Mittwoch, 13. Juli 2016

Synchronbacken: Beilagenbrot

Letztes Wochenende wurde wieder synchrongebacken. Nachdem ich bei den Bagels leider aussetzen musste, hatte ich mich schon sehr drauf gefreut. Als ich sah, dass ein Brot gebacken wird, habe ich mich noch mehr gefreut. ;-)
Mein Synchronbacken startete schon freitags, weil ich meinen Sauerteig erst mal zu einer Lievito Madre umzüchten musste. Bei Zorra gab es zum Glück eine Anleitung dafür. Ich habe mich an das Rezept gehalten, nur habe ich den Teig am Samstag am Samstag morgen nicht entsorgt, sondern mit der doppelten Menge gefüttert, am Samstagabend habe ich die Ansätze dann halbiert, beide gefüttert und einen im Kühlschrank geparkt. Teige einfach wegwerfen, das tut mir weh, das kann ich nicht.
Am Sonntag war es dann schrecklich heiß, was vielleicht dazu führte, dass ich einfach die Hefe im Hauptteig vergaß. Was aber nicht viel ausmachte, ich habe lediglich die Gehzeit etwas verlängert. Mein Brot ist trotzdem (oder gerade deswegen?) wunderbar saftig und luftig geworden.
Ich habe außerdem einen Teil des helle Mehls durch Ruchmehl ersetzt, die Wassermenge habe ich in meinem Rezept schon angepasst.

Synchronbacken: Beilagenbrot


Weil ich mich in die wunderschönen Brote von Karin verliebte, habe ich versucht, sie ebenso zu formen. Die Anleitung gibt's hier, sogar mit Video. Mir ist's nicht ganz gelungen, beim ersten Brot wurde der obere Teil zu dünn und riss ein, das am beste geformte Brot musste ich in die Länge ziehen, weil es auf dem Backstein sonst keinen Platz gehabt hätte. Mein Versuch ist also definitiv ausbaufähig, ich werde das auf jeden Fall  noch mal versuchen. Mein Ehrgeiz ist geweckt. :-)
Ihr könnt die Brote aber auch einfach rund oder länglich formen, sie im Gärkörbchen gehen lassen und dann nur längs einschneiden.

Synchronbacken: Beilagenbrot


Beilagenbrot mit Lievito Madre
(nach den Rezepten von Frankies Blog und Zorras Kochtopf)


Zutaten

Lievito Madre
25 g Roggensauerteig
insgesamt 100 g Gelbweizenmehl Type 550
50 g Wasser
1/2 TL Honig

Poolish
300 g Wasser
300 g Weizenmehl Type 1050
0,1 g Hefe (ein erbsengroßes Stück)

Hauptteig
Poolish
100 g LM (bei mir ca. 115 g)
100 g Roggenvollkornmehl
200 g Gelbweizenmehl Type 550
300 g Ruchmehl
365 g Wasser
40 g Olivenöl
(evtl. noch 10 g Hefe, das ist nicht notwendig, steht aber im Originalrezept)
22 g Salz


Zubereitung und Zeitfahrplan

Zuerst wird Lievto Madre gezüchtet:

Tag 1 abends (bei mir Freitag)
25 g Roggensauerteig
25 g Mehl
12 g Wasser
1/2 TL Honig

Alles verrühren und über Nacht bei Zimmertemperatur stehen lassen.


Tag 2 morgens (bei mir Samstag)
25 g des Teigs von Freitag
25 g Mehl
12 g Wasser

Alles verrühren, je nach Temperatur im Zimmer, oder zuerst einige Stunden im Zimmer, dann im Kühlschrank, stehen lassen.


Tag 2 abends (bei mir Samstag)
gesamter Teig von morgens (sind dann auch nur ca. 60 g und kein großer Unterschied)
50 g Mehl
25 g Wasser

Alles verrühren und über Nacht stehen lassen.

Am Samstag abend wird ebenfalls der Polish angerührt. dazu Alle Zutaten gut vermischen und bei Raumtemperatur 16 Stunden reifen lassen


Tag 3 morgens (bei mir Sonntag)

Alle Zutaten des Hauptteiges, ohne das Salz 8, Minuten langsam kneten. Dann das Salz dazu geben und ca. 5 Minuten schnell kneten, bis der Teig glänzend und geschmeidig ist.

