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Sonntag, 28. Juni 2015

Nicht fotogen, aber lecker: Erdbeer-Holunder-Süppchen mit Grießklößchen


Auch wenn ich weit entfernt von den "perfekten Foodblog-Foodfotos" bin, so sind mir schöne Bilder inzwischen doch ganz wichtig. Ich verbringe nicht viel Zeit mit dem Aufbau eines Fotosets oder dem Fotoshooting, ich mag's gern unkompliziert und mein Essen noch richtig heiß, nicht nur lauwarm. Trotzdem, eine gewisse Eitelkeit hat sich inzwischen eingestellt. Da bin ich nicht die Einzige.
Diese Suppe wollte sich einfach nicht schön fotografieren lassen. Und die Klößchen waren von Anfang an nicht besonders hübsch. Die Holunderblüten, die es für die Deko bräuchte, sind schon verblüht. Trotzdem war es SO lecker, dass ich das Rezept mit euch teilen möchte. Eitelkeit hin oder her. Überzeugt euch von den geschmacklichen Werten dieses leckeren Süppchens!
Das Rezept ist aus der Lust auf Genuss 05/2015. Ich hab es ein bisschen verändert und den Zucker reduziert. In das Süppchen kämen eigentlich ganze 80g, ich hab sie komplett gestrichen, die Süße des Sirups ist imho völlig ausreichend.

Erdbeer-Holunder-Süppchen mit Grießklößchen



Zutaten für 4 Portionen:

Für die Klößchen:

125 ml Milch
1 TL Bio-Zitronenabrieb
40g Butter
1/2 TL Salz
30g Hartweizengrieß (nächstes Mal besser 40g)
2 EL selbstgemachten Vanille-Zucker (alternativ etwas gemahlene Vanille zum Zucker)
1 Ei (Größe M)

zum Anbraten:
1 EL Butter
1 EL Puderzucker
1/2 Vanilleschote


Für das Süppchen:

300g Erdbeeren
100ml Holunderblütensirup (am besten selbstgemacht)
1 Bio-Limette
500ml trockener Weißwein (bei mir Johanniter, im Original Rosé, als alkoholfreien Ersatz Traubensaft nehmen)
2 EL Speisestärke
1 TL frisch geriebener Ingwer


Zubereitung:

Für die Klößchen Milch, Zitronenabrieb, Butter und Salz aufkochen. Den Grieß einrühren und ca. 5 Minuten lang quellen lassen. Das Ei unterrühren und den Teig etwas abkühlen lassen.

Die Erdbeeren waschen, putzen und in kleine Wüfel schneiden. Mit dem Sirup und 1 EL Limettenabrieb marinieren und 30 Minuten lang ziehen lassen.

Den Wein aufkochen lassen. In der Zwischenzeit die Limette auspressen, Saft mit Speisestärke verrühren. Die Speisestärke in den kochenden Wein geben und unter Rühren eine Minute kochen lassen. 
Den Wein mit dem Ingwe zu den Erdbeeren geben und dann abkühlen lassen. Ggf. in den Kühlschrank stellen. Die Suppe schmeckt kalt oder lauwarm.

Für die Klößchen reichlich gesalzenes Wasser aufkochen. Mit zwei Teelöffeln Nocken formen und die Klößchen ca. 4 Minuten lang gar kochen. 
Mit einem Schaumsieb aus dem Wasser nehmen und gut abtropfen lassen.

Vor dem Servieren die Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Klößchen hineingeben und goldbraun braten. Puderzucker und Vanille darüberstäuben und kurz karamellisieren lassen.

Das Süppchen in die Teller geben. Die Klößchen verteilen.

Erdbeer-Holunder-Süppchen mit Grießklößchen

Nach Möglichkeit mit Holunderblüten dekorieren.
Bei mir gab's dazu Erdbeerminze.


