Montag, 26. Januar 2015

Baobab-Bananen-Shake

Nicht nur bei Foodblogrezepttrends bin ich eine ziemliche Scharchnase, sondern auch im Bereich Superfoods-Trendzutaten. Goji-Beeren, Kakaonibs, Matcha, Açai usw.usf.? Findet man bei mir nicht. Das Einzige, was meine Küche an gängigem Superfood zu bieten hat, sind Chiasamen. Und diese Packung hält sich auch schon seit über einem Jahr in meinem Vorratsschrank und geht immer noch nicht zuneige.
Zu Weihnachten bekam ich von meinen Eltern Baobab-Pulver. Habt ihr schon mal davon gehört? Ich noch nie. Meine Eltern sind da anscheinend hipper als ich. ;-) Bei amazon fand ich nämlich eine breite Liste an Anbietern, ist das Zeug also schon in? Oder ist der  Trend schon wieder vorbei? Ich weiss es nicht. 
Meine Eltern haben das Pulver auf der Plaza Culinaria gekauft und waren so begeistert, dass sie mir eine Packung mitbrachten. Und ich auch finde das Pulver ziemlich lecker. Man kann damit eine Menge anstellen, ich verwendete es als erstes für einen leckeren Bananen-Shake.
Baobab-Pulver wird vom Affenbrotbaum gewonnen und ist laut Herstellerinformation sehr gesund, es enthält eine Menge Vitamin C, Ballaststoffe und Calcium. Abgesehen davon finde ich, dass sich die sozialen Bemühungen des Herstellers sehr sympathisch. Mit "einem Griff ins Regal veränderst du jeden Tag die Welt"- seh ich genauso.
Kennt ihr denn Baobab-Pulver? Falls ja, was stellt ihr damit an?




Rezept für 1 Glas:
ca. 200ml Mandelmilch (ungesüßt)
1 Banane 
2 EL Baobab-Pulver

Alles in den  Thermomix werfen und pürieren.
(Kürzestes Rezept ever, haha.)



Damit keine Missverständnisse aufkommen, ich wurde für diesen Beitrag nicht bezahlt. Das Produkt war wie schon gesagt ein Geschenk meiner Eltern.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Glasnudelsalat mit Spinat, Karotten und Chinakohl

Ich liebe Nudelsalat! In zahlreichen Varianten, italienisch, asiatisch, ja, sogar den "klassischen" deutschen mit Mayodressing mag ich von Zeit zu Zeit. Meine absolute Lieblingsversion ist aber der Nudelsalat "asia style".
Weil ich noch einen Rest Glasnudeln hatte, entschloss ich mich spontan für einen Salat damit. Die Kombination mit Karotte, dicken Zwiebelstreifen und Spinat mag ich unglaublich gerne, so ähnlich gibt es den Salat nämlich auch bei meinem Lieblingskoreaner. Den Chinakohl hatte ich noch zu Hause und schnippelte ihn spontan mit dazu. Mein Salat war recht gemüselastig, ihr könnt natürlich auch mehr Nudeln nehmen und das Gemüse etwas reduzieren.




Für 5 Portionen:
4 EL Sesam
3 Karotten
2 Zwiebeln
1 EL Erdnussöl
125g Reisbandnudeln
350g Tiefkühl-Blattspinat (frischer geht natürlich auch)
ca. 150g Chinakohl
Koriander
Dressing:
1 EL Reisessig
2 EL Sojasauce
2 EL  Ketjap Manis*
1 EL Sesamöl
Salz, Zucker (zum Abschmecken)
außerdem:
Räuchertofu (100g pro Person)

Den Sesam ohne Fett anrösten.
Die Karotten schälen, halbieren, dann längs in Scheiben und dann in dünne Stifte schneiden.
Die Zwiebel halbieren und längs in Streifen schneiden.
Das Erdnussöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Die Karottenstifte hinein geben und ca. 3-4 Minuten anbraten. Dann die Zwiebelstreifen hinzugeben und ein paar Minuten mitbraten. Die Zwiebeln sollen leicht gebräunt sein, dürfen aber noch etwas Biss haben.
In der Zwischenzeit die Reisbandnudeln nach Packungsanweisung zubereiten. Meine mussten 4-5 Minuten kochen. Ich habe nach 2 Minuten den Blattspinat dazugegeben. Die Nudeln und den Spinat abgießen.
Das Dressing aus den Zutaten (außer Salz und Zucker) anrühren. Die lauwarmen Nudeln und das Gemüse dazu geben. Ca. 20 Minuten lang ziehen lassen. Dann mit Salz und Zucker abschmecken.
Zum Servieren mit Sesam und frischem Koriander bestreuen.

