Sonntag, 27. Juli 2014

Veganer Kirschauflauf

Eigentlich wollte ich einen Clafoutis backen. Die Suche nach einem eifreien Clafoutis gestaltete sich aber ziemlich schwierig. Viele Rezepte bestanden hauptsächlich aus viel Mehl und Flüssigkeit und sahen eher nach Kuchen als Clafoutis aus. Was einen Clafoutis aber ausmacht, ist ein fluffiger, leichter Teig. In mein nicht-veganes Standardrezept kommen viele Eier auf wenig Mehl. Ich stellte mir also einen Auflauf mit Seidentofu vor. Nach gefühlt ewiger Suche fand ich dieses Rezept, an diesem habe ich mich orientiert. Mein Auflauf hatte leider nicht wirklich etwas mit Clafoutis zu tun, schmeckte aber trotzdem richtig, richtig lecker und deswegen möchte ich das Rezept mit euch teilen.

für 2-3 Portionen braucht ihr:
200g Seidentofu
100g Vanille-Sojaghurt
120g Haselnussdrink
40g Zucker
1 Prise Salz
1 Msp. gemahlene Vanille
1 EL Maisstärke
30g Mehl (nächstes Mal vermutlich: 40g)
1/2 TL Backpulver
250g Kirschen
Puderzucker

Seidentofu mit Vanille-Sojaghurt und Haselnussdrink pürieren. Zucker, Salz und Vanille unterrühren. Mais, Mehl und Backpulver ebenfalls unterrühren.
Den Teig in eine Aufflaufform geben, die Kirschen gleichmäßig verteilen.
Bei 190°C ca. 40-50 Minuten backen.
Den Auflauf etwas abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben. Lauwarm oder kalt servieren. Genießen.

Freitag, 25. Juli 2014

Pasta mit Avocado und sonnengetrockneten Tomaten

Dieses Rezept hab ich vor einer halben Ewigkeit schon einmal gebloggt. Weil mein Blog damals ca. 10 Leser hatte, gibt es das Rezept heute noch einmal aufgewärmt.
Meine Meinung ist unverändert: Ich bin verliebt in dieses Essen.
Es geht in null-komma-nix auf dem Tisch und ist geschmacklich der Knaller. (Wenn man denn auf Avocado ✔, Tomate ✔, Knoblauch ✔steht.)
Wie immer, wenn ein Rezept aus so wenigen Zutaten besteht, müssen diese von bester Qualität sein. Meine Tomaten kamen dieses Mal nicht aus dem Garten meiner Eltern, sondern von meiner Vegan Package Swap Partnerin aus Sizilien. Die Avocado war wie immer von der Sorte Hass. Das sind die kleinen, rundlichen, fast schwarzen Avocados. Die anderen Sorten, die man in Deutschland bekommt, sind meistens nicht so aromatisch wie diese.



Rezept für 2 Portionen:
200-250g Pasta nach Wahl
1 Handvoll getrocknete Tomaten
1-2 Knoblauchzehen, gehackt
1 Avocado (Sorte: Hass)
Olivenöl
Salz, Pfeffer
(bei mir zusätzlich: Gewürzsalz feurig-fruchtig von Alnatura)

Die Tomaten in Streifen schneiden, in eine kleine Schale geben und mit so viel kochendem Wasser übergießen, dass die Tomaten damit knapp bedeckt sind.
Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen. Abschütten und abtropfen lassen.
In einem Topf den Knoblauch in ca. 1 EL Olivenöl anschwitzen lassen. Die Pasta und die Tomate (samt Einweichwasser) dazu geben, ca. 2 Minuten ziehen lassen.
In der Zwischenzeit die Avocado halbieren, entkernen und mit Hilfe eines Löffels aushöhlen. Die Avocado mit einer Gabel grob zerdrücken. Unter die Pasta rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und sofort servieren.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Koreanische Zucchinipfannkuchen (vegan)

