Freitag, 24. Oktober 2014

Geschmorter Fenchel mit Lauch und Vollkorn-Spaghetti

Ich muss zugeben, dass ich eigentlich eine Verfechterin von "Gemüse MUSS knackig sein" bin. Hinsichtlich des Vitamingehalts ist das sicher richtig, allerdings entwickelt Gemüse, wenn es geschmort wird, ein ganz besonderes Aroma. Deswegen sage ich euch heute: Habt auch mal ab und zu den Mut, Gemüse "totzukochen", es lohnt sich! Das Gemüse wird durch das Schmoren wirklich butterweich, so dass ich, obwohl ich wirklich ein Riesensaucenfan bin, eine Sauce so gar nicht vermisst habe.
Das Rezept für den geschmorten Fenchel habe ich aus meiner neuen Gemüsebibel Zum Glück Gemüse*, dort wird es als Beilage zu Fisch empfohlen. Aber auch als Pasta-"Sauce" macht es sich wunderbar. Salzkartoffeln könnte ich mir auch sehr gut dazu vorstellen. 



Rezept für 1 Portion:
1 dünne Stange Lauch, in dünnen Ringen
1 Fenchel, in Scheiben
Vollkornspaghetti
Salz, Pfeffer
Olivenöl
Margarine/Butter
ggf. Parmesan/anderen Hartkäse

In einer schweren Pfanne etwas Olivenöl und ca. 1 TL Magarine erhitzen. Den Lauch darin ca. 5 Minuten anbraten, dann den Fechel dazu geben und weitere 2 Minuten braten. Mit ca. 50ml Wasser ablöschen. Deckel aufsetzen und das Gemüse ca. 40 Minuten lang schmoren lassen. Evtl. müsst ihr noch etwas Wasser hinzufügen.
Die Spaghetti bissfest kochen.
Das Gemüse leicht salzen und peffern.
2-3 EL Kochwasser zum Gemüse geben, dann die Pasta abgießen und zum Gemüse geben. 2 Minuten lang ziehen lassen, noch einmal abschmecken.
Auf einem Teller anrichten und wenn ihr möchtet, mit gehobelten Parmesan bestreuen.


*Rezensionsexemplar//Amazon-Affiliate

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Apfel-Bananen-Hirsebrei

Ich muss gestehen, unter der Woche frühstücke ich gar nicht so gerne, ich brauche nach dem Aufstehen mindestens 2-3 Stunden, bis ich etwas anderes zu mir nehmen kann als Kaffee. (Am Wochenende sieht das ganz anders aus.) Aber jetzt im Winter wärmt so ein Frühstück und stärkt für den Tag. Ich habe mir also vorgenommen habe, das Frühstück nicht ganz so weit herauszuzögern in Zukunft und dann mittags mit Loch im Magen Unsinn zu essen. (Projekt #helfy, ich berichtete.)
Die Hirse hatte ich schon am Vortag gekocht, deswegen stand das Essen auch blitzschell auf dem Frühstückstisch. Ihr könnt die Hirse natürlich auch frisch zubereiten, Hirse muss 5 Minuten kochen und dann muss sie 15 Minuten quellen, in der Zeit könnt ihr ja duschen. ;-)
Gesüßt habe ich meinen Brei mit Reissirup, ihr könnt aber auch Ahornsirup nehmen (der hat allerdings eine wesentlich höhere Süßkraft). Je nachdem, wie süß euer Obst ist, braucht ihr vielleicht auch gar kein Süßungsmittel.
Ich bin übrigens total verliebt in mein neues Geschirr, aus der (neuen?) Kollektion von Bloomingville. (Tasse*, Schale*, Teller*) Ist es nicht wunderschön? Ich spare schon für die nächste Bloomingville-Bestellung (dann vielleicht Isabella in blau?), weil es doch recht teuer ist, kann ich es mir immer nur stückweise bestellen. Danke fürs Anfixen, liebe Laura! (Bei ihr habe ich Bloomingville nämlich an irgendeinem vegan wednesday entdeckt.) ;-)



für eine Portion:
3-4 EL gekochte Hirse
1/2 Apfel
1/2 Banane
Soja-Reis-Drink (oder andere Milch(alternative) nach Geschmack)
nach Geschmack: Zimt, Reissirup, Ahornsirup