Bei mir gab es dazu Räuchertofu. Diesen habe ich einfach in dünne Scheiben geschnitten und in Erdnussöl knusprig angebraten.

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Weitere Nudelsalatvarianten, die es bisher auf meinen Blog geschafft haben:
* Mediterraner Nudelsalat
* Sundried Tomato Pasta Salad
* Nudelsalat mit Kichererbsen und gegrillter Paprika
* Nudelsalat mit "was halt so da war"
* Lauwarmer Nudelsalat mit Artischocke und Radicchio
* Asiatischer Nudelsalat I (mit Karotte, Rettich und Erdnüssen)
* Asiatischer Nudelsalat II (mit Karotte, Spinat und Sesam)
* Asiatischer Sobanudelsalat mit Spargel
* Sobabudelsalat mit Mango und Aubergine

Was ist euer liebster Nudelsalat?

Dienstag, 20. Januar 2015

{Gastpost} Alinas Avocado-Schoko-Pralinen

Guten Morgen liebe Leser!

Heute habe ich Besuch auf meinem Blog, Alina von bourbonlife - herzlich willkommen Alina, schön, dass du da bist!
In den nächsten Wochen habe ich einige meiner Lieblingsbloggerinnen zu mir eingeladen. Damit ihr, falls ihr sie noch nicht schon rechts in der Blogroll entdeckt habt, schöne Blogs kennen lernt. Und, nicht ganz uneigennützig, ;-) weil ich im Moment nicht abschätzen kann, wie regelmäßig ich in den nächsten Wochen blogtauglich kochen kann und Zeit zu bloggen haben werde. 
Alinas Blog lese ich quasi seit Beginn und mag ihn unglaublich gerne. Die farbenfrohen Fotos, Alinas Begeisterung für gutes Essen, die vielen käsigen Gerichte ("cheese porn" ist bei ihr wirklich keine Untertreibung), ihre tollen Gewürzkombinationen und ihre Zimtliebe gefallen mir supergut. Ihre Avocado-Schoko-Pralinen, die sie mir mitgebracht hat, sehen unglaublich lecker aus! Und wie toll, dass du meine Avocadoliebe gewürdigt hast, danke dafür, liebe Alina! :)


Eigentlich geht bei mir ja vor dem ersten Kaffee am Morgen, gefolgt von 'ner Kästestulle, gefolgt von einem Marmeladenbrot, gefolgt von noch mehr Kaffee, absolut nichts. Gar Nichts! Kein Wunder also, dass es meinen Mitesser und Gegenüber am Frühstückstisch ziemlich überraschte, als ich vor ein paar Tagen der Uhrzeit zum Trotz plötzlich erstaunlich redselig wurde. Der Grund? Eine E-Mail in meinem Postfach, in der mich Gourmande - Inhaberin einer meiner absoluten Immer-mehr-als-nur-einen-Besuch-wert Blogs fragte, ob ich nicht Lust hätte einen Gastpost zu schreiben. Und schon wenige Minuten später ertappte ich mich dabei, wie ich um kurz vor acht am Frühstückstisch saß und im Internet nach Rezeptideen stöberte...

Bisher bin ich absoluter Neuling, was solche 'Auswärtsbesuche' auf anderen Blogs angeht. Denn mein eigener Blog 'bourbonlife' entstand, um ganz ehrlich zu sein, aus einer zunächst ziemlich eigennützigen Idee heraus - aus verschiedenen Gründen sah ich mich mehr oder weniger 'gezwungen', mich irgendwie aufmerksamer mit meiner Ernährung auseinanderzusetzen. Hektik adé und ganz nach dem Motto: Wohlempfinden und Genuss erfordert ein Stück mehr als nur darauf Wert zu legen 'was' man isst, nämlich vor allem auch 'wie'. Und tatsächlich: Das Schreiben meines Kochblogs führte mich von Tag zu Tag wieder dahin, bewusster und mit mehr Ruhe zu essen. Und auch wieder mehr geniessen zu können. Das war zuletzt einfach im Alltag untergegangen.

So. Nach diesen geistreichen Ergüssen sollen aber nun endlich Taten folgen. Aber womit sollte ich die liebe Gourmande bloß beglücken? Sie selbst hatte mir geschrieben, dass sie vermutlich in der nächsten Zeit nur wenig Zeit für das Schreiben von Blogeinträgen haben wird. Daher ja auch die Einladung an mich, für die ich mich natürlich auch noch bedanken muss (also: Danke, danke, danke! Ich fühle mich wirklich geehrt!) - Vermutlich hat sie also auch ungefähr genauso wenig Zeit um am Herd zu stehen und sich wie gewohnt mit leckerer, gesunder Kost zu versorgen. Das wäre dann also nun mein Part!