Einige wenige Rezepte stehen nur kurze Zeit auf meiner ewiglangen to cook-Liste. Nachmittags gesehen und nur wenige Stunden später als Abendessen auf dem Teller, standen diese Zucchinipfannkuchen wohl mit am kürzesten drauf. Ich weiß nicht, wann ich ein Rezept zum letzten Mal so schnell nachgekocht habe.
Ich wurde zum Glück nicht enttäuscht, die Pfannkuchen schmecken so lecker, wie ich es mir vorgestellt habe. Allerdings kamen bei mir nur 2 dicke Pfannkuchen raus. Ich schätze, das lag daran, dass ich meine Zucchini wirklich sehr grob geraspelt hatte. Beim nächsten Mal (und ein nächstes Mal wird es definitiv geben) werde ich die Zucchini etwas feiner raspeln.
Der Dipp dazu ist passt wirklich klasse zu den Pfannkuchen und gibt ihnen die richtige Würze. So ähnlich mache ich auch immer meinen Dipp für Sommerrollen. Der Knoblauch passt wirklich super dazu. Nur mit etwas Wasser gestreckt habe ich ihn, sonst wäre es mir zu salzig geworden. Da müsst ihr am besten selbst probieren, wie ihr eurem Dipp mögt.
Als Eiersatz habe ich Chiasamen verwendet. Das hat wirklich sehr gut geklappt. Ihr wisst ja, dass ich künstlichen Eiersatz nicht so toll finde, deswegen freue ich mich, neben Leinsamen, Bananen und Apfelmus eine weitere gute Alternative gefunden zu haben. Hat vielleicht jemand schon mal mit Chiasamen als Eiersatz gebacken und kann mir sagen, ob das auch so gut funktioniert?
So, genug gesabbelt, danke liebe Anikó für das tolle Rezept!



Zutaten für 2 Portionen:
Pfannkuchen:
1 EL Chiasamen, zerstoßen
5 EL lauwarmes Wasser
125 g Mehl
1 Prise Salz (bei mir: Kala Namak)
1 Msp. Kurkuma (für eine gelbliche Farbe, kann weggelassen werden)
140 ml Wasser
300 g Zucchini, geraspelt
1 Schalotte, fein gewürfelt
1 TL Öl
Pfeffer
Öl zum Ausbraten
Dipp:
2 EL Sojasauce
2 EL Reisessig
1-2 EL Wasser
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 TL Sesamöl
1 Prise Chiliflocken

Chiasamen mit lauwarmem Wasser verrühren und 10 Minuten quellen lassen.
In der Zwischenzeit den Dipp anrühren.
Mehl, Salz, Kurkuma, Öl und Wasser zu den Chiasamen geben und ordentlich verrühren. Ca. 15 Minuten quellen lassen, dann Zucchini und Schalottenwürfel unterheben.
In einer beschichteten Pfanne Bratöl erhitzen. Teig in die Pfanne geben und glatt streichen. Pfannkuchen goldbraun ausbacken.
Die Pfannkuchen vierteln, sechsteln oder achteln. Mit dem Dipp servieren.
Genießen.

Mittwoch, 23. Juli 2014

vegan wednesday- der hundertste!


http://living-lohas.blogspot.de/2012/08/vegan-wednesday.html

Wow, heute ist schon der hunderste vegan wednesday!
Zur Feier des Tages mach ich mal wieder mit, zum letzten Mal teilgenommen habe ich beim 65., zum ersten Mal war ich beim dritten vegan wednesday dabei.

Für alle, die gar nicht wissen, was der vegan wednesday ist, ganz kurz erklärt:
Ursprünglich von Cara von think. care. act., Julia von Mixxed Greens und Carola von twoodledrum ins Leben gerufen, soll der vegan wednesday gegen das Vorurteil, dass man als Veganer nur Obst, Gemüse und Körner essen kann, ankämpfen und die Vielfalt auf veganen Tellern zeigen.
Früher wurde immer das Mittwochsessen von früh bis spät fotografiert, inzwischen sind die Regeln aber etwas gelockert und es geht darum, veganes, leckeres, buntes Alltagsessen zu zeigen. Bei mir gibt es heute aber die klassische Version vom vegan wednesday, also was ich von morgens bis abends so gegessen habe.

Zum Frühstück gab es Kaffee und Chia-Haselnuss-Pudding und Johannisbeeren.
Mittags gab's Brot mit Green Heart Kürbis-Grünkern-Aufstrich, gelbe Paprika und Spitzkohlsalat mit Schnittlauchvinaigrette.