In der Schüssel ca. 2 Stunden gehen lassen, bis der Teig deutlich aufgegangen ist. (Wenn ihr noch Hefe in den Hauptteig gegeben habt, könnt ihr die Gehzeit auf 30 Minuten kürzen.)

3 Mal Strech and Fold nach je 20 Minuten.

Den Ofen mit Pizzastein auf 250 °C aufheizen.

Den Teig in Form bringen und nochmal 30 Minuten gehen lassen.

Direkt nach dem Einschiessen schwaden uns die Temperatur auf 230 °C reduzieren. Nach 15 Minuten noch einmal schwaden und bei 210 °C fertig backen. (Bei mir brauchten 3 Laibe ca. 45 Minuten.)


Brot mit Lievito Madre und Poolish


Liebe Zorra, liebe Sandra, wie immer: Danke fürs Organisieren und die Idee!

Und hier die ganzen Ergebnisse:

From Snuggs Kitchen
1x umrühren bitte aka kochtopf
auchwas
Alltagsflüchtling
Food for Angels and Devils
Summsis Hobbyküche
Kinder kommt essen
Dagmars Brotecke
KochTrotz
Cuisine Violette
Backen mit Leidenschaft
Friesi kocht, backt & schnackt

Sonntag, 10. Juli 2016

Samurai Salat - Rucola, Mango, Avocado und Gurke

Bei meinem Lieblingssushiladen gibt's "Samurai Inside Out"-Rolls, gefüllt mit Rucola, Mango und Avocado, gelegentlich auch mit Gurke. Die Kombination finde ich wirklich superklasse, dewegen habe ich mein Lieblingssushi kurzerhand in einen Salat umgewandelt. Der war dann auch richtig lecker. Der Rucola schön herb, die Mango süß und fruchtig, die Gurke knackig und die Avocado cremig.
Das perfekte Sommeressen für einen Tag wie diesen. (*schwitz*)

Salat mit Rucola, Mango, Avocado und Gurke


Samurai Salat mit Rucola, Mango, Avocado und Gurke

Zutaten

100 g Rucola
1 Mango
1 Landgurke
1 Avocado (am besten Sorte Hass)

Dressing
4 EL Olivenöl
1 Zitrone
1-2 EL Essig
Salz, Zucker, Pfeffer


Zubereitung

Den Rucola waschen und trocken schneiden.
Die Mango schälen, das Fleisch abscheiden und die Mango in kleine Würfel schneiden.
Die Gurke nach Geschmack schälen, längs halbieren und das Kerngehäuse auskratzen. In Scheiben schneiden.
Die Avocado halbieren, den Stein entfernen und das Fruchtfleisch mit einem Löffen entnehmen. Die Avocado in Würfen schneiden.

Öl, Saft einer halben Zitrone und Essig verquirlen. Ca. 1/2 TL Zucker, etwas Salz und Pfeffer dazu geben und noch mal verrühren. Eine Gurkenscheibe eintauchen und probieren. ;-) Dann noch mal mit Zitronensaft, Salz, Zucker und/oder Pfeffer abschmecken.


Samurai Salat

Sonntag, 3. Juli 2016

Erdnuss-Ingwer-Sauce zu Sommerrollen

Diese Erdnuss-Ingwer-Sauce brachte eine Kollegin vor einiger Zeit zum Geburtstagsmittagessen einer anderen Kollegin mit. So köstlich, ich hätte mich reinlegen können! Deswegen musste ich die Sauce natürlich schnellsmöglich nachkochen. Ich stelle sie mir nicht nur gut vor als Dipp zu Sommerrollen vor, sondern auch als Salatdressig oder über gebratene Nudeln.

Erdnuss-Ingwer-Sauce


Das Originalrezept ist von Minimalist Baker, ich habe es aber etwas verändert und von allem, außer von der Erdnussbutter, mehr genommen. Am besten ihr nehmt mein Rezept als Grundgerüst und schmeckt euren Dipp dann nach eurem Geschmack ab. Mein Rezept war ausreichend für ca. 20 - 25 Sommerrollen.
Falls ihr eine Anleitung für Sommerrollen braucht, klickt hier. In dem Rezept erzähle ich übrigens, dass ich kein Fan von Erdnusssauce bin. Oh, wie sich der Geschmack ändern kann.


