdeckt.) ;-)



für eine Portion:
3-4 EL gekochte Hirse
1/2 Apfel
1/2 Banane
Soja-Reis-Drink (oder andere Milch(alternative) nach Geschmack)
nach Geschmack: Zimt, Reissirup, Ahornsirup

Apfel waschen und grob raspeln. (Oder in Scheiben schneiden, so werde ich es beim nächsten Mal machen, mir waren die Raspel zu fein.) Die Hirse mit dem Apfel und etwas Zimt mischen. Einen großzügigen Schuss "Milch" dazu geben und aufkochen. 2-3 Minuten köcheln lassen. Je nach gewünschter Konsistenz Milch hinzufügen. Die Banane in Scheiben schneiden und dazu geben.
Mit Zimt bestreut und nach Geschmack mit etwas Reissirup (bei mir 1 TL) servieren. 


Ach ja, der Kaffee ist übrigens mit Hafermilch! Ich bin megaglücklich, weil ich EWIG auf der Suche nach einer pflanzlichen Milch war, nicht ausflockt, wenn man heißen Kaffee zur kalten Milch gibt! Noch ein Punkt auf der "veganer werden"-Liste, den ich abhaken kann. :-) (Der Kaffee ist der bio-fair trade von Darbhoven, beim Ausflocken von pflanzlicher Milch spielt ja auch der Säuregehalt des Kaffees eine große Rolle, mal sehen, wie es sich mit anderen Kaffeesorten und Hafermilch verhält.)


Freitag, 19. September 2014

Frühstücks-Blitzbrötchen

Na, habt ihr schon Pläne fürs Wochenendfrühstück?
Ich liebe Sonntagsfrühstück und zelebriere das immer! Leckere Aufstriche, toller Käse, Obst, ein bisschen Rohkost, Joghurt, ab und zu ein Ei, sooo gut! Dazu gehören natürlich auch Brötchen. Am besten selbstgebacken. Besonders lecker schmecken Brötchen aus Teig, der über Nacht im Kühlschrank gehen sollte. Wenn ihr das aber mal vergesst oder sich spontan Brunchbesuch ankündigt, dann muss es schnell gehen. Diese Blitzbrötchen stehen innerhalb von 25 Minuten auf dem Tisch. Viel kürzer brauchen Aufbackbrötchen nicht und im Gegensatz zu denen, weiß man, was man hat!
Das Originalrezept ist aus "La Veganista backt", ich habe die Menge halbiert und die Brötchen zusätzlich in Mohn gewälzt. Außerdem werden die Brötchen eigentlich in Muffinformen gebacken, weil ich keine besitze, habe ich die Brötchen einfach so geformt. Nicole Just gibt übrigens den Tipp, dass man mit 2 EL Zucker und Rosinen schnell und einfach süße Brötchen zaubern kann!

schnelle Brötchen

Rezept für 5 kleine Brötchen:
250g Dinkelmehl 1050
1/2 TL Salz
1 TL Backpulver
1 TL Öl (bei mir: Olive, bei süßen würde ich geschmacksneutrales Öl wählen)
160ml Wasser
Sesam, Mohn (oder Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne,...)

Ofen auf 200°C vorheizen.
Die trockenen Zutaten mischen. Öl und Wasser hinzugeben und mit einem Rührlöffel oder den Quirlen des Handrühres zügig verrühren.
Mit leicht angefeuchteten Händen fünf Brötchen formen. Die Brötchen in einer Mischung aus Sesam und Mohn wälzen.
Die Brötchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. 16-20 Minuten goldbraun backen.