Apfel waschen und grob raspeln. (Oder in Scheiben schneiden, so werde ich es beim nächsten Mal machen, mir waren die Raspel zu fein.) Die Hirse mit dem Apfel und etwas Zimt mischen. Einen großzügigen Schuss "Milch" dazu geben und aufkochen. 2-3 Minuten köcheln lassen. Je nach gewünschter Konsistenz Milch hinzufügen. Die Banane in Scheiben schneiden und dazu geben.
Mit Zimt bestreut und nach Geschmack mit etwas Reissirup (bei mir 1 TL) servieren. 


Ach ja, der Kaffee ist übrigens mit Hafermilch! Ich bin megaglücklich, weil ich EWIG auf der Suche nach einer pflanzlichen Milch war, nicht ausflockt, wenn man heißen Kaffee zur kalten Milch gibt! Noch ein Punkt auf der "veganer werden"-Liste, den ich abhaken kann. :-) (Der Kaffee ist der bio-fair trade von Darbhoven, beim Ausflocken von pflanzlicher Milch spielt ja auch der Säuregehalt des Kaffees eine große Rolle, mal sehen, wie es sich mit anderen Kaffeesorten und Hafermilch verhält.)



*Amazon-Affiliate (Das bedeutet: Wenn ihr den Link anklickt und dann bei Amazon einkauft, bekomme ich eine kleine Provision. Euch entstehen keine Kosten und ich kann mir neue Kochbücher (oder neues Geschirr) kaufen.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Zitronen-Petersilien-Hummus

Wie versprochen gibt es heute mein Rezept für das Zitronen-Petersilien-Hummus für euch. Es basiert auf meinem Grundrezept, enthält aber extraviel Zitronensaft und frische Petersilie. Nehmt bitte keine Tiefkühlpetersilie dafür, die schmeckt bei weitem nicht so gut wie frische!


Rezept für eine große Portion Hummus:
1 Glas Kichererbsen
1 Biozitrone, Zesten und Saft
1 EL Tahin
1 EL Olivenöl
1/2 TL Kreuzkümmel, geröstet und zerstoßen
Petersilie (Menge nach Geschmack, bei mir ca. 1/2 Bund)
ggf. 1 Knoblauchzehe 
Salz
Zitrone heiß waschen, Schale abreiben, auspressen.
Kichererbsen abspülen. Zusammen mit Zitronensaft, Olivenöl und Tahini in einen hohen Becher geben. Pürieren. Ggf. noch etwas Wasser hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. (Ihr könnt auch Olivenöl statt Wasser nehmen. Mir ist das dann aber zu fettig.)  
Petersilie waschen, die die dicken Stängel entfernen und hacken. Petersilie, die Zitronenzesten und die gepresste Knoblauchzehe und Kreuzkümmel zur Kichererbsenpaste geben. Alles verrühren und mit Salz abschmecken.
Das Hummus schmeckt am besten, wenn es über Nacht durchgezogen ist.





