Dienstag, 28. Juli 2015

Gurken-Zucchinisalat mit knusprigem Erdnusstofu und Koriander-Kartoffelpüree

Der Salat ist ein weiteres Gericht (zuerst stand hier "Gedicht"- freudscher Verschreiber ;-) ) aus dem wunderbaren Krautkopf*-Kochbuch, das Püree habe ich dazu gedichtet, weil... naja, ein paar Kohlenhydrate müssen halt sein. ;-)
Das Rezept ist ein bisschen aufwändig (zumindest im Vergleich zu dem, was ihr hier auf dem Blog sonst findet), aber ich würd's genau so immer wieder kochen.
Ich bin kein Ingwerfan, aber der frittierte Ingwer hat es mir echt angetan. Lasst den bloß nicht weg! Das Ingweröl müsst ihr übrigens nicht wegschütten, ihr könnt es wieder zum Kochen verwendet, so ist es schon wunderbar aromatisiert und eignet sich besonders gut, um Gemüse anzubraten.
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Die Art der Zubereitung des Tofus hat mich zuerst verwundert, aber nachdem ich den Tofu probiert habe, bin ich ihm verfallen! K-ö-s-t-l-i-c-h !!!  Da hat es sich gelohnt, den Ofen anzumachen und die Küche einige Grad wärmer zu machen. ;-) Einziges Manko: 400g Tofu für vier Personen sind VIEL zu wenig! Beim nächsten Mal würde ich eher 600g Tofu machen.
Im Originalrezept kommt nur Gurke in den Salat, aber die Zucchini musste gegessen werden außerdem find ich sie farblich so schön.
Das Püree hab ich im Thermomix gekocht (Shame on me!), allerdings schreibe ich euch auch die Zubereitung ohne Thermomix auf. Der Thermomix hat den Vorteil, dass sich das Püree quasi alleine kocht, ihr müsst am Ende nur abschmecken und Kräuter hacken. 



Zutaten für vier Personen:

Tofu:
400g Tofu
1 Stück rote Chili (Menge nach Schärfebelieben)
2 Knoblauchzehen
1 Zitronengras
4 EL Sojasauce (Tamari)
3 EL Ahornsirup (Original: 4 EL Reissirup)
2 TL Sesamöl 2 EL Erdnussmus
2 EL Bratöl

Püree:
800g Kartoffeln
230g Wasser (für die Zubereitung im Thermomix)
Salz
Hafermilch
1 EL Sesamöl
Pfeffer, Muskat
1 Handvoll Koriander, gewaschen

Salat
1,5 EL Gurke
1 kleine gelbe Zucchini
2 EL Reisessig
1/2 EL Sesamöl
1 TL Rohrohrzucker
Salz, Pfeffer

"Deko":
30g Ingwer
Frittierfett (ich nehme immer das Bratöl von Alnatura)
1 EL gerösteter Sesam (Original: schwarzer Sesam)
1/2 Bund Thaibasilikum, gewaschen


Zubereitung:

Ofen auf 200°C vorheizen. Den Tofu in kleine Würfel schneiden, auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und im Ofen 20 Minuten knusprig backen.
In der Zwischenzeit Chili und Knoblauchzehen fein hacken. Die äußere, harte Schale des Zitronengras ablösen und ca. 6cm vom Inneren in dünne Ringe schneiden. Zusammen mit den restlichen Zutaten für dem Tofu (außer dem Bratöl) in eine Schüssel geben und gründlich miteinander verrühren.

Die Gurken ggf. schälen. Eine Gurke in dünne Scheiben hobeln. Leicht salzen und in ein Sieb geben.
Die restliche Gurke und die Zucchini im Spiralschneider zu Gemüsespaghetti drehen. (Alternativ mit Hilfe des Sparschälers in dünne Streifen schneiden. Diese dann längs zu "Linguine" schneiden. Das dauert aber länger, also mehr Zeit einplanen!)
In einer Salatschüssel Reisessig, Öl und Zucker verrühren.

Den Tofu aus dem Ofen holen. Etwas abkühlen lassen, dann in die Marinade geben und mindestens 20 Minuten ziehen lassen.

Die Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und mit dem Wasser und einem halben TL Salz in einen Topf (oder den Thermomix, mit Rühraufsatz) geben. Weich kochen lassen. (Im Thermomix 25 Minuten, Rührstufe, 100°C.)