In den nächsten Tagen wird es hier ganz viele Erdbeerrezepte geben! Die Erdbeersaison neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und so hab ich noch ein paar Kilo Erdbeeren verarbeitet. ;-)


Dienstag, 12. August 2014

Kompott aus ofengerösteten Mirabellen und supercremiger Milchreis


Mirabellenkompott


In meiner Ökokiste von letztem Freitag waren wieder wunderschöne Mirabellen. Eigentlich wollte ich damit einen Mirabellenröster machen, ähnlich wie Frau Zii ihren Pfirsichröster macht. Allerdings war mein Thymian auf Grund meines schwarzen Daumens mal wieder eingegangen und ich konnte in meinem ollen Dorfedeka am Samstag keinen neuen Thymian auftreiben. Also gab's eben ofengeröstete Mirabellen mit ganz viel leckerer Vanille. Dazu supercremiger Milchreis (Trick 17: Den Milchreis mit Puddingpulver andicken, oh jaaa!).
Auch nicht schlecht. (Das ist tiefgestapelt, es war megalecker.)

Mirabellenkompott
Sind sie nicht wunderschön?
Mirabellenkompott


Für 3-4 Portionen Kompott braucht ihr:
500g Mirabellen
1/2 Vanilleschote
1-2 EL Zucker (je nach Säure der Mirabellen)

Mirabellen waschen, halbieren und entsteinen.
Vanilleschote längs halbieren, auskratzen.
Vanillemark mit Zucker zu den Mirabellen geben und mischen. Die Vanilleschoten dazu legen. Ca. 20 Minuten ziehen lassen.
Bei 180°C ca. 40 Minuten backen, bis die Mirabellen weich sind. Abkühlen lassen.

Mirabellenkompott




Für 4 große Portionen Milchreis braucht ihr:
160g Milchreis
1/3 TL Salz
2 EL Zucker
Vanille (ich habe die Schoten vom Kompott wiederverwendet)
1 Liter (Soja)Milch
20g Puddingpulver (Vanille)

Milchreis mit Salz, 1 EL Zucker und Vanille in einen Topf geben. Ca. 900ml Milch dazu gießen. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren aufkochen. Die Temperatur reduzieren, Deckel aufsetzen und dann ca. 30-40 Minuten weich kochen lassen, dabei immer wieder rühren.
Sobald der Reis den gewünschten Biss hat, die Temperatur wieder erhöhen. Puddingpulver mit 1 EL Zucker und der restlichen Milch verrühren. Sobald der Milchreis kocht, das Puddingpulver dazu geben und ca. 1 Minute lang unter ständigem Rühren kochen lassen. (Evtl. müsst ihr noch mehr Milch dazu geben, damit es nicht zu dick wird.)

Der Milchreis schmeckt warm und kalt.
Ich koche immer eine große Portion, einen Teil gibt es noch warm, den Rest fülle ich in Schraubgläser. Sobald er kalt ist, kommt das Kompott oben drauf, dann kommt der Deckel drauf und ab in den Kühlschrank.

Milchreis





Sonntag, 27. Juli 2014

Veganer Kirschauflauf

Eigentlich wollte ich einen Clafoutis backen. Die Suche nach einem eifreien Clafoutis gestaltete sich aber ziemlich schwierig. Viele Rezepte bestanden hauptsächlich aus viel Mehl und Flüssigkeit und sahen eher nach Kuchen als Clafoutis aus. Was einen Clafoutis aber ausmacht, ist ein fluffiger, leichter Teig. In mein nicht-veganes Standardrezept kommen viele Eier auf wenig Mehl. Ich stellte mir also einen Auflauf mit Seidentofu vor. Nach gefühlt ewiger Suche fand ich dieses Rezept, an diesem habe ich mich orientiert. Mein Auflauf hatte leider nicht wirklich etwas mit Clafoutis zu tun, schmeckte aber trotzdem richtig, richtig lecker und deswegen möchte ich das Rezept mit euch teilen.

veganer Kirschauflauf
für 2-3 Portionen braucht ihr:
200g Seidentofu
100g Vanille-Sojaghurt
120g Haselnussdrink
40g Zucker
1 Prise Salz
1 Msp. gemahlene Vanille
1 EL Maisstärke
30g Mehl (nächstes Mal vermutlich: 40g)
1/2 TL Backpulver
250g Kirschen
Puderzucker

