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Donnerstag, 28. Juli 2016

Stachelbeerchutney

Ich mag die wunderbar süß-sauren Stachelbeeren sehr. Nicht nur in Kuchen oder meinem morgendlichen Porridge, sondern auch herzhaft, wie in Form dieses Chutneys.

Stachelbeeren

Ich fand zuerst dieses Rezept bei der Brigitte, allerdings störten mich die verwendeten Gewürze. Dann wurde ich aber bei Julia fündig, von der ich das Rezept dann übernommen habe. Ausnahme waren: Noch mehr Gewürze und Apfel statt Speisestärke zum Andicken. Äpfel enthalten nämlich natürliches Pektin und das sorgt dafür, dass das Chutney geliert. Eine wunderbare natürliche Lösung!
Und bitte keine Sorge, wenn das Chutney während des Kochens nicht gut riecht. Heißer Essig stinkt ganz fürchterlich. Das Chutney schmeckt dann aber wunderbar!
Es passt toll zu gegrilltem Gemüse, Käse oder Tofu.


Stachelbeerchutney



Stachelbeerchutney
(leicht verändert nach German Abendbrot)


Zutaten für ca. 4 Gläser à 220 ml

650 g Stachelbeeren
1 Zwiebel (ca. 80 g)
1 Schalotte (ca. 60 g)
2 frische Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück Ingwer
etwas Öl zum Braten
1 Lorbeerblatt
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Asafoetida (Ich hatte nur "verschnittenes", das auch Bockshornklee enthielt)
2 TL gelbe Senfkörner
200 g Rohrohrzucker
150 ml Weißweinessig
1 Apfel


Zubereitung

Die Stachelbeeren waschen und die harten Stilenden entfernen.
Die Zwiebel und die Schalotte fein hacken. Knoblauch ebenfalls fein hacken. Ingwer schälen und fein reiben.

In einem Topf etwas Öl erhitzen. Die Zwiebel darin andünsten, bis sie glasig wird. Dann Knoblauch, Ingwer und die Gewürze dazu geben und 2-3 Minuten anrösten. Dann den Zucker dazu geben und so lange rühren, bis er sich aufgelöst hat. Nun die Stachelbeeren und den Essig dazu geben. Ca. 15 Minuten sachte köcheln lassen.
In der Zwischenzeit den Apfel vierteln, das Kerngehäuse entfernen und dann in kleine Stücke schneiden. Den Apfel zum Chutney geben. Mindestens weitere 15 Minuten köcheln lassen, bis das Chutney andickt. Probiert das Chutney und fügt ggf. noch mehr Essig oder Zucker dazu.
Dann das kochende Chutney in Twist-off-Gläser füllen und sofort verschließen.

Stachelbeerchutney

Sonntag, 3. Juli 2016

Erdnuss-Ingwer-Sauce zu Sommerrollen

Diese Erdnuss-Ingwer-Sauce brachte eine Kollegin vor einiger Zeit zum Geburtstagsmittagessen einer anderen Kollegin mit. So köstlich, ich hätte mich reinlegen können! Deswegen musste ich die Sauce natürlich schnellsmöglich nachkochen. Ich stelle sie mir nicht nur gut vor als Dipp zu Sommerrollen vor, sondern auch als Salatdressig oder über gebratene Nudeln.

Erdnuss-Ingwer-Sauce


Das Originalrezept ist von Minimalist Baker, ich habe es aber etwas verändert und von allem, außer von der Erdnussbutter, mehr genommen. Am besten ihr nehmt mein Rezept als Grundgerüst und schmeckt euren Dipp dann nach eurem Geschmack ab. Mein Rezept war ausreichend für ca. 20 - 25 Sommerrollen.
Falls ihr eine Anleitung für Sommerrollen braucht, klickt hier. In dem Rezept erzähle ich übrigens, dass ich kein Fan von Erdnusssauce bin. Oh, wie sich der Geschmack ändern kann.


Sommerrollen

Erdnuss-Ingwer-Sauce

(nach Minimalist Baker)


Zutaten

100 g Erdnussbutter (bei mir 50 g crunchy und 50 g creamy)
3 cm Ingwer
1 Knoblauchzehe
1-2 Limetten
2-3 EL Sojasauce
2 EL Ahornsirup
Chiliflocken (Menge nach Geschmack)
heißes Wasser


Zubereitung 

Erdnussbutter in eine Schale geben. Ingwer schälen und fein reiben. Knoblauch schälen und pressen. Zur Erdnussbutter geben.
Limette pressen. De Saft zusammen Sojasauce und Ahornsirup zur Erdnussbutter geben. Alles vermengen, einige EL heißes Wasser dazu geben (nach und nach, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, ich mag meine Sauce recht dickflüssig) und glatt rühren. Die Chiliflocken dazu geben. Ggf. mit mehr Limettensaft/Sojasauce/Ahornsirup abschmecken.

Erdnuss-Ingwer-Sauce

Mittwoch, 16. September 2015

vegetürkisch: Auberginen-Joghurt-Creme

Was der Kohl für die deutsche Küche ist, ist die Aubergine für die türkische. So zumindest mein Empfinden. In der Tat ist Aubergine ("patlıcan") sogar das einzige türkische Wort, das ich kenne. ;-) 
Bei unserem türkischen Abend durfte also auch ein Gericht mit Auberginen nicht fehlen. Entschieden habe ich mich für diese feine Auberginen-Joghurt-Creme mit Walnüssen. Einfach gemacht und wirklich sehr, sehr lecker.

Auberginen-Joghurt-Creme



Zutaten für eine große Schale (ca. 600ml):

2 Auberginen (ca. 600g)
2 Knoblauchzehen
100g Walnusskerne
Saft einer Zitrone
2 EL bestes Olivenöl
200g Joghurt (am besten mit 10% Fett)
Salz, Pfeffer


Zubereitung:

Auberginen waschen, rundherum mehrmals einstechen. Ich nehme dazu einen Kartoffelpiekser, mit einer Gabel geht's aber auch.
Im Ofen, am besten auf der obersten Schiene, bei 220°C für ca. eine Stunde lang garen. Dabei nach 40 Minuten einmal wenden. Die Aubergine sollte am Ende vollkommen weich sein.
Aus dem Ofen nehmen, dann mit einem scharfen Messer halbieren und mit Hilfe eines Löffels das Fruchtfleisch herauskratzen. Das Fruchtfleisch grob hacken, in ein Sieb gegeben und kurz abtropfen lassen.