schnelle Brötchen



Dienstag, 26. August 2014

Oeufs en cocotte

Von Rachel Khoo habe ich euch ja schon an dieser Stelle vorgeschwärmt. Vor kurzem wurde "The little Paris Kitchen" auf sixx ausgestrahlt. Die meisten Folgen kannte ich zwar schon, aber ich fand es trotzdem ganz wunderbar, sie noch einmal anzuschauen.
In einer Folge gibt es bei Rachel "oeufs en cocotte". Weil ich noch Eier von meinem Gâteau au chocolat über hatte, gab es bei mir letztes Wochenende seit langem mal wieder Eier zum Frühstück. Und: Oh mon dieu!!! Die Oeufs en cocotte sind SO SO SO gut! Zum Niederknien, wirklich.
Eigentlich werden die Eier, wie es der Name schon sagt, in Mini-Cocotte-Formen gebacken. (Wenn ich mal zu viel Geld übrig habe, kaufe ich mir dieses Set, ist es nicht wunderschön? Ich stelle es mir super vor, kleine Aufläufe und Gratins in dieser Form zu servieren.) Ich habe einfach zwei Gläser mit dickem Rand genommen. Rachel nimmt in ihrem Video Tassen dafür.
Im Originalrezept werden die Eier 15 Minuten lang gebacken, für ungefähr diese Zeit hatte ich sie auch im Ofen. Wenn ihr eure Eier nicht so weich mögt, dann lasst sie etwas länger im Ofen.

Oeufs en cocotte

Für eine Portion braucht ihr:
2 EL (ca. 35g) Crème fraîche
1 Ei
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
etwas Schnittlauch oder Dill
Baguette zum Dippen

Ofen auf 180°C vorheizen.
Crème fraîche mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.
1 EL Crème fraîche in die Auflaufform geben. Etwas Schnittlauch darüber verstreuen. Das Ei vorsichtig hineinschlagen. Den Rest Crème fraîche in die Form geben.
Das Glas/die Cocotte-Form auf ein tiefes Backblech oder alternativ in eine große Auflaufform stellen. Die Form mit so viel lauwarmen Wasser aufgießen, dass das Wasser bis ungefähr zur Hälfte der kleinen (Cocotte-)Form reicht. 
Ca. 15-20 Minuten backen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Mit Schnittlauch bestreut und mit Baguettescheiben zum Dippen servieren.

Oeufs en cocotte
Oeufs en cocotte

Donnerstag, 19. Juni 2014

Rührtofu

Schon ewig stand Kala Namak auf meiner "muss ich mal probieren"-Liste. Vor kurzem habe ich den Geburtstagsrabatt bei alles-vegetarisch ausgenutzt und meine erste Bestellung getätigt, dabei wanderte dann auch ein Päckchen davon ins Einkaufskörbchen.
Falls euch Kala Namak nichts sagt: Kala Namak, auch Schwarzes oder Indisches Salz genannt ist ein südasiatisches Salz und hat einen ziemlich schwefeligen, würzigen Geschmack. Als ich das Salz in ein Glas umfüllte, war ich echt überrascht, dass das Salz genau wie gekochte Eier riecht. Faszinierend.
Als erstes wollte ich ein Rührtofu testen. Ich habe einen recht festen Naturtofu genommen. Von der Konsistenz her, hat mich der Rührtofu nicht wirklich an Rührei erinnert (das nächste mal nehme ich vielleicht halb Tofu-halb Seidentofu, oder hat jemand einen Tipp?), geschmacklich aber auf jeden Fall und lecker war es auch sehr!
Als nächstes steht veganer "Eier"salat auf meiner "muss ich mal probieren"-Liste, ich freu mich schon. :-)

Rührtofu


Rezept für 2 Portionen:
400g Naturtofu
1 EL salzreduzierte Sojasauce
1/2 TL Kurkuma
Kala Namak
Bratöl

Tofu mit den Fingern zerkrümeln. Sojasauce, Kurkuma und 1/2 TL Kala Namak dazu geben und gut vermischen. Ca. 30 Minuten ziehen lassen.
In einer beschichten Pfanne Bratöl erhitzen. Den Tofu hineingeben und einige Minuten anbraten. Anfangs nicht zu viel rühren, damit der Tofu auch eine schöne Farbe bekommt.

Schmeckt ganz klassich zum Frühstücksbrötchen, aber auch Gemüse (bei mir gedämpfter Brokkoli und Kohlrabi) ist eine leckere Beilage.



