Sonntag, 20. November 2011

Rote Beete-Kürbis-Kartoffelgratin

Seit frühster Kindheit gibt es ein paar Sachen, die mich bis heute beim bloßen Gedanken daran würgen lassen. Rote Beete gehören da dazu. Bei meiner Oma gab es immer "eingelegte Rahnen" (Heimatdialekt, dt.: Rote Beete), mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken, wenn ich nur dran denke! Aaaaber ich bin aber der Meinung, dass man alle paar Monate/Jahre gewisse Lebensmittel noch mal probieren sollte- schließlich ändert sich der Geschmack ja alle 5 Jahre. (Hab ich zumindest irgendwann irgendwo mal gelesen.) Rohe Karotten und Bananen gehörten auch mal in die Kategorie "Würgwürg"- beides mag ich inzwischen, zumindest irgendwie "verarbeitet"- einfach reinbeißen würd ich nie in eine Karotte oder eine Banane. Auch bei roten Beeten folgte die Annäherung schrittweise in Form des Rote Beete-Merrettich-Streichs von Zwergenwiese. Und als ich dann bei Christina (der es mit roter Beete übrigens auch mal so ging wie mir!) diese Bilder sah, fasste ich mir ein Herz und kaufte mir auf dem Wochenmarkt eine (zugegebnermaßen winzige) Rahne. Ich habe das Rezept etwas abgeändert, ich hatte keinen Mozzarella zu Hause, nicht tragisch, das hat es gar nicht gebraucht. Allerdings verfeinerte ich die Sauce mit etwas Sahne. Was soll ich sagen...? Ein Traum! Meine Rahnenphobie habe ich um die Ecke gebracht! (Die "eingelegte Rahnen"-Phobie möchte ich aber weiter pflegen.)

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Rezept für eine seeeehr große Portion:
1 Mini-Rote Beete
2 kleine Kartoffeln
1/5 Kürbis (Hokkaido, ca. 120g)
1 Knoblauchzehe
1/2 kleine Zwiebel
120ml Gemüsebrühe
30ml (Soja)Sahne
etwas Butter oder Margarine
Pfeffer

Ofen auf 180°C vorheizen.
Rote Beete und Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden. Kürbis in Spalten schneiden. Knoblauch halbieren. Zwiebel in Streifen schneiden.
Eine kleine Auflaufform buttern. Rahnen, Kartoffeln und Kürbis dachziegelartig darin schichten. Immer wieder ein paar Streifen Zwiebeln dazwischen legen. Knoblauch ebenfalls dazwischen legen. Gemüsebrühe und Sahne mischen, darüber gießen. Pfeffern.
Ca. 40-50 Minuten lang backen.
Genießen!

Husarenkrapferl

Diese Plätzchen gibt es immer bei meiner Oma. Ich liebe die nussig-fruchtigen Kekse wahnsinnig. Je älter sie sind, desto saftiger (leckerer) sind sie auch!

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Für ein Blech:

200g Butter
100g Zucker
2 Eigelbe
1 Pkg. Vanillezucker
1 Prise Salz
300g Mehl
80g Haselnüsse, gemahlen
ca. 100g Marmelade (bei uns war es Himbeere, lecker ist aber auch Johannisbeere, beispielsweise.)
1/2 Tasse Puderzucker (nach Belieben)

Butter, Zucker, Vanille, Salz und die Eigelbe verkneten.
Das Mehl darübersieben, die Haselnüsse darüberstreuen und alles zu einem Mürbteig verarbeiten.
In Frischhaltefolie gewickelt für 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Backofen auf 200°C vorheizen.
Aus dem Teig eine lange Rolle formen und gleichmäßig in Scheiben schneiden. Aus den Scheiben Kugeln formen und in diese mit dem Kochlöffelstiel Löcher bohren. Die Krapferl auf ein Backblech legen und für ca. 15-20 min backen und anschließend auf einen Kuchengitter erkalten lassen.
In einem kleinen Topf die Marmelade erwärmen, bis sie flüssig wird. Dann mit einem kleinen Löffel die Marmelade in die Vertiefungen der Krapferl füllen.
Die Krapferl mit Puderzucker bestäuben.
Nach etwa einem Tag ist die Marmelade ganz trocken und die Krapferl können gestapelt gelagert werden.