Knoblauch schälen, zusammen mit Walnüssen, Zitronensaft und Öl im Mixer/Thermomix grob pürieren. Die Auberginenstücke dazu geben und ganz kurz durchmixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zugedeckt für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
Mit Joghurt mischen, noch einmal abschmecken.

Passt zu Fladenbrot, aber auch zu Dinkelvollkornbrot war es sehr lecker!


Auberginen-Creme

Montag, 17. August 2015

Armins fruchtig-scharfe Grillsauce mit gebackenen Auberginen

Wer ist Armin, fragt ihr euch jetzt vielleicht? Kein bekannter Koch, kein Blogger, sondern mein Onkel. ;-) Ich komme aus einer sehr kochbegeisterten Familie und als ich neulich bei meinem Onkel und seiner Familie zu Besuch war, hat er mir seine neuste Küchenkreation zu probieren gegeben. Und mir dann das Rezept diktiert und mich gebeten, das Rezept mit meinen Bloglesern zu teilen- mit namentlicher Erwähnung. Dieser Bitte komme ich natürlich gerne nach, denn gute Rezepte müssen geteilt werden!
Armin, wenn du das jetzt liest, es hat uns sehr gut geschmeckt! Mercy un gern nomol!




Die Sauce war tatsächlich so lecker, dass ich plane, noch mal eine große Portion zu kochen und dann einzuwecken. Tomaten und Paprika sind gerade ohnehin im Überfluss vorhanden. Die Sauce schmeckt warm, aber auch kalt. Zu Gemüse, zu Tofu, sicher auch zu Käse oder Fleisch. Oder einfach auf geröstetes Brot. Super!
Die Aprikosen hab ich so zum Spaß dazugeworfen, die Sauce schmeckt aber auch ohne. Oder mit Rosinen statt Aprikosen.
Ihr braucht für das Rezept unbedingt einen guten Mörser. Aus den Gewürzen und dem Knoblauch wird nämlich eine Paste herzgestellt. Ich vermute, dass man aber auch eine Küchenmaschine verwenden kann.
Das verwendete Piri-Piri sind Chiliflocken, die eine angenehme Schärfe haben. Ich finde beim googeln nur die Information, dass Piri-Piri extrem scharf sein soll. Am besten, ihr geht ins Gewürzgeschäft und lasst euch beraten. Mit frischer Chili geht es sicher auch!



Bei uns gab's die Sauce mit im Ofen gebackenen Auberginen, Reis und einem Klecks Joghurt. Sehr fein.


Zutaten für zwei Portionen:

2 grüne Paprika (oder 4 Spitzpaprika)
2 mittelgroße Zwiebeln 
1 Stück (ca. 5cm) Lauch
1 Handvoll Selleriegrün
1,2 kg vollreife Tomaten
8 getrocknete Aprikosen, in Streifen
2 EL Olivenöl 
1 EL Zucker
2 TL Kreuzkümmel
1 TL Piri-Piri (oder andere, nicht zu scharfe Chiliflocken)
10 Zehen Knoblauch
2 TL Salz
4 EL Zitronensaft
2 EL Balsamico
ggf. Wasser und Speisestärke


Zubereitung:

Paprika in in dünne, ca. 3cm lange Streifen schneiden.
Die Zwiebeln halbieren und die Hälften längs dritteln, dann in feine Streifen schneiden.
Lauch ebenfalls längs halbieren und in feine Streifen schneiden.
Selleriegrün hacken. Es sollte ungefähr 2 EL gehacktes Selleriegrün ergeben.
Die Tomaten halbieren, den Strunk entfernen und in ca. 1x1cm große Stücke hacken.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Bei mittlerer Hitze Paprika, Zwiebeln, Lauch und Selleiegrün andünsten, bis die Zwiebeln und Paprika weich sind. Zucker dazu geben und karamellisieren lassen.

Während die Gemüsemischung auf dem Herd brät, aus Kreuzkümmel, Chiliflocken, Knoblauch und Salz im Mörser eine Paste herstellen.
Die Paste zum Gemüse geben, so lange mitbraten, bis sie zu duften geginnt. Dann die Tomaten und Aprikosen dazu geben und aufkochen lassen. Ca. 30 Minuten sachte köcheln lassen. 

Zitronensaft und Essig dazu geben. Mit Salz und Zucker abschmecken. Die Sauce sollte süß-säuerlich schmecken, die Menge des Zuckers hängt von euren Tomaten ab.

Wer mag, kann die Sauce noch mit etwas in Wasser aufgelöster Speisestärke verdünnen. (Darauf habe ich verzichtet.)



Für die Auberginen braucht es nur 3 Zutaten, deswegen gibt's auch kein Rezept.
Auberginen halbieren, einritzen. Rundherum mit Olivenöl einpinseln, mit Meersalzkristallen bestreuen. Bei 210°C ca. 20 Minuten backen.


Mittwoch, 15. Juli 2015

Ein orientalischer Sommernachtstraum: Persischer Safran-Knusperreis mit Borani


Wart ihr schon mal auf einem Running Dinner? Nein? Das geht so: Man kocht zu zweit eine Vorspeise und bekommt Besuch von vier anderen Menschen, mit denen man dann gemeinsam isst. Für die Hauptspeise geht es dann weiter zu neuen Leuten. Und das Dessert isst man wieder wo anders. Eine ziemlich nette Sache, bei der man nette Leute kennen lernen kann. (Ich hab mal bei einem Running Dinner mitgemacht, da gab es u.a. diese Suppe. Aber ich schweife ab.)
So etwas ähnliches gibt es heute bei mir auf dem Blog. Ich serviere euch die Hauptspeise. Die Vorspeise gibt's bei Laura, das Dessert bei Carla. Ausgedacht hat sich das Ganze Dorothée von bushcooks kitchen, die das monatliche Blogevent bei Zora ausrichtet. Liebe Dorothée, vielen Dank für die schöne Idee!

Blog-Event CX - Flotter Dreier (Einsendeschluss 15. Juli 2015)

Ich bin froh, zwei so tolle "Mitköchinnen" gefunden zu haben. Wahrscheinlich kennt ihr sie schon, sowohl Laura als auch Carla waren schon mal bei mir zu Besuch. Wir haben alle einen sehr ähnlichen Geschmack und so war das Motto auch recht schnell gefunden: Orientalisch! Natürlich vegetarisch.