Montag, 20. Oktober 2014

{How to} Buddha Bowl // Super Bowl

Bei Facebook habe ich es vor einigen Tagen schon geschrieben, ich habe mir vorgenommen, mich ein bisschen gesünder zu ernähren.  Lecker essen will ich aber trotzdem, was anderes steht gar nicht zur Debatte. Ich will einfach den Unsinn weglassen oder zumindest reduzieren. Mit konsequentem #lowcarb #sugarfree #fatfree #raw #cleaneating #funfree kann man mich auch jagen. Mein Plan ist simpel: weniger Ungesundes essen. Das heißt: weniger Käse (in der letzten Zeit gab es recht häufig welchen), keine Asiaglutamatbomben mehr (zumindest nicht mehr wöchentlich), mehr Hülsenfrüchte, mehr Rohkost, weniger tierische, dafür mehr gesunde Fette.
Vor einiger Zeit stieß ich bei pinterest auf "Buddha Bowls". Das hat mich sofort angesprochen, es sah einfach sooo lecker aus! Fragt mich nicht, woher der Name kommt, ähnliches findet man auch unter "vegan bowls" oder "super bowls". Mir gefällt aber Buddha Bowl am besten. ;-) Die Anleitung, an der ich mich orientiere, sagt auch "Buddha Bowl". Für Buddha Bowls gibt es aber nicht DAS Rezept, der Grundgedanke dahinter ist, dass man auf einem Teller (bzw. in einem Bowl) Grünzeug, Gemüse, gesunde Fette, gesunde Kohlenhydrate und Eiweiß zu einer Mahlzeit vereint.
Wenn ihr unten meine Buddha Bowls seht, dann seid nicht gleich abgeschreckt, weil das wahnsinnig kompliziert und aufwändig aussieht. Klar liegen sehr viele verschiedene Komponenten auf dem Teller. Aber vieles davon kann man gleich in größeren Mengen zubereiten, in Tupperschüsseln verpackt halten sich die Zutaten auch 2-3 Tage im Kühlschrank. (#mealprep(ping) heißt das auf instagram-deutsch, glaube ich.) 

Buddha Bowl
Und so stellt ihr eurem Buddha Bowl zusammen. 
Wählt jeweils eine (oder mehrere) Zutaten:


1. Basis: Salat/"Blättriges":
  • Salat (Blattsalat, Eisberg, Feldsalat,...)
  • Spinat
  • Grünkohl
  • Mangold
  • Kohl (Weißkohl/Spitzkohl/Rotkohl)
  • Chicorée
  • Radicchio

2. Gemüse
  • roh: Karotte, Kohlrabi, Paprika, Tomate,... 
  • gedämpft: Brokkoli, Blumenkohl, rote Bete,...
  • im Ofen geröstet: Kürbis, Wurzelgemüse, Rosenkohl,...

3. Getreide
  • (Vollkorn)Reis
  • Quinoa
  • Amarath
  • Hirse
  • Buchweizennudeln

4. Protein/Eiweiss
  • Tempeh
  • Tofu 
  • Kichererbsen
  • Linsen
  • Bohnen
  • Ei
  • Ziegenkäse/Quark

5. gesundes Fett
  • Avocado
  • Olivenöl
  • Sesamöl
  • Leinsamenöl
  • Tahini

6. Toppings/Dessings/nette Zusätze
  • Erdnusssauce
  • Sojasauce/Tamari
  • Zitronensaft
  • Oliven
  • Nährhefe
  • frische Kräuter
  • Nüsse/Saaten

... gebt alles in eine Schale/auf einen Teller und genießt!


Meine bisherigen Buddha Bowls:
Buddha Bowl



Buddha Bowl I:
1. Eisbergsalat
2. Karotte, Tomate, gebratene Champignons, Ofenkürbis
3. Sobanudeln
4. Mango Curry Tofu
5. Tahini-Dressing mit Zitrone und Sojasauce
6. Petersilie, Sesam


Buddha Bowl


 Buddha Bowl II:
1. Eisbergsalat
2. Karotte, grüne Paprika, gebratener Mangold, gedämpfte rote Beete, gedämpter Brokkoli
3. (auf Getreide hab ich verzichtet)
4. Mandel-Sesam-Tofu, Hummus
5. Tahini, Olivenöl (im Hummus)
6. Zitrone, Petersilie (im Hummus)

Das Rezept für das Hummus folgt morgen, das ist ein unglaublich leckeres Petersilien-Zitronen-Hummus, das verdient einen eigenen Post! ;-)

Buddha Bowl





    So, ich hoffe, euch hat es gefallen. Ihr werdet hier sicher den ein oder anderen Bowl zu sehen bekommen. Wenn euch irgendwas unklar ist und ihr genaue Anleitung braucht, um eine Komponente zuzubereiten, fragt einfach! Noch mehr Inspiration findet ihr auf meiner Pinterest-Pinnwand.

