Mittwoch, 20. Mai 2015

Bananenbrot

Letztes Wochenende hatte ich sage und schreibe sechs Bananen zu Hause, vier davon zwischenzeitlich fast komplett braun. Ich weiß auch nicht, wieso mir das immer wieder passiert. In diesem Stadium schneide ich sie oft in Scheiben und friere sie ein, um Bananeneis zu machen. In Einfach vegan backen* (Ja! Ich habe eine leichte Obszession entwickelt und muss ungefähr alles daraus nachbacken!) gibt es aber ein Rezept für Bananenkuchen und das wollte ich unbedingt testen. 
Der Kuchen ist denkbar simpel, wieder werden trockene und nasse Zutaten zuerst getrennt gemischt und dann schnell zusammengerührt. So einfach, so lecker!
Ich habe den Zucker radikal reduziert und der Kuchen war immer noch süß genug.
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veganer Bananenkuchen



Rezept für eine 28-cm-Kastenform:

300g Mehl
2 EL Maisstärke
120g Zucker (Original: 250)
1 geh. TL Backpulver
1 Vanilleschote
1 TL Zimt
1/4 TL Muskat
1/2 TL Salz
200g Sojaghurt (Original: veg. Sauerrahm)
1 EL Zitronensaft
100ml Sojamilch (bei mir: mit Vanillegeschmack)
80ml Sonnenblumenöl (Original: Rapsöl)
4 sehr reife, mittelgroße Bananen
+ etwas Fett und Mehl für die Backform
+ggf. 3 EL Puderzucker, Zitronensaft und eine Handvoll Kokosflocken

Ofen auf 180°C vorheizen.
Die Kastenform einfetten und mit Mehl ausstäuben.
Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel mischen.
Die flüssigen Zuaten in einer kleineren Schüssel verquirlen.
Die Bananen mit einer Gabel oder dem Kartoffelstampfer zerdrücken, bis ein cremiges Mus entsteht. Unter die Flüssigkeit rühren.
Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und alles zügig verrühren, bis alle Klümpchen aufgelöst sind.
In den Ofen stellen und ca. 55-60 (bei mir ca. 70) Minuten backen. Unbedingt eine Stäbchenprobe machen!
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form holen und auf einen Kuchengitter auskühlen lassen.
Wenn ihr mögt, könnt ihr den Kuchen anschließend entweder mit etwas Puderzucker bestäuben oder einen dünnen Zuckerguss anrühren, auf dem Kuchen verteilen und anschließend eine Handvoll zuvor angeröstete Kokosflocken darüberstreuen.

veganes Bananenbrot


Im Buch gibt's den Tipp, den Kuchen mit etwas veganer Butter zu genießen. Hab ich getan, als der Kuchen noch leicht warm war. Hmmmm, perfekt! (Aber auch pur schon ein Genuss!)

Bananenkuchen vegan

Montag, 18. Mai 2015

{Fusionsküche} Vegane Çiğ Köfte im Wrap mit Grünspargel und Erdbeersauce

Ich bin ein riesengroßer Fan von der Fast Food Kette Çiğköftem. Auf Facebook und Instagram habe ich schon des öfteren Mal von Çiğ Köfte vorgeschwärmt. Es ist einfach so lecker! Ein bisschen tomatig, ziemlich scharf, was ich aber gar nicht schlimm finde, denn die vielen frischen Kräuter und die Zitrone mildern die Schärfe. Einfach gut! Ich wollte es schon eewig mal selbst versuchen zu kochen und am Wochenende kam ich endlich dazu!



Ich habe vor einiger Zeit beim Türken feinen Bulgur (Bulgur Köftelik*) gekauft, den man dazu braucht. Wenn ihr den nicht bekommen könnt, geht sicher auch Couscous.
Im Çiğ Köfte von Çiğköftem sind wohl 18 verschiedene Gewürze drin. Da war ich erst mal perplex. Ich habe dann recht lange gegoogelt, kam zu keinem befriedigendem Ergebnis und habe dann auf gut Glück etwas zusammen gemischt. Meine Çiğ Köfte schmecken pur anders als das Original, aber im Zusammenspiel mit den frischen Kräutern, der Zitrone und dem Wrap kommen sie dem Original geschmacklich ziemlich nahe!
Die Granatapfelsauce, die man bei Çiğköftem bekommt, habe ich nicht gemacht und statt dessen Susis Rezept geklaut. Schließlich beginng gerade die Erdbeersaison und mir reichte es, die fruchtige Komponente zu übernehmen. Dazu  gab es noch frischen Grünspargel: Deutschland trifft Türkei- ein Maimärchen! ;-) Ich bin echt begeistert!