Den Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden.
In einem kleinen Topf 2 cm hoch Bratöl erhitzen. Euer Öl ist heiß, wenn ihr ein Holzstäbchen hineinhaltet und daran Bläßchen hochsteigen. Die Ingwerscheiben (je nach Größe des Topfs in zwei Schritten) goldbraun frittierten. Auf einem mit einem Küchentuch ausgelegten Teller abtropfen lassen.

Die Gurkenscheiben vorsichtig ausdrücken. In die Marinade geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Koriander grob hacken.
Die Kartoffeln ggf. abgießen, dann mit ca. 100g Hafermilch stampfen. (Im Thermomix einfach die Geschwindigkeit auf 2 erhöhen, Hafermilch zugeben und mit Hilfe des Spatels zu einem Brei verarbeiten.) Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei kleiner Flamme warm halten.

Für den Tofu in einer beschichteten Pfanne Bratöl erhitzen. Die Tofuwürfel hineingeben und unter ständigem Rühren karamellisieren lassen.

Während der Tofu in der Pfanne ist, die Gurkenscheiben auf den Tellern anrichten. Die Gemüsespaghetti darüber verteilen. Mit dem restlichen Dressing beträufeln. Mit Sesam und frittiertem Ingwer bestreuen, Thaibasilikum abzupfen und ebenfalls darauf verteilen. Zum Schluss den Tofu gerecht verteilen.

Sesamöl und Koriander unter das Kartoffelpüree heben. Neben dem Salat anrichten.

Genießen!


Zubereitungszeit: ca. 75 Minuten



Sonntag, 26. Juli 2015

Tomaten-Linsensalat mit Wassermelone und Feta

Wassermelonen-Feta-Salat kennt ihr sicher, oder? Der hat sich ja in den letzten Jahren zum neuen Tomate-Mozzarella entwickelt. Auch ich mag die Kombination supergerne, also gab es neulich welchen bei mir. Ergänzt habe ich den Salat mit Tomate und Linsen. Hier habe ich euch ja erzählt, dass ich aus dem Rest der Linsen einen feinen Salat gemacht habe. Die Würzung der Linsen mit dem Szechuanpfeffer, Koriandersamen und Kreuzkümmel ist einfach genial und macht sich auch wunderbar im Salat!



Zutaten für zwei Portionen:

100 g Linsen (Le Puy, oder eine andere Sorte, die beim Kochen nicht zerfällt)
1/2 TL Kreuzkümmel
1 TL Koriandersamen
1/2 TL Szechuanpfeffer
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
1-2 EL weißer Balsamico
1 Fleischtomate
1 Schnitz Wassermelone
80g Feta
einige Stängel Petersilie
Salz, Pfeffer


Zubereitung:

Linsen waschen und verlesen. In reichlich Wasser ohne Salz bissfest garen.
In der Zwischenzeit die Knoblauchzehe fein hacken. Kreuzkümmel, Koriandersamen und Szechuanpfeffer in einem Mörser grob mahlen.
Die Linsen abgießen, kalt abschrecken.
Das Öl in einem Topf erhitzen. Knoblauch darin anschwitzen, nach ungefähr einer Minute die gemahlenen Gewürze dazu geben. Kurz mitanschwitzen, bis sie zu duften beginnen. Linsen dazu geben und unterrühren. Die Linsen in eine Schüssel füllen. Essig und eine Prise Salz dazu geben und abkühlen lassen.

Die Fleischtomate würfeln. Wassermelone entkernen und würfeln. Feta würfeln. Alles zu den Linsen geben und mischen.
Die Petersilie hacken und ebenfalls untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Zubereitungszeit: 20min
Kochzeit: 25min (je nach Linsen unterschiedlich)
Abkühlzeit (für die Linsen): mind. 1h
insgesamt: 1h 45min

Freitag, 24. Juli 2015

Kokos-Kohlrabisüppchen mit Linsen und Minze


Dass ich diese Suppe trotz größter Hitze sofort nachkochen musste, spricht für meinen neusten Kochbuchzugang, das fabulöse Krautkopf*-Kochbuch von Susann und Yannic, deren großartigen Blog Krautkopf ihr hoffentlich schon kennt. (Und wenn nicht, schnell rüberklicken! Also, nachdem ihr das Rezept hier zu Ende gelesen habt. ;-) Es lohnt sich nämlich, versprochen!)
Morgen wird es ja endlich, endlich ein bisschen kühler, also empfehle ich euch, diese Suppe schnell nachzukochen!