Nichts erschien mir besser geeignet als etwas für 'auf die Hand'. Aus sicherer Quelle (nämlich ihrem eigenen Rezeptindex) weiß ich, dass Gourmande und Avocados mindestens genauso dicke sind wie ich und Schokolade. Dass Avocado und Schokolade zusammen passen, weiß ich wiederum spätestens seit meinem ersten Versuch, eine vegane Schokomousse herzustellen, von der ich seitdem übrigens nicht mehr weg komme... Diese Avocado-Schoko-Pralinen sind quasi die 'Mousse to-go'. Einfach unwiderstehlich köstlich. Und damit hoffe ich, Gourmande etwas Nervennahrung für die nächste Zeit mitgeben zu können. Hoffentlich ist deine stressige Zeit bald vorbei - solange darfst du dich gerne von meinem Berg Pralinen bedienen (der zugegebenermaßen mittlerweile aber auch nicht mehr ganz so hoch ist, wie auf dem Bild zu sehen...;-)



Hier kommt das Rezept für etwa 30 Avocado-Schoko-Pralinen (adaptiert nach 'köstlich vegetarisch')

200 g Bitterschokolade (bei mir 'Feine Bitter' von Alnatura)
1 Avocado (Sorte 'Hass')
1 Prise gemahlene Bourbon-Vanille
3 EL flüssiger Honig (oder Agavendicksaft als vegane Alternative)
2 EL gemahlene Mandeln (oder Haselnüsse)
1 EL Nussmus, Mandelmus oder Nuss-Nougat-Creme (bei mir)
1 Prise Meersalz
3 EL Kakao
evtl. Puderzucker

Die Bitterschokolade in einem Wasserbad zerlassen.
Das Fruchtfleisch der Avocado mit einem Löffel aus der Schale lösen und in einem Gefäß fein pürieren.
Die geschmolzene Schokolade, die Bourbon-Vanille, den Honig, die gemahlenen Nüsse, eine Prise Meersalz und das Nussmus (bzw. die Nuss-Nougat-Creme) unter das Avocadomus rühren, sodass eine cremige Masse entsteht. Für etwa 3 Stunden in den Kühlschrank stellen.Das Kakaopulver in einen tiefen Teller geben. Kugeln von einem etwa 1,5 cm großen Durchmesser formen und rundherum in dem Kakaopulver wälzen.

Die Pralinen halten sich im Kühlschrank etwa 7-9 Tage - Ich bezweifle jedoch, dass ich dazu kommen werde, ein Überschreiten des Haltbarkeitsdatums testen zu können ;-)

Sonntag, 18. Januar 2015

Vegane Linsenpastete mit Rotkraut

Diese Pastete sollte es eigentlich an Weihnachten geben. Aber irgendwie fand ich das Rezept nicht mehr, ich war mich ganz sicher, ein Rezept abgespeichert zu haben und zweifelte zwischenzeitlich an meinem Verstand. Im Internet fand ich auch kein anderes überzeugendes. Also gab es andere gute Sachen zu Weihnachten.
Als ich vor kurzem mal wieder La Veganista* durchblätterte, "fiel" mir das Rezept in die Hände. Da war meine Freude dann echt groß! ;-)
Die Linsenpastete gab es heute zum Sonntagsessen und sie war sooo lecker. Außer mir saßen nur Fleischesser am Tisch und allen hat es sehr gut geschmeckt. :-)
Das Foto ist eben von den Resten entstanden, das Tageslicht war schon weg, deswegen sieht es doof aus. Aber weil ich so lange nach einem überzeugenden Rezept gesucht habe, möchte ich es trotzdem mit euch teilen.
Die Füllung habe ich etwas angepasst, im Original wurden nur 150g Linsen verwendet. Außerdem habe ich anders gewürzt. Beim nächsten Mal werde ich vermutlich nur 2/3 der Linsen pürieren und die Zwiebel andünsten und nicht mitpürieren, damit die Füllung etwas mehr Biss bekommt.