    Hattet ihr schon mal von Buddha Bowls (oder Super Bowls) gehört?
    Falls ja: Was sind eure liebsten Kombinationen?

    Sonntag, 19. Oktober 2014

    Flammkuchen mit Radicchio, Feigen und karamellisiertem Ziegenkäse

    Auf diesen Flammkuchen habe ich Lust, seit ich Sias Tarte aux figues sah und die lustige Feigengeschichte dazu las.
    Falls ihr euch jetzt wundert, wie ich von Sias Tarte auf einen Flammkuchen komme, kann ich euch das nicht verübeln. Wenn ich bestimmte Zutaten sehe, dann springt bei mir sofort das Kopfkino an und mir schwirren ganz viele leckere Sachen im Kopf herum, ich überlege, wie ich sie am besten kombinieren kann...ich bin sicherlich nicht die einzige, der es so geht, oder? Was fällt euch ein, wenn ihr Feigen seht? Oder diesen Flammkuchen?
    Meistens dauert es eine Weile, bis ich es umsetze (in diesem Falle habe ich einfach keine leckeren Feigen gefunden), aber letzte Woche war es dann ENDLICH so weit! (Sorry Sia, dass ich dir nicht Bescheid gesagt hab. Ich war zu egoistisch und wollte nicht teilen. ;-) )
    Mein Ziegenkäse war von der Frischetheke, ihr könnt zur Not auch den Sainte Maure von Président aus dem Kühlregal nehmen, allerdings schmeckten diese dicken Rollen meistens viel besser. Der Ziegenkäse und die Feigen schmecken wunderbar süßlich-herzhaft, der bitterliche Radicchio passt ganz wunderbar als "Gegengewicht". Eine Kombination, die es so zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal bei mir gab.

    Flammkuchen mit Radicchio, Feigen und karamellisiertem Ziegenkäse

    Für einen Flammkuchen braucht ihr:
    Teig:
    150g Mehl
    2g Hefe
    1/2 TL Zucker
    2g Salz
    1/2 EL Olivenöl
    Belag:
    2 EL Schmand
    2 EL Saure Sahne
    Salz, Peffer
    2 Handvoll Radicchio, in Streifen
    1 kleine Zwiebel, in dünnen Scheiben
    1-2 Feigen, in dicken Scheiben
    100g Ziegenkäse
    1 TL Honig

    Hefe und Zucker in ca. 50ml lauwarmen Wasser auflösen. 1/2 EL Mehl dazu rühren und dann zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. 
    Das restliche Mehl, Olivenöl und Salz dazu geben. Verrühren und dann schluckweise lauwarmes Wasser dazu geben und verkneten, bis ein elastischer, weicher Teig entsteht. 
    In eine Schale/Tupperdose geben, verschließen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. (Zur "Not" könnt ihr den Teig auch "sofort" weiter verwenden, nehmt dann etwas mehr Hefe und gebt ihm aber trotzdem mindestens 1-2 Stunden Zeit, sein Volumen zu verdoppeln.)
    Den Teig eine Stunde vor Verwendung aus dem Kühlschrank holen. 
    Ofen auf 230°C vorheizen.
    Schmand und Saure Sahne verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche auswallen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. die Schmand-Mischung darauf verstreichen. Mit Zwiebelringen und Radicchio belegen (der Radicchio sollte sehr trocken geschleudert sein!). Ziegenkäse und Feigen darüber legen, die Ziegenkäsestücke mit etwas Honig beträufeln.
    Ca. 20 Minuten backen, bis der Flammkuchen knusprig ist.


    Flammkuchen mit Radicchio, Feigen und karamellisiertem Ziegenkäse