Seidentofu mit Vanille-Sojaghurt und Haselnussdrink pürieren. Zucker, Salz und Vanille unterrühren. Mais, Mehl und Backpulver ebenfalls unterrühren.
Den Teig in eine Aufflaufform geben, die Kirschen gleichmäßig verteilen.
Bei 190°C ca. 40-50 Minuten backen.
Den Auflauf etwas abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben. Lauwarm oder kalt servieren. Genießen.

veganer Kirschauflauf

Samstag, 26. April 2014

Struwen ~ Hefepfannkuchen mit Rosinen

Hefepfannkuchen wollte ich schon eeeewig einmal backen und letzten Freitag machte ich dann Nägel mit Köpfen. Passenderweise entschied ich mich, Struwen zu backen. Struwen ist ein westfälisches Gericht, das traditionell am Karfreitag serviert wird. Bislang hatte ich noch nie davon gehört- und ihr?
Ich denke aber nicht, dass es Struwen erst wieder nächstes Jahr geben wird, dafür waren sie viel zu lecker!
Bei uns gab es die Struwen als Hauptmahlzeit, aber ich könnte sie mir auch gut als "Beilage" zu Kartoffel-oder Linsensuppe vorstellen. Ich steh ja total auf solche Kombinationen, ich glaube, das habe ich schon das ein oder andere Mal erzählt. ;-)
Struwen ~ Hefepfannkuchen mit Rosinen


Für 2-3 Portionen:
210ml Milch (bei mir: ungesüßte Mandelmilch)
20g frische Hefe
1 EL Zucker
250g Mehl
1 Prise Salz
3 EL Apfelmus (alternativ: 1 Ei)
80g Rosinen
Bratöl
optional: Zimt und Zucker

Milch leicht erhitzen. Den Zucker und die Hefe darin auflösen. Mit Mehl und Salz vermischen. Das Ei dazu geben und verkneten. (Bei mir im Thermomix, geht aber natürlich auch von Hand.) Die Rosinen unterkneten.  Der Teig wird etwas weicher als "normaler" Hefeteig, also nicht wundern, das soll so!
Den Teig ca. 1 Stunde lang gehen lassen.
In einer beschichteten Pfanne 2-3 El Bratöl erhitzen,  dann mit Hilfe zweier Esslöffel, runde Plätzchen in die Pfanne setzen und ausbacken.
Nach Geschmack mit Zimt und Zucker servieren.


veganisiert nach einem Rezept von Chefkoch

Montag, 3. Juni 2013

Blaubeer-Gschmoris (Zwieback-Pfannkuchen)

Früher gab es bei meiner Uroma Gschmoris immer mit (frischen) Kirschen (statt Blaubeeren) und einer Vanillesauce als süße Hauptspeise. Bei mir gab es das Gschmoris zum Frühstück, deswegen habe ich einfach ein wenig Ahornsirup darübergeträufelt. Ich habe keine Ahnung, wie man "Gschmoris" ins Hochdeutsche übersetzen könnte. ;-) Unter einen dicken Pfannkuchenteig (ähnlich wie Kratzede) wird zerbröselter Zwieback gemischt.



Für 4 Pfannkuchen:
1 Ei
1,5 EL Mehl
3 TL Zucker
1 Prise Salz
Milch
5 Scheiben Vollkorn-Zwieback
1 Handvoll Blaubeeren
Butter oder Bratöl

Ei trennen. Eigelb mit Mehl, Zucker und Salz verrühren. So viel Milch hinzufügen, dass ein dickflüssiger Teig entsteht. (Der Teig darf auf keinen Fall so dünn wie normaler Pfannkuchenteig sein!) Teig eine halbe Stunde quellen lassen.
Zwieback fein zerbröseln. (Geht am besten in einer Gefriertüte mit dem Wallholz.) Unter den Teig mischen.
Eiweiß steif schlagen, vorsichtig unter den Teig heben.
In einer Pfanne Butter bei mittlerer Hitze erhitzen. Teig mit einer Schöpfkelle in die Pfanne geben, Blaubeeren darauf verteilen und leicht eindrücken.

