Mittwoch, 23. Juli 2014

vegan wednesday- der hundertste!


http://living-lohas.blogspot.de/2012/08/vegan-wednesday.html

Wow, heute ist schon der hunderste vegan wednesday!
Zur Feier des Tages mach ich mal wieder mit, zum letzten Mal teilgenommen habe ich beim 65., zum ersten Mal war ich beim dritten vegan wednesday dabei.

Für alle, die gar nicht wissen, was der vegan wednesday ist, ganz kurz erklärt:
Ursprünglich von Cara von think. care. act., Julia von Mixxed Greens und Carola von twoodledrum ins Leben gerufen, soll der vegan wednesday gegen das Vorurteil, dass man als Veganer nur Obst, Gemüse und Körner essen kann, ankämpfen und die Vielfalt auf veganen Tellern zeigen.
Früher wurde immer das Mittwochsessen von früh bis spät fotografiert, inzwischen sind die Regeln aber etwas gelockert und es geht darum, veganes, leckeres, buntes Alltagsessen zu zeigen. Bei mir gibt es heute aber die klassische Version vom vegan wednesday, also was ich von morgens bis abends so gegessen habe.

Zum Frühstück gab es Kaffee und Chia-Haselnuss-Pudding und Johannisbeeren.
Mittags gab's Brot mit Green Heart Kürbis-Grünkern-Aufstrich, gelbe Paprika und Spitzkohlsalat mit Schnittlauchvinaigrette.



Nachmittags gab's bei mir keinen Geburtstagskuchen, aber ich hab den 100. vegan wednesday mit einem sehr leckeren veganen Schoko-Cashew-Cookie (gibt es neu bei Alnatura) gefeiert, dazu gab es einen Saft.
Abends gab's Koreanische Zucchinipfannkuchen (mittags bei Paprika meets Kardamom gesehen und kurzerhand den Abendessensplan umgeworfen. Mein veganisiertes Rezept gibt es morgen für euch.)







Heute und die ganze Woche wird groß gefeiert, auf der Facebookseite wurden schon ein paar Überraschungen angekündigt. Ich bin gespannt und sage danke an Cara, Regina, Missy Cookie, Petzi und last but not least Frau Schulz für euer Engagement!

Dienstag, 22. Juli 2014

Sommerrollen

Ich muss gestehen, früher fand ich Sommerrollen doof. Sie waren für mich die Diätvariante von leckeren, knusprigen, in Fett frittierten Frühlingsrollen. Letztes Jahr im Sommer wurde ich dann aber ein Fan. Sommerrollen sind alles andere als langweilig und nichtsschmeckend, sie sind frisch, knackig, wundervoll!
Man kann Sommerrollen auch supergut gemeinsam zubereiten, jeder kann sich seine Rollen selbst nach Lust und Laune füllen. Das Raclette des Sommers quasi. ;-)
Als Dipp könnt ihr süß-saure Chilisauce nehmen (selbstgemacht oder gekauft), aufgemotzte Sojasauce (Rezept folgt unten) oder Erdnusssauce (davon bin ich kein Fan, ich finde, die erschlägt geschmacklich alles).
Ihr könnt Sommerrollen als Vorspeise essen oder als Hauptgericht. Ich esse meistens 6 Stück als Hauptgericht, ich bin süchtig.

Sommerrollen

Für sechs Sommerrollen braucht ihr:

als Basics: 
6 runde Blätter Reispapier
50g Glasnudeln, nach Packungsangabe zubereitet und abgeschreckt
6 Blätter Blattsalat (die geben den Rollen Halt, gerade, wenn ihr im Rollen nicht so geübt seid)
Koriander

außerdem:
ca. 150g Tofu (hier: Taifun Mango-Curry und Taifun Mandel Sesam)
Gurke, in Stiften
Karotte, in dünnen Stiften
Weißkohl, in dünnen Streifen, mit etwas Salz weichgeknetet

außerdem (nicht in den Rollen auf den Bildern enthalten, aber getestet und für gut befunden):
knackig gedünster Brokkoli
kurz angebratene Zucchini, mit Sojasauce abgelöscht, in Stiften
Avocado, in Streifen
Mango, in Stiften
Chinakohl, in Streifen
Rotkohl, in dünnen Streifen, mit etwas Salz weichgeknetet
Mungobohnensprossen
Frühlingszwiebeln
Minze
Thai-Basilikum