Unser Menü, ein orientalischer Sommernachtstraum:


Vorspeise: Gemüse-Salat mit Hummus

Hauptgang: Persischer Safran-Knusperreis mit Spinat-Borani

Dessert: Joghurttörtchen mit Walnuss-Feigen-Boden




Toll, oder? 
Nur zu gern hätte ich mich nicht nur virtuell von Laura und Carla bekochen lassen!


Zu meinen ausgewählten Gerichten:




Der Safran-Knusperreis und das Borani sind beides Gerichte aus dem Iran, gefunden habe ich beide Rezepte in Vegan Oriental.
Der Safran-Knusperreis (der laut meinen Recherchen wohl Tahdig heißt) darf bei keinem persischen Essen fehlen (und nachdem ich ihn gekostet habe, verstehe ich warum!).
Das Borani kann sowohl als Vorspeise als auch als Beilage gegessen werden und ist einfach nur köstlich! Wie im Buch vorgeschlagen, habe ich es mit Walnüssen und Rosinen verfeinert. Ein wirklich schnell gekochtes Mezze-Gericht, das man auch mit anderen Gemüsen wie zum Beispiel Auberginen zubereiten kann. (Das werde ich. Am liebsten gleich morgen!)



Knusperreis


Persischer Safran-Knusperreis (Tahdig):

Zutaten für 4 Portionen:

300 g Basmatireis
6 EL Öl
1 TL Salz
1 TL Safran
1 TL Zucker
4 mittelgroße Kartoffeln

Den Basmatireis gut waschen.
In einem Topf 2 EL Öl erhitzen, den Basmatireis anschwitzen, bis er glasig wird. Mit 500ml Wasser ablöschen, Salz dazugeben. Mit einem sauberen Geschirrtuch bedecken und dann den Deckel aufsetzen. Aufkochen lassen, dann die Temperatur reduzieren.
So lange kochen, bis nur noch ein bisschen Flüssigkeit im Topf ist, das dauert ca. 10 Minuten.
In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden.
Den Safran zusammen mit dem Zucker in die Gewürzmühle geben und fein mahlen. In eine Schale füllen und die Safran-Zucker-Mischung in 50 ml Wasser auflösen.
Das restliche Öl (4 EL) in eine beschichtete Pfanne (mit Deckel!) geben. Die Kartoffeln darauf auslegen. Mit dem Safran-Wasser übergießen. Den Reis darauf verteilen und glatt streichen. Wieder ein Tuch über die Pfanne legen, dann mit dem Deckel verschließen.
Bei niederer Hitze ca. 40 Minuten lang garen. Nach ca. 30 Minuten nachschauen, ob die Kartoffeln schon Farbe angenommen haben. Falls nicht, die Temperatur etwas hochschalten.


Borani


Spinat-Borani

Zutaten für 4 Portionen:
 
500 g Spinat (bei mir TK, frischer geht natürlich auch)
1 EL Öl
2 EL Walnüsse, grob gehackt
500 g (Soja)Joghurt
ggf. Zitronensaft
2 EL Rosinen
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

Den Spinat in einem EL Öl anbraten, bis er aufgetaut ist (oder zusammenfällt, wenn ihr frischen verwendet).
Auf einem Teller verteilen und abkühlen lassen.
Die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
Joghurt in eine Schüssel geben. Spinat unterrühren. Wenn ihr Sojaghurt verwendet, etwas Zitronensaft dazu geben.
Die Walnüsse und die Rosinen (bis auf ein paar zur Deko) unterrühren. Den Knoblauch dazupressen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.






Sonntag, 5. Juli 2015

Erdbeerketchup


Erdbeerendspurt ist angesagt! 

Erdbeeren


Ich hab vor einigen Tagen eine ganze Steige Erdbeeren verarbeitet und unter anderem Erdbeerbier gebraut (ohne Ingwer find ich es leckerer!), eine Torte gebacken und diesen Erdbeerketchup gekocht. Ach ja, und das Erdbeersüppchen aus dem letzten Posts gab's auch noch. 
Der Erdbeerketchup ist, wie alle anderen Rezepte auch, aus der Lust auf Genuss 05/2015. Ich glaube, ich hab aus keiner anderen Kochzeitschrift schon so viel nachgemacht, selbst die Kochbücher, auf die das zutrifft, kann ich an einer Hand abzählen. ;-) Der Erdbeer-Flammkuchen und der Erdbeer-Hugo sind auf daraus. Eine wirklich gelungene Ausgabe!

Aber kommen wir auf den Erdbeerketchup zurück. Der ist wirklich toll! Er schmeckt schön fruchtig, würzig und ein bisschen schaaarf (was an meiner ziemlich scharfen Chilischote lag). 
Ich habe eine recht große Portion gekocht und dann eingefroren. Im Ketchup ist nämlich, im Vergleich zu anderen Ketchups, recht wenig Zucker und ich hatte Bedenken wegen der Haltbarkeit. Einfrieren in Gläsern ist überhaupt kein Problem, falls da jemand bedenken haben sollte. 
Der Ketchup schmeckt supergut zu gegrilltem Gemüse, im Originalrezept ist er Beilage zu einem gegrillten Fleisch. Aber auch zum Abschmecken von Gazpacho oder ähnlichem stelle ich ihn mir super vor!
Also, lauft schnell aufs Erdbeerfeld und legt einen Erdbeerendspurt ein!

Erdbeerketchup


Zutaten für ca. 1l Ketchup:

6 Schalotten (bei mir: 2 große, junge Zwiebeln)
4 Knoblauchzehen
1,5 kg reife Erdbeeren
1 Chilischote (je nach gewünschter Schärfe)
4 EL Öl
6 EL Zucker
2 TL Currypulver
2 Sternanis
5 Gewürznelken
4 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer


Zubereitung:

Schalotten/Zwiebeln und Knoblauch abziehen und fein hacken.
Die Erdbeeren waschen, putzen und klein schneiden. (Ich habe sie mit einem großen Messer grob zerhackt.)
Die Chilischote längs aufschneiden, entkernen und hacken.