Die Original-Çiğ Köfte gibt es im Lavas-Brot. Ich habe nur Rezepte mit Hefe gefunden, das Lavas von Çiğköftem besteht aber nur aus Mehl, Wasser, Salz. Also habe ich das Rezept für die Wraps aus Veggie Fast Food* genommen. Die waren auch sehr, sehr lecker!
Erschreckt bitte nicht, wenn ihr das superlange Rezept seht. Der Wrap besteht aus vielen Komponenten, die einzelnen sind aber recht schnell gemacht. Ich habe die Çiğ Köfte und die Sauce am Samstag gemacht. Gestern habe ich dann die Wraps gebacken. Während der Teig geruht haben, habe ich Salat, Kräuter und Spargel vorbereitet, so dass ich wirklich nicht lange in der Küche stand, vielleicht eine dreiviertel Stunde. (Und am Vortag ungefähr eine halbe.)


Ihr braucht:



Für die Çiğ Köfte:

200g Bulgur Köftelik* (feiner Bulgur)
80g Tomatenmark
50g Paprika-Tomatenmar
1 Zwiebel, sehr (!) fein gehackt
1 TL Salz
1 TL Kreuzkümmel, frisch zerstoßen
1/2 TL Koriander, frisch zerstoßen
1 TL getrocknete Petersilie
1 TL granulierter Knoblauch
1 TL Paprika edelsüß
1 TL (oder mehr) Chiliflocken, fein gemahlen

Den Bulgur mit ca. 350ml kochendem Wasser übergießen. 5 Minuten quellen lassen, zwischendurch mit der Gabel durchrühren. Ggf. noch mehr Wasser dazugeben.
Ein paar Minuten abkühlen lassen, dann die restlichen Zutaten dazugeben. Alles ordentlich miteinander verkneten. Je länger, desto besser. Ich habe ca. 10 Minuten lang gekneten.
Am besten über Nacht in den Kühlschrank stellen.




Für die Erdbeersauce:

200g Erdbeeren
1 TL Zucker
1 Zitrone, nur der Saft
1/2 TL Salz
schwarzer Pfeffer

Erdbeeren, Zucker, Zitronensaft und Salz pürieren. Mit Pfeffer und ggf. mehr Salz abschmecken.


Für 7 Wraps: 

350g Mehl, Type 550
180-200g Wasser
1 TL Salz
Olivenöl
+ Mehl für die Arbeitsfläche

Mehl, Wasser und Salz miteinander verkneten, bis ein glänzender Teig entsteht. (Bei mir: 1,5 Minuten im Thermomix auf Brotknet-Stufe. Geht aber auch händisch.)
Den Teig 30 Minuten lang ruhen lassen.
Den Teig in sieben kleine, gleich große Kugeln formen. Ich wiege sie zur Sicherheit immer ab, eine Kugel sollte 75g wiegen.
In einer beschichteten, großen Pfanne (mind. 26cm Durchmesser) etwas Öl erhitzen.
Auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz den Teig zu einem runden, dünnen Teigfladen auswallen, der ungefähr den Durchmesser der Pfanne hat. In die Pfanne geben, ca. 1,5 Minuten lang braten, dann wenden, eine weitere Minute lang braten, dann aus der Pfanne nehmen und auf einen Teller legen.
Mit den weiteren Teigkugeln ebenso verfahren.



Für den Grünspargel:

ca. 500g grüner Spargel
Olivenöl
Meersalz

Die Enden des Spargels abschneiden. Das untere Drittel schälen.
In einer Pfanne etwas Öl erhitzen. Die Spargeln darin bei mittlerer Hitze braten, bis sie goldbraun sind. Je nachdem, wie knackig ihr es mögt, reduziert die Hitze gegen Ende, bis sie weich sind.
Nach Geschmack salzen.