Zum Sommerrollenrollen baue ich mir immer immer eine Zutatenstraße, die sieht so aus:

Das Reispapier taucht ihr kurz in lauwarmes Wasser, dann legt ihr das Reispapier auf ein Holz-/Bambusbrett. (Man kann auch einen Teller nehmen, ich finde Holzbretter aber besser, weil die ein wenig Wasser aufsaugen, das verhindert, dass das Reispapier zu weich wird.)
Dann geht es ans Belegen. Ich belege immer den unteren Teil.  Als unterstes lege ich immer den Koriander und darauf ein Salatblatt. Darauf kommen die restlichen Zutaten. Passt auf, dass ihr eure Rollen nicht überfüllt.
Das Rollen ist ein bisschen tricky, ich hatte am Anfang meine Schwierigkeiten damit. Wickelt das Reisblatt zu 2/3 auf, drückt die Füllung dabei fest zusammen. Schlagt die Seiten ein und wickelt die Rolle fertig auf. (Schaut euch dieses Video ein, das könnte hilfreich sein.)

Sommerrollen


Nun kommen wir noch zum Dipp, dazu braucht ihr,
für eine Portion:
2 EL Wasser (je nachdem, wie intensiv eure Sojasauce ist)
1,5 EL Sojasauce, salzreduziert
0,5-1 EL Reisessig (oder Limettensaft)
ein paar Chiliflocken

verrühren, etwas ziehen lassen.

Sommerrollen

Sonntag, 20. Juli 2014

Dicke Bohnen mit Fleur de Sel

Puh, ist das warm! Ich sitze den ganzen Tag vor dem Ventilator und versuche, mich möglichst selten davon wegzubewegen. Zu trinken gibt es Beereneistee, Iced Coffee und natürlich viel Wasser. Zu essen gibt es möglichst unkomplizierte, schnell gemachte Dinge. Wie zum Beispiel diese dicke Bohnen mit Fleur de Sel. Die Zutatenliste ist kurz, die Zubereitung unkompliziert, während des Bohnen Schälens und des anschließenden Bohnenkerne Häutens kann man sich wieder vor den Ventilator setzen. Zahl der Sterne auf der Hitzetauglichkeitsskala für Gerichte: 5 von 5 Sternen.
Das Rezept ist aus meinem heißgeliebten Meine Sonnenküche* Kochbuch. In dem Buch finden sich sehr viele solcher simplen Gerichte. Für einige mag das ein Kritikpunkt sein, für mich ist es ein Grund, wieso ich das Buch so sehr mag. Wenige Zutaten, die den Geschmack aus dem saisonalen Obst und Gemüse herauskitzeln und perfekt ergänzen. Ganz abgesehen von den wunderbaren Bildern, die mich von Südfrankreich träumen lassen. Hach...
dicke Bohnen

Rezept:
400g dicke frische Bohnen
Fleur de Sel
bestes Olivenöl
schwarzer Pfeffer
(evtl. Knoblauch)

Vor den Ventilator setzen und Bohnen schälen. Die Bohnen für 5 Minuten in Salzwasser kochen. In ein Sieb gießen und in einer Schüssel mit eiskaltem Wasser abschrecken. Wieder vor den Ventilator setzen und die Bohnenkerne häuten. Dazu ritze ich die Haut der Bohnen mit einem scharfen Messer ein. Die Bohnenkerne nicht sofort aufessen (das ist wirklich schwer!), sondern auf einem Teller anrichten. Olivenöl darüber träufeln. Bei mir gab es noch eine gehackte Knoblauchzehe dazu, die könnt ihr aber auch weglassen. Mit Fleur de Sel und frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.
Vor den Ventilator setzen und genießen.


*Amazon-Affiliate ((Das bedeutet: Wenn ihr den Link anklickt und anschließend etwas bei amazon kauft, erhalte ich eine kleine Provision. Euch entstehen keine Kosten und ich freue mich über einen kleinen Zuschuss für neue Kochbücher.)