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Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber ich überfliege Rezepte meistens nur und lese sie mir meistens erst kurz vor, manchmal sogar erst während des Kochens, ganz durch. Das ist doof. So habe ich nämlich übersehen, dass für die Suppe 1,5 kg Kohlrabi gebraucht werden. Meine vier brachten leider nur ein knappes Kilogramm auf die Waage, also musste improvisiert werden. Ich hatte noch Blumenkohl da und so habe ich kurzerhand zu diesem gegriffen. 
Das Rezept für die Linsen habe ich verdreifacht (unten aber nur die doppelte Menge aufgeschrieben. die wir auch tatsächlich in der Suppe gegessen habe) und nicht bereut, 50g Linsen wären viel zu wenig gewesen. Das restliche Drittel seht ihr dann demnächst, daraus wurde nämlich ein leckerer Salat
Die Würzung der Linsen ist wirklich supersupertoll. Ihr solltet unbedingt Szechuanpfeffer verwenden. Normaler schwarzer Pfeffer ist kein Ersatz dafür!
Überhaupt, ist die ganze Suppe fein. Cremig, ganz leicht nach Kokos duftend, die Linsen als würzige Einlage, die Frühlingszwiebeln scharf, die Minze frisch. Rundum perfekt.
Ran an den Herd!




Zutaten für 4 Portionen:

100 g grüne Linsen (Le Puy)
1,5 kg Kohlrabi (bei mir: 900g Kohlrabi und 600g Blumenkohl)
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
2 EL Öl
600ml Gemüsebrühe (bei mir: etwas mehr)
250ml Kokosmilch
4 Stängel Minze
2 Frühlingszwiebeln
1 TL Kreuzkümmel
1,5 TL Koriandersamen
1,5 TL Szechuanpfeffer
Salz


Zubereitung:

Linsen waschen und verlesen. In reichlich Wasser ohne Salz bissfest garen.

Kohlrabi (und Blumenkohl) putzen und in kleine Würfel (oder Röschen) schneiden.
Zwiebel fein hacken.
Eine Knoblauchzehe ebenfalls fein hacken.

In einem Topf 1 EL Öl erhitzen. Zwiebel darin glasig andünsten. Knoblauch dazu geben, kurz mitanschwitzen, dann Kohlrabi (und Blumenkohl) dazu geben. Mit Brühe aufgießen. Leise köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

In der Zwischenzeit die anderen Knoblauchzehen fein hacken.
Minze waschen, Blätter abzopfen, hacken.
Frühlingszwiebeln waschen, in dünne Ringe schneiden.
Kreuzkümmel, Koriandersamen und Szechuanpfeffer in einem Mörser grob mahlen.

Inzwischen sollten die Linsen weich sein. In ein Sieb gießen.
Topf trocknen, das restliche Öl hineingeben und erhitzen. Den Knoblauch darin andünsten, nach ungefähr einer Minute die gemahlenen Gewürze dazu geben. Kurz mitanschwitzen, bis sie zu duften beginnen. Linsen dazu geben.

Suppe fein pürieren. Im Originalrezept wird sie durch ein Sieb passiert, ich habe meine Suppe 45 Sekunden auf Stufe 10 im Thermomix püriert, da ist passieren unnötig.
Die Kokosmilch zugeben und mit Salz abschmecken.

Suppe auf die Teller verteilen. Linsen, Minze und Frühlingszwiebeln darauf verteilen. Genießen.


Zubereitungszeit: 30 min
Kochzeit: 30 min
ingesamt: 1h

Donnerstag, 23. Juli 2015

Johannisbeer-Marzipan-Schnecken


Hmmmm, Johannisbeeren! Ich liebe sie! Die wunderbare rote Farbe, der süß-saure Geschmack, der sich im Mund ausbreitet, sobald man in eine saftige Beere reinbeißt. So gut!



Dieses Rezept stand geschätzte 5 Jahre auf meiner to bake-Liste. Keine Ahnung, wieso ich SO lange gewartet habe. Am Wochenende war es dann so weit. Die Johannisbeeren im Garten meiner Oma waren reif und so war die Zeit gekommen.