Zum Fertigstellen:

1 Topf Petersilie
einige Stängel Minze
Blattsalat nach Wahl (Eisbergsalat, Kopfsalat, usw.)
1 Zitrone

Kräuter und Salat waschen.
Zitrone auspressen.

Auf einen Wrap ca. 3 EL Çiğ Köfte verstreichen. Dann kommen die Kräuter darauf. Dann Grünspargel und etwas Erdbeersauce. Einige Blätter Blattsalat, noch etwas mehr Erdbeersauce und ein paar Spritzer Zitronensaft.
Dann wird der Wrap aufgerollt. Ich klappe dazu die rechte Seite einige Zentimeter über die Füllung. Dann wickle ich den Wrap von unten nach oben fest auf. Arbeitet mit beiden Händen. Der Salat kann ruhig zusammengepresst werden, wenn der Wrap zu locker gerollt ist, geht er beim Essen wieder auf.
Wenn ihr den Wrap nicht sofort essen wollt, könnt ihr natürlich beide Seiten einklappen, so dass er fest verschlossen und nicht von einer Seite her offen ist.

Genießen!








Spargel und Erdbeeren sind nach dem Bärlauch DIE Frühlingsboten. Deswegen möchte ich das Rezept beim Blogevent von ma vie est délicieuse einreichen. Vielleicht kennt ihr Lenas tollen Blog ja schon. Ich schaue sehr gerne vorbei und lasse mich von ihr inspirieren, wie zum Beispiel zu diesem leckeren Eintopf
Liebe Lena, Glückwunsch zum Bloggeburtstag. Auf viele weitere Jahre, hoffe ich! :-) 


Hinweis:  
Alle mit * gekennzeichneten Links sind Amazon-Affiliatelinks. Das bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalten, wenn ihr den Link anklickt und anschließend etwas bei Amazon einkauft. Für euch bleibt der Preis gleich und ich darf mich über einen kleinen Zuschuss für neue Kochbücher freuen.


Samstag, 16. Mai 2015

Pasta mit ofengeröstetem Blumenkohl und Pesto Rosso

Es ist schon faszinierend, wie manche Gerichte, die so simpel klingen, ihre Runde durch zahlreiche Blogs machen. Und alle, alle sind superbegeistert. Ich schließe mich an!
Angefangen hat es bei Juliane, die das Rezept in einer Kochzeitschift entdecke. Von dort ging es über Uwe zu Ela, wo ich es entdeckte. Bis ich es endlich nachgekocht habe, begegnete es mir noch bei Kathrin und Arne. Bei Micha gibt's übrigens ne Version mit Romanesco und auch Kirsten hat's schon nachgekocht! Morgen dann ihr! Denn ich kann euch echt nur ans Herz legen, nicht so lange mit dem Nachkochen zu warten wie ich! ;-)



Für 2 Portionen:

600g Blumenkohl
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Pesto:
30g Pinienkerne
50g Tomaten in Öl (oder wie bei Juliane getrocknete Tomaten und Olivenöl)
ggf. 1 EL Hefeflocken (oder ca. 30g Parmesan)
10 Stängel Petersilie
1 Knoblauchzehe
ggf. 1/2 rote Chilischote

außerdem:
20g Rosinen
2 EL schwarze Oliven
20g Kapern
180g Pasta (je nach Hunger etwas mehr oder weniger)

Ofen auf 200°C vorheizen.
Den Blumenkohl putzen und in mundgeröste Röschen zerteilen. In einer Schüssel mit 2 EL Olivenöl mischen, salzen und pfeffern.
Auf einem Backblech verteilen und ca. 25 Minuten lang rösten, bis der Blumenkohl hellbraun ist. Nach ca. 15 Minuten wenden.

Die Rosinen mit wenig kochendem Wasser übergießen.

Einen Topf mit Nudelwasser aufsetzen.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett golbraun anrösten.
Tomaten grob hacken, mit etwas Tomatenöl, Pinienkernen, Hefeflocken (oder geriebenem Parmesan),  Knoblauchzehe, 6 Stängeln Petersilie und grob gehackter Chili (Menge nach gewünschter Schärfe) in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse pürieren.

Die Nudeln bissfest kochen.

Unterdessen in einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die abgetropften Kapern ca. 2 Minuten lang hellbraun anrösten. 