In einem Topf das Öl erhitzen. Knoblauch und Schalotten darin andünsten, bis sie glasig werden. Die Erdbeeren und den Zucker dazu geben und karamellisieren lassen. 
Die Gewürze und Chili (Menge nach gewünschter Schärfe) dazu geben. Ich habe Currypulver und Lorbeerblätter untergerührt, den Sternanis und die Gewürznelken in ein Teesieb gegeben und in die Mitte gestellt. So müsst ihr später nicht groß danach suchen.
Bei mittlerer Hitze ca. 40 Minuten einkochen. Dabei immer wieder rühren.
Das Teesieb und die Lorbeerblätter entfernen. Ketchup fein pürieren. Weitere 40 Minuten lang einkochen lassen, bis der Ketchup dickflüssig wird. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
In saubere, sterilisierte Gläser füllen, sofort verschließen.
Nach dem Abkühlen ggf. einfrieren.

Erdbeerketchup


Bei mir gab's den Erdbeerketchup unter anderem auf diesem leckeren Halloumiburger. Dazu habe ich angebratene Zucchinischeiben mit Zitronenthymian, Knoblauch, Olivenöl und weißem Balsamico über Nacht mariniert. Das "Gründzeug" sind Blätter von der gelben Bete. Rucola stelle ich mir auch klasse in der Kombination vor.


Halloumi-Burger

Sonntag, 3. Mai 2015

Mango Chutney


Vielleicht erinnert ihr euch ja noch, dass ich Probleme hatte, das Mole-Tofu zu kombinieren. Als "Resteverwertung" gab es bei mir den Mole-Tofu in einem Körnerweckle, das ich mit Paprika-Tomaten-Mark und Mango-Chutney bestrich und neben dem Tofu mit viel frischem Salat und Koriander belegte. LECKER! Die Kombination Mango-Chutney und Mole-Tofu war wirklich top!
Eine Leserin fragte mich dann nach dem Mango-Chutney. Ups, das war gekauft. Ich habe bislang immer das Mango-Chutney von Sanchon verwendet. Fragt mich nicht, wieso ich bisher nie Chutney selbst gekocht habe. Meine Marmelade koche ich ja auch selbst. Und im Grunde genommen ist Chutney genau das gleiche, nur, dass ein paar Gewürze und Essig reinkommen. Mein Ehrgeiz war dann natürlich geweckt und als ich letzten Samstag kurz vor Ladenschluss drei reduzierte Mangos kaufen konnte, griff ich sofort zu! 



Also, liebe Corinna, für dich und natürlich auch für meine anderen Leser*innen, mein Mango-Chutneyrezept.
Ich hab es nach dem Chutneyrezept aus einem meiner Kochbücher, allerdings zusätzlich einige Gewürze, die auch in meinem Lieblingschutney von Sanchon vorkommen, dazugegeben. In dem Buch wurde das Curry mit normalem Zucker hergestellt, muss dafür aber viel länger (insgesamt 2 Stunden) kochen. Um die Kochzeit zu beschleunigen, habe ich Gelierzucker verwendet. Ihr könnt darauf natürlich auch verzichten und die Kochzeit wieder verlängern.

Mango Chutney



Zutaten für ca. 1,5 Liter Chutney:

3 Mangos
2cm Ingwer
100g Rohrohrzucker
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL Zimt
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Chilischoten (Menge je nach gewünschter Schärfe, bei mir 1 rote und 1 grüne Schote)
1 TL Salz
1/2 EL Senfsaat
Saft einer Orange (ca. 100ml)
300ml Weißweinessig
250g Gelierzucker 3:1


Die Mango schälen und das Fruchtfleisch in sehr kleine Würfel (ca. 2-3x2-3mm) scheiden.
Den Ingwer schälen und fein reiben.
In einem großen Topf Mangowürfelchen, Ingwer, Zucker, Kurkuma und Zimt mischen und eine Stunde lang ziehen lassen.

Die Zwiebel schälen und sehr fein hacken. Knoblauch ebenfalls fein hacken.
Die Chilis entkernen (die ganz Harten können die Kerne auch drin lassen) und fein hacken.
Zwiebel, Knoblauch und Chili zusammen mit den restlichen Zutaten (außer dem Gelierzucker!) in den Topf geben und ca. 30-45 Minuten köcheln lassen, bis die Mango und die Zwiebeln ganz weich sein.

In der Zwischenzeit die Gläser und Deckel sterilisieren*.

Sobald die Mango und die Zwiebeln weich sind, den Gelierzucker einrühren und die Masse erneut zum Kochen bringen. Unter ständigem Rühren 4 Minuten lang sprudelnd kochen lassen.
Dann mithilfe eines Marmeladetrichters in die Gläser abfüllen. Die Gläser sofort nach dem Befüllen fest verschließen. Ich stelle meine Gläser NICHT auf den Kopf, durch das beim Abkühlen entstehende Vakuum schließen sie auch so dicht. Schimmlig geworden ist bei mir noch nie etwas.

Genießt das Chutney zu gegrilltem oder gebratenem Gemüse, zu Tofu oder Käse oder klassisch zu indischen Curry- oder Reisgerichten.


Mango Chutney einwecken

* Ich sterilisiere meine Gläser und Deckel wie folgt:
Die Gläser und Deckel noch einmal gründlich mit Wasser und Spüli waschen, mit Wasser nachspülen.
Die noch feuchten Gläser in die Mikrowelle stellen und bei 750 Watt 3 Minuten lang erhitzen/sterilisieren.
Die Deckel in eine Schale legen und mit kochendem Wasser übergießen. Nach ca. 5 Minuten aus dem Wasser nehmen und gründlich mit einem frischen Geschirrtuch abtrocknen. 





 

Sonntag, 12. April 2015

Zerdrückte Puy-Linsen mit Kreuzkümmel, Tahin und Tomate

Ottolenghi... what else?
Mein Mann für besondere Gerichte. ;-) Wirklich jedes Gericht, das ich von ihm nachgekocht habe, war der Knaller. Insbesondere die Kichererbsen-Mangold-Pfanne, der Sobanudeln mit Mango und Aubergine und natürlich Shakshuka. Oh, und die Süßkartoffelküchlein. Und und und...
Völlig selbstlos habe ich meinen Eltern Vegetarische Köstlichkeiten, den Nachfolger meines heiß geliebten Genussvoll vegetarisch zu Weihnachten geschenkt. Die sind nämlich auch Fans von Ottolenghis Küche und haben sich schon Genussvoll vegetarisch von mir schenken lassen, weil sie es so toll fanden, als sie es bei mir mal durchblätterten.
Zum Osterbrunch durfte Ottolenghi auch etwas beisteuern. Dieser leckere Dipp/Aufstrich ist wirklich köstlich! Ich habe ihm am Vorabend zubereitet und am Montag vor dem Servieren noch einmal erwärmt. Diese Durchziehzeit hat ihm wirklich gut getan, am Abend fand ich ihn nicht so toll, weil das Tahin sehr durchschlagend war.
Im Original wird er mit frischen Tomaten gemacht. Die sind im moment ja nicht besonders aromatisch, deswegen habe ich auf gut abgetropfte, in Öl eingelegte Tomaten zurückgegriffen. 
Ottolenghi empfiehlt dazu hartgekochte Eier und Pitabrot. Hmmm.