Ein ziemlicher Flop (nicht nur in der Konsistenz, sondern auch (oder vor allem) geschmacklich waren diese Vegarnelen, die ich vor ein paar Wochen bei basic gekauft habe. Ich habe ja schon mal berichtet, dass ich supergerne vegane Alternativen teste. Von dieser rate ich euch definitiv ab. Von Meergeschmack ist keine Spur, wirklich nicht die geringste, trotz Meeresalgen. Und selbst wenn man sich vom Gedanken "das soll wie Garnelen schmecken" befreit, schmecken die Vegarnelen nicht besonders gut. Ein bisschen fettig (weil vorfrittiert) und die Konsistenz (ziemlich fest) war auch nicht besonders. Das nächste mal gibt es wieder Pasta mit Knoblauchspinat pur. Einen Versuch war's trotzdem wert.



Wie sieht es bei euch aus, kennt ihr die Vegarnelen? Hat's echt geschmeckt?
Habt ihr andere Verwendungstipps für das Kala Namak? Oder vielleicht auch ein leckeres Rezept für die Mock Duck?

Mittwoch, 22. Januar 2014

Apfel-Hirseauflauf

Ein weiteres Gericht aus "La Veganista". Im Kochbuch fällt es unter die Kategorie "Frühstück", bei mir gab es den Hirseauflauf aber zu einem frühen Abendessen. (Was auch die wirklich miesen Bilder erklärt. Es ist einfach so früh dunkel!) Aber natürlich auch zum Frühstück oder auf einem Brunchbuffet macht sich dieser Auflauf mit Sicherheit sehr gut!
Bei mir hat er etwas länger als im Rezept angegeben gebraucht, um eine schöne Kruste zu bekommen, was aber sicherlich an meinem Minibackofen liegt. Außerdem habe ich den Zuckeranteil etwas reduziert, für mich war der Auflauf perfekt so!


Rezept für 4 Portionen:
1 Dose Kokosmilch
180g Hirse
3 EL Agavendicksaft (im Buch: 4)
1/2 TL Zimt
1 Msp. gemahlene Vanille
1 Prise Salz
2 große Äpfel
2 EL Zucker (im Buch 4)
Margarine (für die Auflaufform)

Die Kokosmilch mindestens eine Stunde lang in den Kühlschrank stellen,
Die Hirse in einem Sieb mit warmen Wasser waschen. Mit der doppelten Menge Wasser in einem Topf aufkochen lassen, 2 Minuten ohne Deckel köcheln lassen, dann den Herd ausmachen und die Hirse 12-15 Minuten lang quellen lassen.
Eine Auflaufform mit Margarine einfetten. Den Zucker darauf verteilen. Die Äpfel in Scheiben schneiden und dachziegelartig in die Auflaufform legen.
Das harte Kokosmus mit einem Löffel aus der Dose holen. Mit Agavendicksaft, Zimt, Vanille und Salz mit Hilfe eines Handrührgeräts verrühren. (Achtung, das kann etwas spritzen, bis das Kokosmus wieder weich ist! Evtl. müsst ihr auch etwas von der flüssigen Kokosmilch zum Mus geben.)
Das Kokosmus zu der Hirse geben und unterheben. Auf den Äpfeln verteilen.
Im auf 200°C vorgeheizten Ofen ca. 35-45 Minuten lack überbacken.





Samstag, 31. August 2013

Frühstück auf Tibetisch: Tsampa

Kennt ihr Tsampa?
Tsampa ist das traditionelle tibetische Grundnahrungsmittel, ein Mehl aus gerösteter Gerste.
Entdeckt habe ich Sonams Tsampa bei Alnatura, beim Blättern in einer alten Alnatura-Zeitschrift bin ich auf dieses Rezept gestoßen. (Es hat doch sein Gutes, wenn man diese Heftchen nicht wegwerfen kann.) An das Rezept habe ich mich dann auch gehalten, aber auf der Seite der Herstellerin findet ihr ein Video mit vielen tollen Zubereitungsideen! Mein Tsampa war ziemlich breiig, das mag ich einfach lieber so, gerade morgens. Am besten, ihr gießt den Tee vorsichtig dazu, bis euer Tsampa die gewünschte Konsistenz hat. Nach Tee schmeckt das Tsampa übrigens gar nicht, dazu ist der Geschmack der gerösteten Gerste wohl zu intensiv. Meine erste Assoziation war "hmmm, schmeckt wie warmes Weetabix", nur ein wenig herzhafter.