Ca. 70ml Nudelwasser abschöpfen und zum Pesto geben.
Die Nudeln abgießen, zurück in den Topf geben, die abgetropften Oliven und Rosinen dazu geben. Pesto untermischen. Kurz ziehen lassen.

Den Blumenkohl aus dem Ofen holen und unter die Nudeln mischen.
Auf einem Teller anrichten, die Knusperkapern darüber verteilen und mit der restlichen Petersilie dekoriert servieren.


Quelle: Mengen etwas verändert und veganisiert nach Schöner Tag noch, Knusperkapern nach High Foodality

Donnerstag, 14. Mai 2015

Kokos-Polenta mit Kirschen und Mandeln

Am Montag bei Zitronenbaiser gesehen und sofort verliebt! Kokos-Polenta, hmmm!
Kombiniert habe ich meine Kokos-Polenta aber etwas anders. Ich hatte noch einen Rest Kirschen vom Feuerwehrkuchen übrig, also habe ich die genommen. Laut Geschmacksthesaurus* passen die sehr gut zu Kokos. Ebenfalls (laut Geschmacksthesaurus) sehr gut passen Mandeln zu Kokos, von denen hatte ich zufällig auch noch welche rumliegen.

Wo wir gerade beim Geschmacksthesaurus sind: Ich muss mein anfängliches Urteil widerrufen. Nach den ersten Seiten und dem ersten Blättern war ich nicht so begeistert von dem Buch. Allerdings war es vermutlich einfach keine Idee, das Ding zu lesen wie einen Roman. Jetzt nehme ich das Buch gerne zur Hand, wenn ich eine konkrete Zutat habe, die ich kombinieren möchte. Neben Kombinationen, die jeder kennt, finde ich (für mich) ungewöhnliche und spannende Kombinationen, auf die ich nie gekommen wäre, die ich mir aber sehr gut vorstellen kann. Gut, Kokos-Kirsche und Kokos-Mandel sind jetzt nicht besonders außergewöhnlich. Aber Minze und Spargel, Kirsche und Ziegenkäse, Mango und Rhabarber, alles Kombinationen, die mir unbekannt waren, die ich mir aber sehr toll zusammen vorstelle! Also, liebes Milchmädchen, der Kauf lohnt sich meiner Meinung nach doch!
Aber genug vom Büchern geredet, zum Rezept! Ich habe die Mengen etwas verändert, für 2 Portionen finde ich 50g Polenta sehr wenig, aber das könnt ihr ja eurem Hunger anpassen.


Rezept für zwei Portionen:

Für die Kirschen:
250g Sauerkirschen (bei mir mit Stein, selbst eingeweckt)
200ml Kirschsaft
1 EL Speisestärke

Die Kirschen in ein Sieb gießen und abtropfen lassen. Saft auffangen.
Den Saft in einen Topf geben, die Speisestärke einrühren. Unter Rühren aufkochen lassen, eine Minute kochen lassen. Vom Herd nehmen und die Kirschen unterrühren.


Für den Brei:
100g Kokosmilch
200-250ml Sojamilch (bei mir Vanille, andere pflanzliche Milch geht aber auch)
1 EL Kokosflocken
1 EL Zucker
+ 1 EL Mandelblätter, geröstet

Kokosmilch und Sojamilch in einen Topf geben und aufkochen. Polenta, Kokosflocken und Zucker mischen. In die kochene Milch einrühren, 2 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und kurz ziehen lassen. Je nach gewünschter Konsistenz noch etwas mehr Milch einrühren.

Den Brei in eine Schale geben. Mandelblätter darüber streuen.
Mit Kirschen servieren.


*Amazon-Affiliate



Guten Morgen Sonnenschein - Das Frühstücksevent vom 10.04. bis 10.05.


Nach den veganen Pancakes möchte ich dieses Rezept ebenfalls zu Simones Frühstücksevent beisteuern.Simone hat das Event um ein paar Tage verlängert und ich fand die Kokospolenta so fein, dass ich sie unbedingt noch beisteuern möchte!