Rezept für 1 ca. 20cm-lange Pastete:
300g Berglinsen
3 EL Leinsamen
1 Zweig Rosmarin
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
60ml pflanzliche Milch
2 EL Gute Laune Gewürz*
Salz, Pfeffer
3 EL Leinsamen
1 Rolle Blätterteig (275g)

Die Linsen in 1 Liter Wasser 30 Minuten lang kochen. Abgießen und etwas auskühlen lassen.
Den Leinsamen mit 5 EL Wasser verrühren und bis zur weiteren Verarbeitung quellen lassen.
Ofen auf 220°C Ober-Unterhitze vorheizen. 
Die Zwiebel und den Knoblauch schälen. Die Zwiebel halbieren. Den Rosmarin waschen, abzupfen und hacken. 
Zwiebel, Knoblauch, Rosmarin, Milch und Gewürz zusammen mit den Linsen in den Thermomix (oder einen anderen Mixer) geben. Pürieren, bis eine glatte Masse entsteht. Leinsamenmischung unterrühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Die Linsenmasse einfüllen und glatt streichen. 1 Stunde lang backen. Dann aus dem Ofen nehmen und mindestens 8 Stunden, besser über Nacht, abkühlen lassen.
Am nächsten Tag den Ofen auf 200°C O-U-Hitze vorheizen. Die Rolle Blätterteig ausrollen und ca. 10 Minuten lang ruhen lassen. Den Braten aus dem Backpapier lösen, auf den Blätterteig setzen und einschlagen. Mit der "Naht" nach unten auf ein Backbleck setzen und ca. 35 Minuten lang backen.


Dazu passen zum Beispiel Rotkraut und Kartoffelpüree oder Kartoffelknödel.

Bei uns gab es dazu nur Rotkraut, weil wir groß gefrühstückt hatten. Mein Rotkrautrezept ist einfach, aber lecker.

Für eine große Portion:
1 kleiner Kopf Rotkohl
1 Zwiebel
1 kleiner Apfel
1 EL Öl
etwas Weinessig
1 Nelke
1/2 Sternanis
Salz, Pfeffer, Zucker

Die äußeren Rotkohlblätter entfernen. Den Rotkohl halbieren und dann in dünne Streifen hobeln.
Die Zwiebel fein hacken.
Den Apfel in kleine Würfel schneiden.
Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel glasig andünsten. Apfel dazu geben, kurz mitbraten, dann Rotkohl dazu geben und ein paar Minuten braten. Ca. einen Esslöffel Essig dazu geben. Gewürze ebenfalls hinzufügen und 100ml Wasser angießen. Bei mittlerer Hitze ca. 1,5 Stunden lang köcheln lassen.
Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken.




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Donnerstag, 15. Januar 2015

Rote Bete Spaghetti

Dieses Gericht macht nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich etwas her! Gefunden habe ich es vor Ewigkeiten bei Isabel unter dem netten Namen "Pinke Barbie Pasta". Wie Isabel war ich sehr positiv überrascht, wie wenig "erdig" die Rote Bete an dieser Pasta schmecken. Ich mag diesen schweren, süßlichen Geschmack der roten Bete eigentlich sehr gerne, angesichts des stürmischen Wetters stand mir der Sinn aber nach etwas leichterer, frischer Kost. 
Weil einer meiner Mitesser keine Kokosmilch mag, habe ich diese kurzerhand durch etwas Mandelmus ersetzt. Die Grapefruit kommt geschmacklich übrigens kaum durch, aber sie nimmt dem Wein und der Roten Bete etwas Süße. Bei mir gab's die Pasta mit etwas Schnittlauch bestreut, Petersilie oder Koriander schmecken aber sicher ebenfalls sehr gut dazu.

rote bete pasta


Für 4 Portionen:
600g rote Bete
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
150ml Weißwein, trocken
ca. 200 ml Gemüsebrühe
2 großzügige EL Mandelmus
Saft einer Grapefruit (oder Blutorange)
Salz, Pfeffer
nach Geschmack Schnittlauch, Petersilie oder Koriander
400g Spaghetti

400g der roten Bete in kleine Würfel schneiden.
Die Zwiebel fein hacken.
Knoblauch in Scheiben schneiden.
In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen. Die Zwiebel darin glasig dünsten, dann die rote Bete dazu geben. Einige Minuten bei mittlerer Hitze braten, dann den Knoblauch dazu geben. 2-3 Minuten braten, dann mit Wein und Gemüsebrühe ablöschen.
Einen Topf Wasser für die Spaghetti aufsetzen.
Die restliche rote Beete fein raspeln.
Das Gemüse köcheln lassen, bis die rote Bete weich ist. Das Mandelmus unterrühren und dann pürieren.
Die rote Bete-Raspel zum Püree geben, salzen und pfeffern. 10 Minuten lang leicht köcheln lassen.
Unterdessen die Spaghetti bissfest kochen.
Die Spaghetti abgießen, dabei etwas Kochwasser abfangen. Die Spaghetti zur Gemüsesauce geben und dann zwei Minuten ziehen lassen. Je nach Konsistenz der Sauce, noch etwas Nudelwasser dazu geben.
Ggf. noch einmal abschmecken, dann mit frischen Kräutern bestreut servieren.