 


Rezept für eine Portion:
3 EL Tsampa
1 TL Butter/Margarine
1/2 TL Zucker (Menge nach Geschmack)
1 Tasse Schwarztee

Tee aufgießen.
Tsampa in eine Schale geben, Butter in Flöckchen darauf verteilen, Zucker darüber streuen. Ein wenig Schwarztee dazu geben, verrühren. Nach und nach mehr Tee dazu geben, bis die gewünsche Konsitenz erreicht ist.


Übrigens, auch der Dalai Lama isst gerne Tsampa:
"Das Haupterzeugnis unserer Felder war Gerste. Geröstet und zu einem feinen Mehl gemahlen heisst sie auf Tibetisch Tsampa. Es gibt kaum eine Speise in Tibet, die nicht auch Tsampa enthielte. 
Sogar jetzt im Exil esse ich jeden Tag Tsampa. Man isst natürlich nicht das Mehl. Man fügt etwas Flüssigkeit dazu, meistens Tee oder - was mir am besten schmeckt - Milch, auch Joghurt oder gar Tshang, tibetisches Gerstenbier, und knetet es mit den Fingern in der Schale zu kleinen Bällchen, die man dann isst. Man kann damit auch Porridge kochen. Tibeter lieben Tsampa..."


Dienstag, 4. Juni 2013

Kokos-Milchreis

"Pimp my basics"- oder so ähnlich, könnte man dieses Rezept wohl bewerben! Ein Rezept für Milchreis braucht wohl niemand (steht im Zweifel ja auch auf der Packung), aber vielleicht ist für den ein oder anderen ja diese Kokosvariante neu.
Bei mir gab es dazu Ananas und Erdbeeren (die ersten in dieser Saison), der Milchreis schmeckt aber auch pur, oder mit Mango, oder Kirschen, oder.... LECKERST!
Ich koche immer eine große Portion, der Milchreis schmeckt auch kalt, zum Beispiel am nächsten Tag zum Frühstück.



Rezept für 4 Portionen:
200g Milchreis
800ml (Reis)Milch
200ml Kokosmilch
3 TL Zucker
1 Prise Salz
1 Msp. gemahlene Vanille
Obst nach Belieben

Milchreis waschen. Mit den restlichen Zutaten aufkochen, ca. 25 Minuten köcheln lassen, bis der Reis weich ist.
Mit frischem Obst servieren.

Montag, 3. Juni 2013

Blaubeer-Gschmoris (Zwieback-Pfannkuchen)

Früher gab es bei meiner Uroma Gschmoris immer mit (frischen) Kirschen (statt Blaubeeren) und einer Vanillesauce als süße Hauptspeise. Bei mir gab es das Gschmoris zum Frühstück, deswegen habe ich einfach ein wenig Ahornsirup darübergeträufelt. Ich habe keine Ahnung, wie man "Gschmoris" ins Hochdeutsche übersetzen könnte. ;-) Unter einen dicken Pfannkuchenteig (ähnlich wie Kratzede) wird zerbröselter Zwieback gemischt.