Donnerstag, 21. Februar 2013

Apfel-Zimt-Grießbrei

Vor Jahren gab es von Bauck-Hof einen ganz phantastischen Apfel-Zimt-Grießpudding. Als ich am Wochenende im Biosupermarkt getrocknete Apfelringe sah, musste ich wieder daran denken und habe deswegen versucht, den Pudding nachzukochen. Er schmeckt wirklich toll, die Apfelstücke machen sich ganz wunderbar im Grießbrei, Zimt liebe ich eh und von der Mandelmilch von Provamel bin ich auch schwer begeistert (Anmerkung: Inzwischen gibt es auch Mandelmilch von Alnatura). Wenn ihr es gerne süß mögt, könnt ihr noch etwas Zucker in den Brei geben.



Für 2-3 Portionen:
750ml Mandelmilch
80g Weizengrieß
ca. 50g getrocknete Apfelringe
1 Prise Salz
1 Prise gemahlene Vanille
1 TL Zimt

Die Apfelringe in kleine Stücke schneiden. Zusammen der Mandelmilch, der Vanille und dem Salz aufkochen. Dann Grieß und Zimt unterrühren. Ca. 2 Minuten köcheln lassen.
Nach Belieben mit Apfelmus servieren. Schmeckt warm und kalt.

Sonntag, 24. Juni 2012

Rohrnudel mit Schokosirup

Dieser Schokosirup von Carola stand schon lange auf meiner "Nachkoch-Liste". Er ist mindestens so lecker, wie ich ihn mir vorgestellt habe!
Dazu gab es wunderbar fluffige Rohrnudeln mit Karamelfuß und Mangofruchtsauce (von Alnatura- ein Teil der Sauce wird nämlich verschenkt und die Flasche ist perfekt dafür!)

Photobucket

Rezept für den Schokosirup (ca. 400ml):
300g Rohrohrzucker
125ml frisch gekochter Kaffee
50ml Wasser
50g Kakaopulver
1/2 TL Salz
25g Zartbitterschokolade
Mark einer 1/2 Vanilleschote

 Alle Zutaten in einen Topf geben und mischen. Auf mittlerer Hitze einmal aufkochen lassen, dabei die ganze Zeit umrühren, damit nichts anbrennt. Ca. 10 Minuten köcheln lassen. (In Carolas Rezept wird der Sirup nur aufgekocht. Mir war er direkt nach dem Aufkochen noch zu flüssig.)
Den Sirup in eine ausgekochte Flasche stellen und im Kühlschrank aufbewahren.
Hält angeblich mehrere Wochen.




Rezept für 5 Rohrnudeln:
250g Mehl (405er)
1/2 TL Salz
ca. 60ml Milch, lauwarm
10g Hefe, frisch
1/2 EL Zucker
1 Ei
40g Butter + Butter für die Form
1-2 EL brauner Zucker


Mehl und Salz mischen. Milch erwärmen, mit Zucker und Hefe mischen und so lange rühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Mit Butter und Ei zum Mehl geben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Mindestens 1 Stunde lang gehen lassen.
Eine Auflaufform/Kastenform mit Butter einfetten. Mit braunem Zucker ausstreuen.
Den Hefeteig in 5 Teile teilen, zu Kugeln formen und in die Form setzen.
20 Minuten gehen lassen.
Dann in den kalten Ofen stellen, diesen auf 175°C vorheizen und ca. 30-40 Minuten backen.
Evtl. müsst ihr die Rohrnudeln mit Alufolie bedecken.

Montag, 15. August 2011

Crêpes mit Brombeeren

Seit gestern bin ich die glückliche Besitzerin einer Edelstahl-Antihaft-Pfanne und eines Crêpes-T-Dingsbumms.
Ich liebe Crêpes sehr, ich mag sie viel lieber als die fettigen, dicken deutschen Pfannkuchen! In meinen Teig kommt keinen Zucker, so dass man sie auch herzhaft füllen kann! Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, ich liebe meine Crêpes gefüllt mit Käse, verschiedenem gebratenen Gemüse, Ziegenfrischkäse, Salat, frischem Obst, Pflaumenmus, Schokolade, ...) Heute gab es sie aber ganz simpel, mit heißen Brombeeren und mit Zucker und Zimt gefüllt.