Freitag, 18. Juli 2014

Mangold-Polenta

Polenta liebe ich sehr, vor allem in Breiform. Alles, was mit dem Löffel gegessen werden kann, ist für mich echtes Soulfood. Durch die noch knackigen Mangoldstückchen kommt aber kein Babybreigefühl auf, falls da jemand Bedenken haben sollte. ;-) (Das wurde neulich in einer Facebookgruppe zu meinem Rahmspinat mit Kartoffelbrei angemerkt, haha.) Man kann natürlich auch Mangold und Polenta getrennt servieren.
Die Zubereitung des Mangolds habe ich mir von meiner Oma abgeschaut. Die hat das in irgendeiner Nachmittagskochsendung gesehen und nachgekocht, als ich letztens für ein paar Tage zu Hause war. Wer Wein nicht so gerne mag, kann ihn einfach durch Gemüsebrühe ersetzen.

Mangold Polenta


Rezept für eine Person:
60g Polenta
250ml Gemüsebrühe
1 Schalotte
ca. 300g Mangold
Weißwein
Zucker
Salz, Pfeffer
Öl

Schalotte fein hacken.
Mangold waschen, die Stiele in dünne Streifen schneiden, die Blätter grob hacken.
Gemüsebrühe aufkochen, Polenta einrühren. (Schaut für das richtige Polenta-Flüssigkeitsverhältniss auf den Zubereitungshinweis auf eurer Polentapackung.)
Öl erhitzen. Die Mangold-Stiele darin ein paar Minuten andünsten, dann die Schalotte dazu geben. Wenn die Schalotte glasig ist, die Mangoldblätter dazu geben. Mit einen Schluck Weißwein ablöschen und kurz köcheln lassen, bis das Blattgrün zusammenfällt. Mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Zucker abschmecken.
Vor dem Servieren die Polenta und den Mangold mischen oder getrennt servieren. So oder so: genießen.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Gnocchi [Grundrezept]

Gnocchi hab ich noch nicht besonders oft gemacht. Mit dem Ergebnis war ich meistens auch eher unzufrieden, meine Gnocchi wurden oft ein bisschen "speckig" und zäh, aber dieses Mal sind sie mir wirklich gut gelungen. Deswegen möchte ich mein neues Grundrezept für Gnocchi mit euch teilen. In den meisten Rezepten, die ich gefunden habe, war der Mehlanteil bedeutend höher, ich habe nur recht wenig Mehl verwendet. Weil ich keine Kartoffelpresse habe, habe ich die Gnocchi nicht gepresst, sondern zerstampft.
Meine Gnocchi sind ein bisschen groß geraten, beim nächsten Mal würde ich sie ein bisschen kleiner machen.



Rezept für 2 Portionen (als Beilage, sonst wird's ein bisschen knapp):
400g Pellkartoffeln ohne Schale (vom Vortag)
1 Eigelb
60g Mehl
Salz, Pfeffer, Muskat

Die Kartoffeln pressen oder ordentlich zerstampfen. (Ich habe mit einer Gabel nachgeholfen, weil die Kartoffeln sonst noch sehr stückig waren.) Das Eigelb dazu geben und verrühren. Ordentlich salzen, pfeffern und Muskat dazu reiben. Das Mehl dazu geben und zügig zu einem glatten Teig verkneten.
Den Teig halbieren und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu zwei ca. 2 cm-dicken Strängen formen. Mit einem Messer abschneiden. Zu kleinen Kugeln formen und dann leicht platt drücken.
Die Gnocchi in 2 Liter kochendes Salzwasser geben und so lange kochen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schöpfkelle aus dem Wasser nehmen und entweder sofort servieren oder in ein Sieb geben.

Bei mir gab es die Gnocchi in Olivenöl und Butter angebraten, mit Knoblauch, frischem Schnittlauch und leckerstem Vorarlberger Rochus-Käse (ihr könnt auch Parmesan oder Pecorino nehmen).






Für diese Gnocchi habe ich mein letztes Oma-Ei verwendet, mein nächstes Projekt sind dann vegane Gnocchi. Hat jemand ein Rezept für vegane Gnocchi? Sojamehl mag ich nicht verwenden, das hat einen zu starken Eigengeschmack.