Für 4 Pfannkuchen:
1 Ei
1,5 EL Mehl
3 TL Zucker
1 Prise Salz
Milch
5 Scheiben Vollkorn-Zwieback
1 Handvoll Blaubeeren
Butter oder Bratöl

Ei trennen. Eigelb mit Mehl, Zucker und Salz verrühren. So viel Milch hinzufügen, dass ein dickflüssiger Teig entsteht. (Der Teig darf auf keinen Fall so dünn wie normaler Pfannkuchenteig sein!) Teig eine halbe Stunde quellen lassen.
Zwieback fein zerbröseln. (Geht am besten in einer Gefriertüte mit dem Wallholz.) Unter den Teig mischen.
Eiweiß steif schlagen, vorsichtig unter den Teig heben.
In einer Pfanne Butter bei mittlerer Hitze erhitzen. Teig mit einer Schöpfkelle in die Pfanne geben, Blaubeeren darauf verteilen und leicht eindrücken.

Samstag, 4. Mai 2013

Overnight Oats

Fans des vegan wednesday dürften schon einmal von Overnight Oats gehört haben, die sind im Moment DER Trend schlechthin auf (gefühlt) sämtlichen vegan Blogs! ;-)
Overnight Oats sind quasi das Porridge des Sommers. Und sie haben einen klaren Vorteil für Morgenmuffel wie mich: man bereitet sie am Abend zu, über Nacht stehen sie im Kühlschrank und alles, was ihr am Morgen tun müsst, ist etwas frisches Obst darüber zu schnippeln oder, wenn ihr es euch noch einfacher machen wollt, so wie ich, ein paar Tiefkühlfrüchte darüber kippen!
Weitere Ideen für eure Overnight Oats findet ihr beispielsweise hier bei Juli. Juli kann übrigens nicht nur Frühstück, sie zeigt auch viele andere tolle Rezepte, sie teilt tolle Musik mit uns und berichtet über ihre Lieblingsserien. Ein Besuch ihres Blogs lohnt sich ganz sicher!



Rezept für eine Sattmacher-Portion:
25-30g Haferflocken 
150g Sojaghurt
1 Schuss (Vanille)Sojamilch
1/2 EL gemahlene Haselnüsse
ein paar Rosinen oder Cranberries
frisches Obst nach Geschmack

Haferflocken, Sojaghurt, Sojamilch, Haselnüsse und Rosinen mischen. Über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Mit frischem Obst servieren.


Freitag, 12. April 2013

Freitag, 5. Oktober 2012

Schweizer Zopf

In der Schweiz gibt es sonntags Hefezopf zum Frühstück. Davon hat mir schon meine Schwester ganz begeistert vorgeschwärmt, nachdem sie bei einer Freundin zu Besuch war. Ich war lange auf der Suche nach einem guten Rezept und wurde dank Thetis endlich fündig, danke! :)
Den Zopf gab es bei mir am Mittwoch- Feiertag ist ja auch sowas wie Sonntag. Außerdem habe ich das Rezept veganisiert und der Zopf hat trotzdem einen schönen Glanz bekommen, ganz anders als mein erster Versuch mit einem anderen Rezept. Geflochten habe ich den Zopf nach dieser Anleitung. Die Optik ist noch etwas ausbaufähig. Irgendwie ist der Teig so "porig" auf der Oberfläche, das ist mir bei unveganen, deutschen Hefezöpfen noch nie passiert. Aber ob das wirklich am Ei im Teig liegt?




Rezept für einen Zopf:
500g Weizenmehl (550er oder eine Mischung aus 450g 550er Weizen und 50g 630er Dinkel)
1 TL Salz
15g Hefe
1 TL Agavendicksaft
1 TL Zucker
ca. 350ml lauwarme Soja-Reismilch
70g weiche Margarine

Mehl und Salz mischen. Milch erhitzen, bis sie lauwarm ist und dann Hefe, Agavendicksaft und Zucker darin auflösen. Zusammen mit der Margarine zum Mehl geben und gut verkneten. (Von Hand mindestenst 10 Minuten.)
Dann den Teig halbieren und nach der Anleitung zu einem Zopf flechten.
Den Zopf auf Backpapier legen, mit Milch einpinseln und zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Morgens den Zopf aus dem Kühlschrank holen, eine halbe Stunde gehen lassen und anschließend in den kalten Ofen stellen. Diesen auf 200°C einstellen und ca. 45-50 Minuten backen.