Nachmittags gab's bei mir keinen Geburtstagskuchen, aber ich hab den 100. vegan wednesday mit einem sehr leckeren veganen Schoko-Cashew-Cookie (gibt es neu bei Alnatura) gefeiert, dazu gab es einen Saft.
Abends gab's Koreanische Zucchinipfannkuchen (mittags bei Paprika meets Kardamom gesehen und kurzerhand den Abendessensplan umgeworfen. Mein veganisiertes Rezept gibt es morgen für euch ist jetzt online!)







Heute und die ganze Woche wird groß gefeiert, auf der Facebookseite wurden schon ein paar Überraschungen angekündigt. Ich bin gespannt und sage danke an Cara, Regina, Missy Cookie, Petzi und last but not least Frau Schulz für euer Engagement!

Dienstag, 22. Juli 2014

Sommerrollen

Ich muss gestehen, früher fand ich Sommerrollen doof. Sie waren für mich die Diätvariante von leckeren, knusprigen, in Fett frittierten Frühlingsrollen. Letztes Jahr im Sommer wurde ich dann aber ein Fan. Sommerrollen sind alles andere als langweilig und nichtsschmeckend, sie sind frisch, knackig, wundervoll!
Man kann Sommerrollen auch supergut gemeinsam zubereiten, jeder kann sich seine Rollen selbst nach Lust und Laune füllen. Das Raclette des Sommers quasi. ;-)
Als Dipp könnt ihr süß-saure Chilisauce nehmen (selbstgemacht oder gekauft), aufgemotzte Sojasauce (Rezept folgt unten) oder Erdnusssauce (davon bin ich kein Fan, ich finde, die erschlägt geschmacklich alles).
Ihr könnt Sommerrollen als Vorspeise essen oder als Hauptgericht. Ich esse meistens 6 Stück als Hauptgericht, ich bin süchtig.

Sommerrollen

Für sechs Sommerrollen braucht ihr:

als Basics: 
6 runde Blätter Reispapier
50g Glasnudeln, nach Packungsangabe zubereitet und abgeschreckt
6 Blätter Blattsalat (die geben den Rollen Halt, gerade, wenn ihr im Rollen nicht so geübt seid)
Koriander

außerdem:
ca. 150g Tofu (hier: Taifun Mango-Curry und Taifun Mandel Sesam)
Gurke, in Stiften
Karotte, in dünnen Stiften
Weißkohl, in dünnen Streifen, mit etwas Salz weichgeknetet

außerdem (nicht in den Rollen auf den Bildern enthalten, aber getestet und für gut befunden):
knackig gedünster Brokkoli
kurz angebratene Zucchini, mit Sojasauce abgelöscht, in Stiften
Avocado, in Streifen
Mango, in Stiften
Chinakohl, in Streifen
Rotkohl, in dünnen Streifen, mit etwas Salz weichgeknetet
Mungobohnensprossen
Frühlingszwiebeln
Minze
Thai-Basilikum

Zum Sommerrollenrollen baue ich mir immer immer eine Zutatenstraße, die sieht so aus:

Das Reispapier taucht ihr kurz in lauwarmes Wasser, dann legt ihr das Reispapier auf ein Holz-/Bambusbrett. (Man kann auch einen Teller nehmen, ich finde Holzbretter aber besser, weil die ein wenig Wasser aufsaugen, das verhindert, dass das Reispapier zu weich wird.)
Dann geht es ans Belegen. Ich belege immer den unteren Teil.  Als unterstes lege ich immer den Koriander und darauf ein Salatblatt. Darauf kommen die restlichen Zutaten. Passt auf, dass ihr eure Rollen nicht überfüllt.
Das Rollen ist ein bisschen tricky, ich hatte am Anfang meine Schwierigkeiten damit. Wickelt das Reisblatt zu 2/3 auf, drückt die Füllung dabei fest zusammen. Schlagt die Seiten ein und wickelt die Rolle fertig auf. (Schaut euch dieses Video ein, das könnte hilfreich sein.)

Sommerrollen


Nun kommen wir noch zum Dipp, dazu braucht ihr,
für eine Portion:
2 EL Wasser (je nachdem, wie intensiv eure Sojasauce ist)
1,5 EL Sojasauce, salzreduziert
0,5-1 EL Reisessig (oder Limettensaft)
ein paar Chiliflocken

verrühren, etwas ziehen lassen.

Sommerrollen