Für 4 als Vorspeise oder 2 als Hauptgericht:

200g Puy-Linsen
30g Butter (oder, noch leckerer 2 EL Tomatenöl)
2 EL Olivenöl+ mehr zum Beträufeln
2 Knoblauchzehen
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
4 mittelgroße Tomaten, gehäutet, entkernt, in 1cm große Würfel geschnitten (330g)
ODER 
100g getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten, grob gehackt
ODER 
1/2 Dose geschälte Tomaten, zerstampft
25g Koriandergrün, gehackt
60g Tahin
2 EL Zitronensaft
1/3 rote Zwiebel (25g) (bei mir eine Schalotte), in sehr dünnen Scheiben
1/2 TL Paprikapulver zum Servieren (nach Belieben)
Salz und schwarzer Pfeffer
außerdem nach Belieben:
hartgekochte Eier, Pitabrot


Linsen waschen. In einem Topf nach Packungsanleitung weich kochen. Abgießen und beiseitestellen.

Butter und Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen. Sobald die Butter geschmolzen ist, Knoblauch und Kreuzkümmel dazu geben und ca. eine Minute lang anschwitzen. 
Linsen, Tomaten und 20g Koriander dazu geben und einige Minuten erhitzen. 
70ml Wasser, Zitronensaft, Tahin, Salz und frisch gemahlenen Pfeffer dazu geben und ca. 5 Minuten lang köcheln lassen, bis die Mischung heiß ist und eindickt. 
Mit einem Kartoffelstampfer leicht zerdrücken, so dass ein Teil der Linsen aufbricht und ein dicker Brei entsteht. Noch einmal abschmecken.

Die Linsen auf einem flachen Teller verteilen. Mit Zwiebelscheiben und restlichem Koriander garnieren. Mit etwas Olivenöl beträufeln und nach Belieben mit Paprikapulver bestreuen.


Dienstag, 31. März 2015

Mango-Erdnuss-Salsa

Am Wochenende haben wir angegrillt. :-)
Eigentlich finde ich die vielen Salate beim Grillen ja schon so fein, dass ich mich daran sattessen könnte, aber  ein paar Röstaromen sind auch nett. Ich grille am liebsten Gemüse, das ich vorher in etwas Olivenöl und vielen frischen Kräutern mariniere. Gegrillte Tofuwürste find ich auch ganz lecker, Gemüse ist aber toller!
Zum Gemüse esse ich gerne einen Dipp. Meistens ist das ein Joghurtdipp mit vielen Kräutern, dieses Mal habe ich diese leckere Salsa aus The Lotus and the Artichoke - Mexico gemacht. Sooo lecker! Nur ein bisschen Schärfe hat mir gefehlt. Beim nächsten Mal werde ich auch jeden Fall ein Stückchen Chili untermischen. Die Erdnüsse sind nur optional, sie werden im Buch als Variante vorgeschlagen. Weil ich von den Brownies noch einige Erdnüsse zu Hause hatte, habe ich sie dazu gegeben. Für mich haben sie dem Rezept den letzten Schliff gegeben, davor fand ich die Salsa geschmacklich ein bisschen langweilig.
Habt ihr schon angegrillt? Was grillt ihr am liebsten? Und welche Dipps gibt's dazu?



Mango Salsa



Rezept für eine Schale:
2 EL Erdnüsse
1 Mango
1/4 rote Zwiebel/Schalotte
1 kleiner Bund Koriander
1 Limette
1/4 TL Kreuzkümmel, frisch geröstet und zerstoßen
1/2 TL Paprikapulver
feines Meersalz
(ggf. frische Chili, gehackt oder Chiliflocken)

Die Erdnüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Auf einen Teller geben und etwas abkühlen lassen.
Die Mango schälen, das Fruchtfleich vom Kern lösen und dann fein hacken.
Die Zwiebel sehr fein hacken.
Koriander waschen und hacken.
Die Erdnüsse grob hacken.
Zusammen it den Gewürzen in eine Schale geben und mischen. Limettensaft nach gewünschter Säure dazu geben (im Originalrezept 1 EL, bei mir der Saft der ganzen Limette), mit Salz abschmecken.
Vor dem Essen mindestens eine Stunde lang ziehen lassen.



Mittwoch, 10. Dezember 2014

Geröstete Kartoffeln mit Karotten-Minz-Dipp

Hallo liebe Leser,
heute habe ich eins meiner liebsten Dipprezepte für euch. Ich habe keine Ahnung, wieso es der Dipp noch nie auf den Blog geschafft hat, ich mache ihn seit Jahren immer wieder sehr gerne. Das Rezept davon habe ich aus einem meiner ältesten Kochbücher, dem "Wok vegetarisch" von Cornelia Schinharl, das ich vor Jaaaahren von meinem vegetarisch-skeptischem Patenonkel geschenkt bekam. Ich weiss noch, wie ich mir vornahm, ihn und meine gesamte Familie daraus zu bekochen. In Kochbuch wird dieser wundervolle Dipp mit Käsestäbchen (Yufka-Teig gefüllt mit Feta) kombiniert. Das kam bei meiner Familie sehr gut an, nach dem Essen war mein Onkel ein bisschen weniger skeptisch. ;-)
Jedenfalls gibt es den Dipp seither bei mir immer wieder. Nicht nur zu Käsestäbchen, sondern besonders gerne zu Ofengemüse. In der kurzen Zeit in der Pfanne werden die Karotten leicht karamellisiert, das macht sich besonders gut zum säuerlichen Joghurt und der frischen Minze. Ich kann euch wirklich ans Herz legen, diesen Dipp nachzumachen!
Für die Kartoffeln habe ich meine Gewürzmischung für Röstgemüse verwendet. Das Rezept dafür findet ihr heute auf twoodledrum, es ist Teil des Adventskalenders. :-)