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In der Weihnachtsbäckerei II

Zu früh?
Find ich nicht! Gestern Nachmittag fingen eine Freundin und ich an, Weihnachtsplätzchen zu backen. Normalerweise backe ich nur 2-3 Sorten, allerdings konnte ich mich absolut nicht entscheiden und so machten wir gleich 5 verschiedene. Dazu hörten wir Rolf Zuckowskis Dezemberträume und tranken Alnatura-Winterkräutertee mit Amaretto verfeinert. Jetzt bin ich schon so richtig in Weihnachtsstimmung. Und werde mich gleich mal ans Adventskalenderbasteln machen, der muss nämlich nächste Woche zur Post. ;-)

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Das Rezept für die Zimtplätzchen findet ihr hier hier.
Das Rezept für die Mohn-Orangenkekse gibt es hier.
Die anderen Rezepte bekommen einen Extra-Post.

Mittwoch, 9. November 2011

Kürbis-Kichererbsen-Topf

Ich bin momentan etwas im Stress, deswegen ohne viele Worte dieses feine Rezept!

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Für 3 Portionen:
1 Zwiebel, gehackt
300g Kürbis (bei mir Butternut), in kleinen Würfeln
1 kleine Zucchini, in Scheiben
1/2 gelbe Paprika, in kleinen Würfeln
1/2 rote Paprika, in kleinen Würfeln
1 Dose geschälte Tomaten
1 Dose Kichererbsen
2-3 TL Tomatenmark
1/2 TL Baharat (bei mir von Lebensbaum)
Salz
Olivenöl

In einer Pfanne Olivenöl erhitzen. Die Zwiebel darin andünsten. Kürbis dazu geben und 3-4 Minuten anbraten. Das restliche Gemüse dazu geben, weitere 3-4 Minuten braten. Baharat zum Gemüse geben und mitbraten, bis das Gewürz zu duften beginnt. Die Tomaten zum Gemüse geben und mit Hilfe des Pfannenwenders zerkleinern. Tomatenmark dazu geben. Ca. 10-15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse bissfest ist. Dann die Kichererbsen dazu geben und mit Salz abschmecken.
Dazu passt zum Beispiel Couscous.

Montag, 7. November 2011

Der weltbeste Karottenkuchen!!!

Am Wochenende war ich in der Heimat- dort ließ ich mich kuliarisch verwöhnen, mit brannter Grießsuppe, Apfelküchle, Rösti, Käsefondue... hach, lecker!
Im Gegenzug buk ich für meine Familie diesen wunderbaren Kuchen, der ganz oben auf meiner persönlichen Kuchen-Hitliste steht. Übrigens ist das Rezept das am meisten angeklickte in meinem Blog. Das schreit doch noch einer Neuauflage mit besseren Fotos! Vom Anschnitt gibt es kein Stück, der Kuchen war ganz schnell weg, ich konnte froh sein, dass ich überhaupt ein Stück bekam! Ich habe leider keine Biolimetten bekommen, deswegen mischte ich Zitronenzesten unter die Mascarpone-Creme.
Ach und: hat hier jemand zu viel Geld? Ich würde mich sehrsehrsehr über eine Kitchenaid freuen! Ich hab den Kuchen mit der Kitchenaid meiner Mutter gebacken und hach, die ist einfach wunderbar. So macht Backen gleich drei mal so viel Spass. Also, meldet euch. ;-)

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Zutaten für 12 Stücke:


Kuchen:
285 weiche Butter
285g brauner Zucker
5 große Eier, getrennt
abgeriebene Schale und Saft einer unbehandelten Orange
170g Mehl, gesiebt
2 TL Backpulver
115g gemahlene Mandeln
115g Walnusskerne, gehackt
1 gehäufter TL Zimt
1 Prise gemahlene Nelken
1 Prise Muskat
1/2 Tl Ingwerpulver
knapp 300g geraspelte Möhren
Meersalz

Für die Creme:
180g Mascarpone
200g Doppelrahmfrischkäse
85g Puderzucker
abgeriebene Schale und Saft von 2 unbehandelten Limetten

Den Ofen auf 180° vorheizen. Eine Kuchenform einfetten.
Die Butter und den Zucker hellgelb und schaumig schlagen. Die Dotter einzeln nacheinander unterrühren, dann Orangenschale und -saft untermischen. Die gemahlenen Mandeln, die gehackten Walnüsse, die Gewürze und die Möhren unterrühren. Mehl und Backpulver zügig unterrühren.
In einer zweiten Schüssel die Eiweiße mit 1 Prise Salz steif schlagen und behutsam unter den Teig heben.
Den Teig in die vorbereitete Form füllen und etwa 50 Minuten im vorgeheizten Ofen backen, bis er aufgegangen und goldbraun ist. Stäbchenprobe machen!
Kuchen in der Form abkühlen lassen und dann auf eine Kuchenplatte setzen.
Die Zutaten für die Creme gründlich verrühren und den erkalteten Kuchen damit bestreichen.


Quelle: Besser kochen mit Jamie Oliver