Photobucket

Zutaten für 5-6 dünne Crêpes:

2 Eier
100g Mehl
80ml Milch
1 Prise Salz
1 Schluck Mineralwasser
25g Butter + Butter zum Ausbacken

Eier, Mehl, Milch und Salz verrühren. Etwa eine Stunde quellen lassen. Dann die Butter in einer Pfanne schmelzen und mit dem Mineralwasser unter den Teig rühren.
In einer Pfanne sehr wenig Butter erhitzen, Teig hineingeben und mit Hilfe des T-Dings verstreichen. Wenden, befüllen, einklappen, genießen.


Mittwoch, 3. August 2011

Rohrnudeln mit Zwetschgen-Zimt-Füllung

Heute gab es auf dem Markt die ersten Zwetschgen aus der Region, ein Traum!



Rezept für 5 Nudeln:
250g Mehl
30g +2 EL Zucker
1 Prise Salz
50g Butter
ca. 75ml lauwarme Milch
1/4 Würfel Hefe
1 Ei
ca. 5 Zwetschgen
Zimt

Mehl, Zucker, Salz mischen. Milch erwärmen, Hefe darin auflösen. Zusammen mit 40g Butter und dem Ei zur Mehlmischung geben. Ca. 5 Minuten kneten, bis ein elastischer Teig entsteht. Für ungefähr 1,5 Stunden gehen lassen.
Zwetschen entsteinen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Mit 1 EL Zucker und Zimt (Menge nach Geschmack) vermischen.
Eine Kastenform buttern und einen EL Zucker auf dem Boden verteilen. (Gibt ne leckere, karamellige Kruste!)
Teig in 5 gleich große Stücke zerteilen. Flache Fladen formen und mit Zwetschgen füllen. Gut verschließen und mit der Naht nach unten in die Kastenform setzen. Noch mal 15 Minuten gehen lassen, dann in den noch kalten Ofen stellen, diesen auf 175°C einstellen und für ca. 30-35 Minuten backen. Evtl. nach 20 Minuten die Rohrnudeln mit Alufolie bedecken, damit sie nicht verbrennen.

Dazu passt Vanillesauce/Vla.

Mittwoch, 16. März 2011

Quarkkeulchen

Quarkkeulchen schwirrten mir schon eine halbe Ewigkeit im Kopf herum!
Die gab es bei meiner Oma meistens in herzhafter Form, aus Kartoffelbrei vom Vortag mit frischen Kräutern. Aber bei mir musste es heute süß sein! ;-)
Im Internet fand ich, wie eigentlich fast immer, kein Rezept, dass mich überzeugte- für mich haben Rosinen nichts darin zu suchen und außerdem war mir bei fast allen Rezepten der Mehlanteil zu hoch und der Quarkanteil zu gering. Und bei mir hat es auch ohne viel Mehl"kleber" geklappt, die Keulchen waren ganz wunderbar fluffig-weich, ein Traum! Dazu gibt es ja klassischerweise Apfelmus, ich hatte aber nicht mehr genug Äpfel da, aber auch so hat es wunderbarst geschmeckt!



Rezept für 10 Quarkkeulchen:
300g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
200g Magerquark
1 Ei
50g Mehl
30g Zucker
1 Prise Salz
Schale einer halben Bio-Orange (alternativ: Zitrone)

Mehl für die Hände
Bratöl
Zimt und Zucker

Die Kartoffeln kochen und anschließend pellen. Abkühlen lassen und dann mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. Die restlichen Zutaten dazu geben und ordentlich verkneten. Hände bemehlen und "Burger" formen. Öl in der Pfanne erhitzen und die Keulchen darin ausbacken.
Mit Zimt und Zucker bestreut servieren.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Vegane Waffeln mit Apfelmus

Experiment vegane Waffeln geglückt, hurra!