 Für 2 Portionen:
für die Kartoffeln:
ca. 500g Kartoffeln
3 TL Gewürzmischung für Röstgemüse
1 EL Olivenöl

Ofen auf 200°C vorheizen.
Kartoffeln waschen, ggf. schälen und dann je nach Größe vierteln/sechsteln/achteln. Zusammen mit der Gewürzmischung und dem Olivenöl in einen Gefrierbeutel geben und "kneten", so dass sich das Gewürz und das Öl gleichmäßig verteilen.
Die Kartoffeln ca. 30 Minuten lang backen, bis sie weich sind und den gewünschten Bräunegrad haben.


für den Dipp:
2 dicke Karotten
1 Knoblauchzehe
1/2 EL Olivenöl
einige Blätter Minze
200g (Soja)Joghurt
etwas Zitronensaft (wenn ihr Sojaghurt verwendet)
Salz, Pfeffer

Die Karotten schälen und fein raspeln. Knoblauch schälen und pressen.
In einer Pfanne das Öl erhitzen. Die Karottenraspel und den Knoblauch dazu geben und ca. 2 Minuten lang dünsten. Die Karotten aus der Pfanne nehmen und in einer Schale etwas abkühlen lassen.
Die Minze waschen und fein hacken. Zusammen mit dem Sojaghurt zu den Karotten geben und verrühren. Mit Salz, Pfeffer abschmecken. Wenn ihr Sojaghurt verwendet, gebt noch etwas Zitronensaft dazu, ich finde nämlich, Sojaghurt fehlt es an Säure.
Zusammen mit den Kartoffeln servieren.


Donnerstag, 20. November 2014

Superknusprige Süßkartoffelpommes mit Roter Beete-Tsatsiki

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich hatte bisher immer große Probleme, richtig knusprige Süßkartoffelpommes hinzubekommen, irgendwie wurden meine Pommes immer recht weich. Irgendwo in den Weiten des Internets stieß ich dann auf Süßkartoffelpommes mit einer "Panande" aus Polenta. Heute fiel mir das wieder ein und ich kippte spontan Polenta zu meinen Süßkartoffelsticks. Und endlich, endlich sind die Pommes wunderbar knusprig geworden!
Dazu gab es ein Tsatsiki aus roter Beete. Sooo unfassbar lecker! Das Rezept habe ich aus Tender. Gemüse. Ich finde es immer wieder faszinierend, mit wie wenigen Zutaten Nigel Slater es schafft, aus Gemüse SO viel herauszuholen und ganz neue Geschmackserlebnisse zu schaffen. (Erinnert ihr euch an die gebratenen Tomaten?) Ich geb's zu, ich bin ein Nigel Slater Fangirl! Wer so liebevoll über Kohl redet, erobert mein Gemüseherz im Sturm! Die herbe Rote Beete passt ganz wunderbar zum frischen Sojaghurt und den süßen Kartoffeln. Ich finde das Tsatsiki noch leckerer als das Original mit Gurke, es schmeckt viel interessanter!

Süßkartoffelpommes


Rezept für eine Portion:
1 mittelgroße Süßkartoffel
1 EL Olivenöl
Herbamare Spicy
 (oder Salz, Pfeffer, Chiliflocken)
2 EL Polenta
für das Tsatsiki:
1 kleine Rote Beete, roh (ca. 150g)
1 Knoblauchzehe
ein paar Blätter Minze
4-5 EL (Soja)Joghurt ungesüßt
Zitronensaft

Den Ofen auf 220°C vorheizen.
Die Süßkartoffel in Stifte schneiden. Die Pommes in einen Gefrierbeutel geben, Öl und Gewürze in den Beutel geben und die Pommes "durchkneten", so dass sich alles gleichmäßig verteilt. Die Polenta dazu geben und noch einmal durchkneten.
Die Süßkartoffelpommes auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Ca. 25-35 Minuten lang backen, dabei 2-3 Mal wenden.
Die Rote Beete schälen und raspeln. Knoblauch schälen und pressen. Minze fein hacken. Rote Beete, Knoblauch, Minze und Sojaghurt mischen. Mit Zitronensaft abschmecken.


Knallerfarbe, oder?

Roter Beete-Tsatsiki



Sonntag, 7. September 2014

Ofengeröstete Tomatensuppe mit Pistou

Von ofengerösteten Tomaten habe ich euch ja gerade erst wieder vorgeschwärmt. Und ja, ich bekomme nicht genug davon. Tomaten im Ofen zu rösten, das ist das BESTE, was man mit Tomaten machen kann. Ehrlich.
So lecker ofengeröstete Tomaten in Kombination mit Pasta sind, ganz pur sind sie ein wirklich besonderer Genuss. Nur etwas Pistou gab es dazu, das verleiht der Tomatensuppe die besondere Würze.
Kennt ihr Pistou? Das ist die Provenzalische Version von Pesto, nur ohne Pinienkerne und Käse.In der Provence aß ich vor einigen Jahren eine Soupe au Pistou, unfassbar lecker!

Ofengeröstete Tomatensuppe mit Pistou


Rezept für 2 Portionen:

Pistou:
2 Handvoll Basilikumblätter
2 Knoblauchzehen
bestes Olivenöl
Fleur de Sel

Basikum waschen, grob hacken. Zusammen mit dem Knoblauch in einen Mörser geben. Einen Schluck Olivenöl dazu gießen und zerstoßen. So viel Olivenöl hinzufügen, bis eine homogene Masse entsteht. Mit Fleur de Sel abschmecken.

Pistou


Suppe:
1,2 kg Tomaten
1 EL Olivenöl
2 EL frische Kräuter nach Geschmack (zum Beispiel Thymian, Majoran, Oregano)
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

Die Tomaten am Boden kreuzweise einritzen. In einen Topf legen mit kochendem Wasser übergießen und eine Minute lang ziehen lassen. Wasser abgießen, Tomaten abschrecken und dann enthäuten. Die Tomaten vierteln, Strunk entfernen, auf ein sauberes Backblech legen. (Wer will, kann die Kerne ebenfalls entfernen. Mich stören sie nicht.)
Bei 160°C ca. 40 Minuten lang rösten.