Mittwoch, 13. Mai 2015

Rezension: Einfach vegan backen


Eins vorneweg. Ganz objektiv wird diese Rezension nicht sein. Ich kenne die Autorin nämlich seit Jahren aus dem großartigen Internet und habe schon so manches Rezept von ihr nachgebacken und gekocht. Kochen kann Daniela nämlich auch. Mein erster veganer Kuchen und meine erste vegane Torte habe ich nach Danielas Rezepten gebacken. Und ich bekam vor Jahren einen der lustigsten Geburtstagsanrufen überhaupt von Daniela. ;-)
Kein Wunder also, dass ich vor Freude auf meinem Stuhl hüpfte, als Daniela letztes Jahr ihr Facebook-Profilbild in das Buchcover* änderte. Ich freu mich unglaublich für Daniela und hoffe auf weitere Back- (oder Koch?)-Bücher von ihr.
(Ach ja, Jerôme Eckmeier hat auch noch am Buch mitgeschrieben und die Hälfte der Rezepte beigesteuert. Ganz unerwähnt will ich ihn natürlich nicht lassen! ;-) )



Jérôme Eckmeier & Daniela Lais

Einfach vegan backen* 
Süß & herzhaft - zum Genießen und Wohnfühlen

192 Seiten, gebunden
ca. 95 Farbfotografien
ISBN 978-3-8310-2780-4
€ 19,95 (D) / € 20,60 (A) / sFr 28,50

Mein erster Eindruck:

Hach, schön! Die Brownies auf dem Cover sehen so toll aus, dass ich das Rezept gleich als erstes Nachbacken musste. Schokolade und Erdnüsse- wer kann da schon nein sagen?
Das Buch ist ein Hardcover, hat ein handliches Format und bleibt - sehr wichtig - geöffnet liegen, wenn man es aufschlägt. 
Die Fotos gefallen mir sehr gut, das Gebäck sieht unglaublich lecker aus. Bei allen Bildern steht das Gebäck klar im Vordergrund, es gibt nicht viel Chichi drumherum. Das mag ich! Auf einigen Rezeptseiten gibt's kleine Zeichnungen, zum Beispiel von Spinat oder Paprika, ein liebevolles Detail.




Der Inhalt:

Das Vorwort wurde geschrieben von Sebastian Zösch, dem Geschäfsführer vom Vebu. In Zusammenarbeit mit diesem ist das Buch nämlich entstanden. Auf der Facebookseite des Vegetarierbunds wurde gefragt, was für veganen Backrezepte sich die Facebookuser wünschen und die zehn häufigsten Wünsche wurden erfüllt, so dass man sich jetzt über Rezepte für veganen Käsekuchen, Weihnachtsplätzchen, Mamorkuchen und Schwarzwälder Kirschtorte freuen kann. Eine nette Aktion! 
Nach dem Vorwort folgen acht Seiten "Vegan Basics". Dort wird aufgezählt, welche Utensilien man unbedingt zum Backen braucht, was der Vorratsschrank enthalten sollte (und wie lange die Produkte haltbar sind), es gibt Techniken, Tipps & Tricks zum veganen Backen und eine Anleitung zum Veganisieren. Auf einer Doppelseite gibt es eine "kleine Warenkunde" mit den wichtigsten Zutaten zum (veganen) Backen, dann folgt ein Glossar, in dem Begriffe wie "Biskuitteig" oder "Icing" geklärt werden und zum Schluss eine Einkaufsliste mit einer Übersicht, wo man welche Zutaten bekommt.
Alles ist sehr übersichtlich und die Tipps sind nicht nur für Neueinsteiger ins (vegane) Backen sehr hilfreich. Man merkt, dass sich wirklich etwas dabei gedacht wurde.
Dann geht's auch schon los mit den Rezepten. Denen wird je eine Doppelseite gewidmet, auf einer das Foto, auf der anderen das Rezept. Im Anschluss gibt es noch 4 Seiten mit Grundrezepten für unterschiedliche Teige, Toppings, Eischnee, Aprikotur, uvm.. 
Dann folgt das Register und zum Schluss gibt's eine kurze Vorstellung der Autoren und eine Danksagung.
Besonders persönlich gehalten ist das Buch nicht. Ich mag das ja lieber so, wie schon hier erwähnt. ;-) Auch werdet ihr keine Fotos der Autoren finden, auf denen sie halbnackt mit einem Muffin posieren, oder noch schlimmer, als "Gangster" verkleidet, halbnackte Frauen neben sich posieren lassen. 
Besonders kritisch beäugt werden vegane Koch-/Backbücher wegen des befürchteten "erhobenen Zeigefingers". Ich kann euch beruhigen, auch den gibt's nicht in dem Buch. (Mich persönlich stört so ein kleiner Zeigefinger ja nicht, aber ich will's der Vollständigkeit halber erwähnen.)