Rezept für 4 Waffeln:
60g Magarine
1 schwach gehäufter Löffel Zucker
130g Mehl
1,5TL Sojamehl
1,5TL Backpulver
2TL Vanillezucker
60ml Reismilch
60ml Mineralwasser
Sonnenblumenöl

Magarine und Zucker schaumig schlagen. Reismilch dazu geben, verrühren. Die trockenen Zutaten vermischen, schnell unterrühren. Das Mineralwasser ebenfalls unterrühren. Eventuell noch etwas mehr Reismilch dazu geben, bis ein zäher, nicht zu flüssiger Teig entsteht.
Das Waffeleisen zu Beginn mit etwas Sonnenblumenöl bepinseln und die Waffeln ausbacken.

Dazu gab es Apfelmus. Dafür dämpfte ich 5-6 geschälte, geviertelte Äpfel im Thermomix, ca. 15 Minuten auf Varoma-Stufe. Danach pürieren und nach belieben zuckern.
Durch das Dämpfen behält das Apfelmus seine schöne gelbe Farbe und wird nicht braun.

Freitag, 10. September 2010

Quark-Rohrnudeln auf Nektarinen gebacken

So, nach längerer Pause auch mal wieder ein Rezept von mir.
Einige von euch wissen ja schon, dass ich momentan sehr im Stress bin, ich habe viel gearbeitet, hatte eine Woche Besuch von einer lieben Freundin und zwischendurch musste ich immer wieder in die über 300km entfernte Unistadt fahren zwecks Wohnungssuche und wo jetzt zumindest das angehakt ist, geht es nächste Woche auch schon wieder hin, zur Einschreibung. Nebenbei wird der Umzug geplant, das ist ja auch immer ein logistisches Abenteuer, gerade jetzt, wo ein Teil meiner Möbel und Bücher wieder zu meinen Eltern muss, da im neuen Zimmer dafür kein Platz sein wird.

Aber nun gut. Gestern war ich viel zu faul einkaufen zu gehen, also wurde nach einen fixen Blick in den Kühlschrank kurzerhand dieses Gericht zusammen gebastelt. Eigentlich bin ich ja eher der herzhafte Soul-Food-Typ, aber diese Rohrnudeln sind es definitiv wert, in die Liste meiner Lieblingsgerichte aufgenommen zu werden! :-)




Rezept für 4 "Nudeln":

300g Mehl (405er)+ Mehl zum bestäuben
80g Magerquark
1 Ei
15g frische Hefe
1 EL Zucker
1 Prise Salz
lauwarme Milch (wenig)
1 Nektarine
ca. 50g Butter
2-3EL braunen Zucker

Trockene zutaten mischen. Quark und Ei dazu geben.
Hefe in lauwarmer Milch auflösen. (Lieber erst mal wenig Milch nehmen, vielleicht 50ml, der Teig wird schnell pampig und braucht sonst viel mehr Mehl!)Zu einem Hefeteig verarbeiten, ordentlich kneten.
In einer Schale in den Ofen stellen, ca. 1-2 Stunden gehen lassen. (Wie immer gilt: je länger, desto besser.)
Dann zu 4 gleich großen Brötchen formen, noch mal etwas gehen lassen.
In der Zwischenzeit eine Kastenform ordentlich buttern.
1 Nektarine schnitzen mit 2 el braunem Zucker auf dem Boden der Kastenform verteilen.
Die Brötchen darauf setzen, noch mal einige Minuten gehen lassen oder in den kalten Ofen geben.
Mit etwas Milch bestreichen. Ca. 25-35 Minuten backen bei 180°. Nach ca. 15 Minuten ein paar Butterflöckchen darauf verteilen.
Noch heiß genießen.