In einer Pfanne Olivenöl erhitzen. Die Knoblauchzehe und die Kräuter hacken. Im Olivenöl ca. 2 Minuten anschwitzen, dann die Tomanten dazu geben. Mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken. (Wer mag, kann die Tomaten auch pürieren.) Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Tomatensuppe in einen Teller geben. Das Pistou darauf verteilen.

Sommer auf dem Teller genießen.

Ofengeröstete Tomatensuppe mit Pistou








Blog-Event CI - Smooth food, geschmeidig und genussvoll! (Einsendeschluss 15. September 2014)


Das Rezept möchte ich zum aktuellen Kochevent bei Zorra einreichen. Die Gastgeberin des aktuellen Events ist Claudia, deren Blog "Geschmeidige Köstlichkeiten" ihr vielleicht schon in meiner Blogroll entdeckt habt. Falls ihr noch nie drauf geklickt habt, kann ich euch das wirklich empfehlen! Claudia veröffentlicht Rezepte speziell für Menschen mit Kau- und Schluckproblemen und das fernab von dem pürierten Einheitsbei, den man sich erst einmal darunter vorstellt, wenn man ihre Blogbeschreibung zum ersten Mal liest. Ich würde wirklich sehr, sehr gerne regelmäßig bei Claudia zu Gast sein, ihre Kreationen sehen wirklich lecker aus! Nun ist aber die Aufgabe des aktuellen Events, so zu kochen, als käme Claudia zu mir zu Besuch. Ich weiß, dass ich es mir mit einer Suppe denkbar einfach gemacht habe. Aber geschmacklich weiß diese Suppe wirklich zu überzeugen. Das ist Sommer auf dem Teller pur!

Dienstag, 27. Mai 2014

Artischocke mit Knoblauch-Joghurt-Dipp

Habt ihr schon mal eine frische Artischocke gegessen? Ein Genuss, sage ich euch. So gut in Öl eingelegte Artischocken schmecken, es ist kein Vergleich zu einer frischen Artischocke. Blatt für Blatt abzupfen, in einen feinen Dipp tauchen und dann den unteren Teil mit den Zähnen abziehen, bis man dann zum Herz gelangt. Das liegt verborgen unter Stroh, das kratzt man ab und dann ist man im Himmel!
Artischocke
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Wie man eine Artischocke zubereitet
Heute habe ich eine ganz einfache Anleitung für euch, wie man Artischocken zubereitet, um sie frisch zu genießen. Dazu einen leckeren Aioli-Joghurt-Dipp.
Meine Artischocke habe ich zu meiner Regiokiste dazu bestellt. In größeren Supermärkten oder auf dem Markt findet ihr auch Artischocken. Frische Artischocken erkennt ihr daran, dass sie ganz schwer in der Hand liegen und sich fest und prall anfühlen.. Die Blätter sollten fest zusammen sitzen. Achtet darauf, dass die Artischocke keine trockenen oder braunen Stellen hat. Auch der Stiel sollte nicht trocken sein, der dient nämlich als Feuchtigkeitsspender. Verarbeitet eure Artischocke so schnell wie möglich, ihr könnt sie aber auch für kurze Zeit im Gemüsefach lagern, in ein feuches Tuch gewickelt.
Wenn ihr eure Artischocke dann zubereiten möchtet, wascht ihr sie unter kaltem Wasser. Danach legt ihr sie auf den Tisch und brecht den Stiel ab. Das geht am besten, wenn ihr die Artischocke nah an die Tischkante legt. Entfernt die äußeren Blätter.
Artischocken werden ca. 30-45 Minuten gekocht, in einem großen Topf Wasser, in das ihr 1 TL Salz und den Saft einer halben Zitrone gebt. Der Zitronensaft verhindert, dass die Artischocke sich verfärbt.
Dass die Artischocke gar ist, erkennt ihr daran, dass sich die Blätter aus der Mitte leicht lösen lassen.
Lasst die Artischocken kurz abtropfen und dann kann es losgehen! Die äußeren Blätter zupft man ab und isst sie als Fingerfood, fürs Herz würde ich euch aber Besteck empfehlen.

Artischocke mit Knoblauch-Joghurt-Dipp


Mein Dipp dazu:
4 EL vegane Knoblauchmayo und 5 EL (Soja)Joghurt verrühren.
Mit Salz und evtl. etwas Zitronensaft abschmecken.


Habt ihr schon mal frische Artischocken gegessen?
Was für einen Dipp gibt es bei euch dazu? Oder esst ihr die Artischocke ganz pur?

Samstag, 24. Mai 2014

Vegane Mayonnaise mit Knoblauch ("Aioli") [Grundrezept]

Heute habe ich ein ganz einfaches Grundrezept für euch. Und "einfach" ist nicht nur auf die Anzahl der Zutaten, sondern auf die Zubereitung bezogen. Die ist wirklich supereasy, insofern ihr über einen Stabmixer verfügt.
Ich habe lange nach einem Rezept gesucht, dass mich vollkommen überzeugt. Bei Susi wurde ich dann fündig.

Je weniger Zutaten, desto wichtiger ist auch die Qualität der einzelnen! Mit dem Öl steht und fällt der Geschmack der Mayonnaise. Also nehmt ein Öl, das ihr gerne mögt. Ich habe heute zum ersten mal das Rapskernöl der Teutoburger Mühle verwendet, das ich gestern bei Alnatura entdeckt habe. Ist anscheinend neu da. Das Öl hat einen ganz leicht-nussigen Geschmack, den ich sehr lecker finde. Wenn ihr empfindlich seid, was Ölgeschmack angeht (das bin ich zum Beispiel beim Backen), dann nehmt zum Beispiel das Bratöl von Alnatura, das ist wirklich sehr geschmacksneutral. Die Mayonnaise wird damit ebenfalls lecker, aber ein bisschen weniger intensiv.
Anders als Susi habe ich einfach die Zutaten in den Mixbecher gegeben. Die Masse emulgiert auch so und es erleichtert die Arbeit, denn es ist ziemlich schwierig zu mixen und gleichzeitig das Öl langsam hinzuzugeben. Meine Sojamilch kam auch nicht aus dem Kühlschrank, sondern hatte Zimmertemperatur. In vielen Rezepten steht, dass sie unbedingt gekühlt sein muss. Ist wohl ein Zauberstab, mein Mixer. Also wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, nehmt eher gekühlte. Das Kurkuma hab ich übrigens weggelassen, dank des Öls bekam meine Mayo auch so eine schöne Farbe. Geschmacklich wirkt sich das Kurkuma eh nicht aus, das kann also auch weggelassen werden, wenn ihr helleres Öl verwendet. Es dient nur der Optik.
Ich habe die Mayonnaise dann mit frischem Knoblauch verfeinert, also eine Art Aioli hergestellt. (Wikipedia sagt, dass klassische Aioli nur aus Knoblauch und Olivenöl besteht. Deswegen die Gänsefüßchen. Ich will meine Knoblauchcreme ja nicht mit falschen Federn schmücken. Schließlich wär sie dann nicht mehr vegan.)
Ein unbestreitbarer Vorteil von veganer Mayo ist übrigens, dass ihr sie bedenkenlos zum Grillen oder sonstwohin mitnehmen könnt, wenn ihr einen Salat damit macht. Keine Salmonellengefahr. Hurra! Deswegen kann ich auch Nichtveganern diese Version ans Herz legen. So lange man die Mayo nicht pur löffelt, schmeckt man auch kaum einen Unterschied.