Rezepte:

Die teilen sich ein in folgende Kategorien:
  • Süße Kleinigkeiten - als Frühstück, Nachspeise oder Leckerei
  • Kuchen & Co. - klassisch, saftig, fruchtig
  • Torten & Tartes - Beeindruckendes für Gäste und Feste
  • Herzhafte Sattmacher & Snacks - von Pizza über Quiches bis Brötchen
  • Winterlich & Weihnachtlich - Leckereien für die kalte Jahreszeit
Wie oben schon geschrieben, wird den Rezepten immer eine Doppelseite gewidmet. Zu manchen Rezepten gibt es ein kleines Vorwort. In der linken Spalte stehen die Zutaten, klar unterteilt nach Rezeptschritt. In den Anleitungen wird jeder Schritt klar verständlich beschrieben. Oftmals gibt's noch einen Tipp für Abwandlungsmöglichkeiten, zur Aufbewahrung oder ähnliches.
Was die Zutaten angeht, so ist für jeden etwas dabei. Es gibt recht einfache Rezepte, die ihr nachbacken könnt, ohne vorher in den Bioladen zu müssen, dann gibt's aber auch zwei, drei Rezepte mit superhippen veganen Trendzutaten wie Moringa (ich hab keine Ahnung, was das ist!) oder Baobab und auch ein paar glutenfreie und/oder rohköstliche Rezepte sind dabei. Es gibt Rezepte für Klassiker wie Donauwelle und Puddingbrezeln, aber auch selbst kreierte Sachen wie Mannertorte oder Spekulatius-Cremetorte.
Für jeden etwas dabei, da bin ich mir sicher!

Auf meinem SuR sind zum Beispiel:
  • Brioche-Brötchen
  • Schneller Zebrakuchen
  • Bienenstich
  • Süße Himbeerblume
  • Mohn-Johannisbeer-Kuchen
  • Spekulatius-Cremetorte mit fruchtiger Note
  • Kastanientorte mit Haselnussnougat
  • Nobelbitter-Himbeer-Torte
  • Pide
  • Müslibrötchen
  • Sesambagels
  • Apfelstrudel
  • Kürbis-Hefestollen
  • Müsliplätzchen
  • Punschwürfelchen

Auf besonderen Wunsch hin, hier das ganze Register. Mit Klick aufs Bild wird's größer.










Getestet habe ich vier Rezepte:
  • Brownies mit Erdnusskick (Sooo lecker! Erdnüsse und Schokolade- damit ist alles gesagt!)
  • Karottenkuchen mit Pistazien (Megagut! Unser Osterkuchen und alle waren begeistert. Die Zubereitung war sehr unkompliziert. Ein Rezept nach meinem Geschmack.)
  • Haselnuss-Cupcakes mit Preiselbeer-Sahne-Füllung und Maronen-Vanille-Topping (Meine allerersten Cupcakes! Ich war ja echt ein bisschen aufgeregt! ;-) Geklappt und geschmeckt hat alles ganz wunderbar. Nur bei den Zutaten gab's kurz Unklarheit (Maronenpüree stand im Rezept, es war aber "Maronenreis" gemeint, den es in Deutschland nicht gibt), außerdem hatte ich eine große Menge Topping und vor allem Füllung über. Das war irgendwie nicht so stimmig.)
  • Amerikanische Pancakes (Ebenfalls ein sehr einfaches Rezept. Und sehr lecker. Die vorgeschlagene herzhafte Variante mit Baked Beans werde ich auf jeden Fall versuchen!)


Fazit:
Is eh klar, oder?
Ich finde das Buch unglaublich toll. Auch objektiv betrachtet!
Für jeden ist es dabei, egal ob man Klassiker mag oder Ausgefallenes. Auch für eher herzhafte Typen gibt es eine schöne Auswahl. Und auch Nicht-Veganer*innen werden mit Sicherheit begeistert sein.




Das Buch wurde mir vom DK-Verlag als Rezensionsexpemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!
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