Montag, 21. Juni 2010

Mohnschmarrn

Und ich schmeiße gleich noch ein Mohnrezept hinterher, auch wenn es etwas älter ist. Ich liebe Pfannkuchen sehr, auf alle erdenklichen Arten, ob hauchdünn mit Buchweizenmehl, herzhaft gefüllt oder luftig-leicht wie dieser Schmarrn. Unglaublich, wie viel so ein steif geschlagenes Ei ausmachen kann. Da ich vom Backen des Kuchens noch ein Ei und etwas Mohn über hatte, gab es diesen leckeren Schmarrn. Die Inspiration für das Rezept hatte ich aus den "Pfannkuchen & Crepe" von GU, ich konnte aber nicht anders, und habe es nach meinen Wünschen abgeändert. Ich hatte kein Mohnback da und habe einfach gemahlenen Mohn verwendet. Ausserdem wird der Schmarrn im Orginalrezept mit Zwetschgen-Röster serviert, die haben momentan ja noch keine Saison, also habe ich einfach ein Glas selbst gemachtes Fruchtmus aufgemacht. Ich könnte mir den Schmarrn auch sehr gut mit Orangenzesten im Teig und Orangenfilets als Beilage vorstellen.



Rezept (für ein-zwei Schmarrn, je nach Pfannengröße ,bei mir wurden es anderthalb):

1 Ei, getrennt
1 EL Zucker
70g Mehl (ich habe 550er verwendet)
80ml Milch
ca. 40ml Mineralwasser
40g Mohn, gemahlen
1 Prise Salz
Butter oder neutrales Pflanzenöl.

Mehl mit Mohn und Zucker mischen. Milch und Eigelb verrühren, ca. 20min stehen lassen.
Eiklar mit 1 Prise Salz steif schlagen. Unterdessen Mineralwasser unter den Teig rühren, bis er eine dickflüssige Konsistenz hat. Er sollte auf keinen Fall zu dünn sein. Eischnee vorsichtig unterheben.
In einer beschichteten Pfanne Fett erhitzen und den Mohnschmarrn darin ausbacken. Nach dem wenden mit dem Pfannenwender vorsichtig in Stücke reissen.

Sonntag, 15. November 2009

Rohrnudel mit Kirschen und Vanillesoße


Für dieses Gericht würde ich alles stehen und liegen lassen. Und das, obwohl ich eigentlich ein Fan herzhafter Gerichte bin. Aber sobald der Duft durch die Wohnung zieht, kann ich es kaum abwarten, bis ich endlich in den lecker-luftig-süßen Teig beissen kann... da verbrenne ich mir auch schon gerne mal den Mund.
Bei meinen Eltern gab es immer "Dampfnudeln", die wurden auf dem Herd in einer Pfanne mit Deckel gegart, darunter ein "Milchfuß" aus Milch, Butter und Zucker. Leider habe ich in meiner Studentenbude keine entsprechende Pfanne mit Deckel, so musste ich auf den Milchfuß verzichten und aus Dampfnudeln wurden eben Rohrnudeln. Lecker waren sie aber trotzdem, genau das richtige für einen Sonntagabend!





Zutaten für 3 "Nudeln", reicht für 2 Personen:

220g Mehl
1 Ei
50g Butter
80ml lauwarme Milch
ca. 5-10g frische Hefe
1 Prise Salz
30g Zucker


Zubereitung:


Hefe in Milch auflösen und aus den Zutaten (nur die Hälfte der Butter verwenden!) einen Hefeteig kneten.
Ca. 40-50 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Wenn ihr den Teig länger gehen lasst, empfiehlt es sich, nur 5 g Hefe zu nehmen.

Den Teig dreiteilen und kleine Brötchen formen.

Die restliche Butter schmelzen die Brötchen darin wenden. In eine kleine Auflaufform (ich hatte eine etwas höhere, runde) die übrig gebliebene Butter geben, die Brötchen hineinsetzen und für weitere 15-20min gehen lassen.
Dann im auf 180°C vorheizten Backofen für 20-25min backen. Evtl. muss nach ca. 15 Minuten Backzeit ein Deckel auf die Form gesetzt werden, weil die Nudeln sonst zu dunkel werden.

Dazu passen Vanillesoße und allerlei frische oder eingemachte Früchte.