Fazit: lecker. Sehr sehr lecker! Die sauren Johannisbeeren passen super zum süßen Marzipan, das man aber nur ganz dezent durchschmeckt. Und Hefeschnecken liebe ich ja in allen möglichen Formen. Werde ich sicher mal wieder machen, gerne auch mit anderem Obst. Die Johannisbeersträucher sind inzwischen nämlich abgeerntet.



Zutaten für ca. 12 Schnecken: 

Teig:
400 g Mehl (550er)
50 g Zucker
1/2 TL Salz
65 g Margarine (Alsan) / Butter, sehr weich
ca. 200 ml Hafermilch
10 g Hefe

Füllung/Guss:

500g Johannisbeeren
200g Marzipan
60g Apfelmus (oder 1 Ei)
150g Puderzucker


Zubereitung:

Mehl, Zucker und Salz mischen. Die restlichen Zutaten dazu geben und zu einem glatten, glänzenten Teig verkneten. Der Teig sollte sich vom Rand lösen und die Ränder "sauber sein". 
Mindestens 3 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Johannisbeeren waschen und von den Stielen befreien. Abtropfen lassen.

Den Ofen auf 180°C O-U-Hitze vorheizen.
Eine saubere Arbeitsfläche bemehlen und den Teig rechteckig (ca. 35x50cm) ca. 0,5cm dick auswallen.  
Das Marzipan raspeln und mit dem Apfelmus verrühren. Auf dem Teig verstreichen. Die Johannisbeeren leicht ins Marzipan drücken und dann den Teig aufrollen. In ca. 4 cm breite Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

Ca. 25-30 Minuten backen. (Schaut vorher mal nach, die Backzeit im Originalrezept ist wesentlich kürzer.)
Auf einem Blech abkühlen lassen.

Sobald die Schnecken lauwarm sind, aus Puderzucker und wenig Wasser (fangt mit 2 EL an und gebt tröpfchenweise mehr dazu) einen dickflüssigen Zuckerguss anrühren. Über den Schnecken verteilen.

Die Schnecken schmecken am besten lauwarm, aber auch am nächsten Tag sind sie dank der Füllung noch sehr saftig.



Quellen: 
Idee/Füllung:  lecker.de
Teig: Jeden Tag genießen (Amazon-Affiliate)


Dienstag, 21. Juli 2015

Persische Joghurt-Gurken-Suppe


Puuuh, dieses Wetter! Ich bin nicht gemacht dafür. Obwohl ich es die letzten Tage erträglicher fand als bei der ersten Hitzewelle vor drei Wochen.  Heute stehen wieder 34 Grad und vor allem eine hohe Luftfeuchtigkeit bevor, schrecklich! Lange vor dem Herd stehen mag ich da natürlich nicht. Kalte Suppen bieten sich da ganz wunderbar an. Gazpacho ist der spanische Klassiker, den ihr sicher alle kennt. Im Iran gibt es diese kalte Joghurt-Gurken-Suppe. Gefunden habe ich das Rezept auf dem wunderbaren Blog von Nahid. Schaut dort unbedingt mal vorbei, es gibt dort viele tolle Rezepte!
Die Suppe ist sehr erfrischend, die süße Aprikose und die crunchige Walnuss passen super dazu und machen auch für längere Zeit satt. Gibt es sicher wieder mal bei mir.

kalte gurkensuppe


Zutaten für 4 Portionen:

1 Salatgurke
600g Joghurt oder Sojaghurt (+Zitronensaft)
100g Walnüsse
70g getrocknete Aprikosen
1 kleine Zwiebel
4 Stängel frische Minze
Salz, Pfeffer


Zubereitung: 

Walnüsse hacken. Wenn ihr mögt, könnt ihr sie auch kurz anrösten, dann schmecken sie intensiver.
Aprikosen in kleine Würfel schneiden.

Gurke schälen und fein reiben. Joghurt und Gurke in einer großen Schüssel miteinander verrühren. 
Die Zwiebel sehr fein hacken.
Die Minze waschen und ebenfalls hacken.
Zum Joghurt geben und unterrühren. Ca. 200-300ml Wasser (je nachdem, wie dünnflüssig ihr es mögt) dazu gießen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn ihr Sojaghurt benutzt, gebt noch etwas Zitronensaft dazu, Sojaghurt fehlt die Säure von Joghurt.

Zum Servieren die Suppe in vier Schalen verteilen. Walnüsse und Aprikosen darüber verteilen.



Auch wenn ich die Hitze doof finde, Sommerblumenwiesen liebe ich!