Für ein Glas Mayonnaise:
150ml Rapsöl
50ml Sojamilch
2 EL Zitronensaft
1 TL (mittel)scharfer Senf
(evtl. 1 Msp. Kurkuma) 
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer

Öl, Sojamilch, Zitronensaft und Senf in ein hohes Rührgefäß geben. Den Mixer von unten nach oben durchziehen, dann ein paar mal auf- und abfahren.
Mit Salz, Pfeffer, Zucker rund eventuell noch etwas Zitronensaft abschmecken.

Fertig!



Für die Aioli:
2-3 Zehen frischen Knoblauch
pressen und unter die Mayonnaise rühren.

Achtung! Wenn ihr getrockneten Knoblauch verwendet, fangt mit weniger Knoblauch auch. Frischer Knoblauch hat einen sehr viel feineren Geschmack. Falls ihr an frischen Knoblauch rankommt, nehmt diesen. Es lohnt sich!


Was ich mit der Aioli so angestellt habe, verrate ich euch nächste Woche.
Eine kleine Vorschau:



Danke noch mal an Susi für die Steilvorlage!

Mittwoch, 23. April 2014

Spargel-Pasta mit Rucola-Pesto

Spargel und Rucola sind ein echtes Dreamteam, finde ich. Weil dieses Essen so besonders lecker war, möchte ich dieses Rezept mit euch teilen, auch wenn das Foto mal wieder besonders schlecht geworden ist. Aber dieser Spuk hat hoffentlich bald ein Ende, ich bekomme eine neue (wenn auch gebrauchte) Kamera. Hurra!
Wenn ihr mögt, könnt ihr natürlich noch etwas frischen Parmesan über die Nudeln hobeln. Aber dank des Rucolas ist das Pesto auch so herrlich würzig.



Für 2 Portionen:
ca. 800g Spargel
200g Pasta
1 Handvoll Cashewkerne
1 Handvoll Pinienkerne (ca. 30g)
1 Bund Rucola
2 Knoblauchzehen
einige Blätter Basilikum
gutes(!) Olivenöl
Salz, Pfeffer

Spargel schälen, in mundgerechte Stücke schneiden. In einem Topf im Garaufsatz bissfest garen.
Pasta al dente kochen. Beim Abgießen etwas Kochwasser auffangen.
In einer Pfanne ohne Öl Cashews und Pinienkerne anrösten, bis sie eine schöne, goldbraune Farbe bekommen. Etwas abkühlen lassen. Rucola und Basilikum waschen. Cashews, Pinienkerne, Rucola, Basilikum in ein höhes Gefäß geben. Knoblauch dazu pressen. Einen großzügigen Schuss Olivenöl dazu geben. Pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, evtl. muss noch mehr Olivenöl hinzugefügt werden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Spargel, Pasta, Pesto und nach Bedarf etwas Kochwasser vermengen und servieren. Genießen.

Freitag, 7. März 2014

Veganes Avocado-Bärlauch-Pesto

Dies ist die Frühlingsvariante meines heißgeliebten Avocado-Postelein-Pesto. Dass ich mein veganes Pesto gerne auf Avocado-Basis mache, habe ich hier schon einmal erzählt. Weil ich keine Pinienkerne mehr hatte, habe ich Cashew-Nüsse genommen. Ich habe mich dann natürlich gefragt, ob man diese "Sauce" überhaupt noch Pesto nennen darf, deswegen habe ich Wikipedia befragt, und da steht "Da Pesto als generischer Begriff auf alle pastosen Produkte anwendbar ist, gibt es eine Vielzahl so bezeichneter Produkte, auf modernen und klassischen Rezepten basierend, teils weit entfernt vom Ursprung.", passt also, puh! "Sauce" fände ich in diesem Zusammenhang nämlich irgendwie unpassend.
Falls ihr wie ich der Kombination Pasta mit Avocado verfallen seid, aber noch keinen Bärlauch bekommt, kann ich euch abgesehen vom oben verlinkten Rezept auch noch dieses oder dieses empfehlen. So gut!

*Anmerkung, nachdem einer Leserin das Pesto zu scharf war: Je jünger euer Bärlauch, desto schärfer kann er schmecken! Vielleicht solltet ihr ein Blatt Bärlauch vor der Zubereitung essen, um zu testen wie intensiv er ist. Wenn euer Pesto dennoch zu scharf wird, könnt ihr es natürlich mit mehr Avocado strecken. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass (Soja)Joghurt sich gut macht, falls ihr keine Avocado mehr habt.

Rezept für eine Portion:
ca. 100g Spaghetti (je nach Hunger)
1/2 Avocado (Hass schmeckt am besten!)
1 Handvoll Cashews
2 Handvoll Bärlauch
1 EL gutes Olivenöl
Salz

Spaghetti bissfest kochen.
In der Zwischenzeit die Cashews anrösten. Etwas abkühlen lassen.
Avocado, Cashews, Bärlauch und Olivenöl kurz pürieren. Die Masse sollte nicht ganz glatt, sondern noch etwas stückig sein.
Pasta abgießen, 2-3 EL Kochwasser auffangen. Das Pesto und je nach Konsistenz des Pestos das Kochwasser unter die Spaghetti heben. Nach Bedarf mit etwas Salz abschmecken.