Ich könnte euch an dieser Stelle natürlich erst einmal erzählen, wie schrecklich Stopfleber ist. Aber das wisst ihr sicher selbst. Und wenn nicht, dann lest bitte hier oder hier und greift dann in Zukunft zur Faux Gras, statt zur Foie Gras. (Ich weiß, es gilt als absolutes Unding, aber ich erhebe meinen Zeigefinger manchmal ganz gerne, wenn es um Herzensangelegenheiten geht.)
Ob diese vegetarische Foie gras geschmacklich mit dem Original übereinstimmt, kann ich euch nicht sagen. Aber auch auf jeden Fall zweierlei Versprechen: diese Version kommt ganz ohne Tierquälerei aus und sie ist LECKER! Auch sie war Teil unseres Osterbrunches. Meine Oma steht sehr auf vegetarische Leberwurst und als ich bei David Lebovitz auf dieses Rezept stieß, musste ich gleich an sie denken.
Zutaten für eine große Portion (reicht schon für einige Brote):
150 g grüne Linsen (gibt's im Bioladen von Rapunzel)
150 g Steinchampignons, geputzt und in Scheiben geschnitten
3 EL Olivenöl
1 (rote) Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 Esslöffel Tamari (oder Sojasauce)
1 dicker Zweig frischer Rosmarin
1 Stängel Thymian (bei mir Zitronenthymian)
2 frische Salbeiblätter
frische Blattpetersilie
150 g geröstete Walnüsse
1 Biozitrone
1 TL Rohrohrzucker
schwarzer Pfeffer
Salz
Zubereitung:
Die Linsen waschen und dann nach Packungsangabe weich kochen.
In der Zwischenzeit die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch abziehen und fein hacken.
Die Kräuter waschen und hacken.
In einer Pfanne zuerst die Walnüsse rösten und dann beiseite stellen.
Anschließend das Öl hineingeben und Zwiebeln und Knoblauch hineingeben. Ca. 5 Minuten dünsten, bis die Zwiebeln glasig werden. Dann die Pilze dazu geben und weitere 5-8 Minuten braten, bis die Pilze weich sind. Vom Herd nehmen.
Die gekochten, abgetropften Linsen, die Nüsse, Kräuter, 2-3 EL Zitronensaft, Tamari und schwarzen Pfeffer in einen Mixer (hier: Thermomix) geben und so lange mixen, bis alles gut vermischt ist. Dann die Pilz-Zwiebel-Mischung dazu geben und so lange pürieren, bis eine glatte, cremige Masse entsteht.
Mit Salz, Pfeffer, Tamari und Zitronensaft abschmecken.
Wer mag, kann auch cognac dazu geben.
In eine Schale geben, andrücken und einige Stunden in den Kühlschrank stellen.
Die Faux Gras hält sich luftdicht verpackt einige Tage im Kühlschrank.