Sommerrollen

Erdnuss-Ingwer-Sauce

(nach Minimalist Baker)


Zutaten

100 g Erdnussbutter (bei mir 50 g crunchy und 50 g creamy)
3 cm Ingwer
1 Knoblauchzehe
1-2 Limetten
2-3 EL Sojasauce
2 EL Ahornsirup
Chiliflocken (Menge nach Geschmack)
heißes Wasser


Zubereitung 

Erdnussbutter in eine Schale geben. Ingwer schälen und fein reiben. Knoblauch schälen und pressen. Zur Erdnussbutter geben.
Limette pressen. De Saft zusammen Sojasauce und Ahornsirup zur Erdnussbutter geben. Alles vermengen, einige EL heißes Wasser dazu geben (nach und nach, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, ich mag meine Sauce recht dickflüssig) und glatt rühren. Die Chiliflocken dazu geben. Ggf. mit mehr Limettensaft/Sojasauce/Ahornsirup abschmecken.

Erdnuss-Ingwer-Sauce

Sonntag, 19. Juni 2016

Brennnesselrisotto

Abgesehen davon, dass die Brennnessel tierisch brennt, wenn man sie berührt und ihrem Namen somit alle Ehre macht, hat sie noch weitere Eigenschaften. Gute Eigenschaften. Sie ist blutreinigend und haarwuchsfördernd, wirkt gegen Frühjahrsmüdigkeit, Bluthochdruck und Verdauungsbeschwerden. (Quelle: http://www.heilkraeuter.de) Darüber hinaus: Sie schmeckt lecker!
Wenn ihr sie sammelt, dann nehmt am besten Handschuhe und knipst vorsichtig die Spitzen ab. Unterschätzt die geringe Menge, die ich angegeben habe, nicht. 70 g Blätter haben eine Salatschleuder komplett gefüllt.
Ich habe das Brennnesselrisotto mit frittierten Brennnesselblättern dekoriert. Das war mehr so eine Spielerei, es hätte auch ohne sehr gut geschmeckt!


Brennnesselrisotto


Brennnesselrisotto
Zutaten für 3 Portionen als Hauptgericht

70 g Brennesselblätter
80 g Parmesan
2 EL Pinienkerne
2 Schalotten
250 g Risottoreis
150 ml Weißwein, trocken
700 ml heiße Gemüsebrühe
Olivenöl, nativ
Olivenöl, hoch erhitzbar (von Byodo gibt's ein Olivenbratöl, das finde ich empfehlenswert)
Salz, Pfeffer
"Deko": Steinkleeblüten


Zubereitung

Die Brennnesselblätter vorsichtig waschen (Tipp: Einmalhandschuhe verwenden) und gut trockenschleudern.
Den Parmesan reiben.
Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten.
Die Schalotten abziehen und fein hacken.

1 EL Olivenöl erhitzen und die Schalotten darin 2-3 Minuten andünsten. Den Reis dazu geben und so lange dünsten, bis er glasig wird. Dann mit Wein ablöschen. Sobald der Wein verdunstet ist, eine Suppenkelle Gemüsebrühe hinzufügen. Fleissig rühren. Sobald die Flüssigkeit verdunstet ist, eine weitere Kelle Gemüsebrühe dazugießen. Rühren. Wiederholen.

Ein paar schöne Brennesselblätter beiseite legen. Die restlichen Brennesselblätter grob hacken. Ungefähr die Hälfte in ein hohes Gefäß geben und mit 3 EL Olivenöl pürieren, bis eine grobe Paste entsteht.

In einer kleinen Pfanne oder einem kleinen Topf 3-4 EL hocherhitzbares Olivenöl erhitzen. Die beiseite gelegten Brennnesselblätter ins Öl legen und knusprig frittieren. (Achtung, das geht recht schnell!) Auf einem Küchenkrepp abkühlen lassen.

Kurz bevor der Reis bissfest ist, die Brennnesselpaste und die gehackten Brennnesselblätter unterheben. So lange weiterrühren, bis die Brennnessenblätter zusammengefallen und der Reis "al dente" ist. (Risottoreis soll immer noch ein bisschen kernig sein. Deswegen solltet ihr auch Risottoreis nehmen und nicht günstigeren Milchreis.)

Parmesan unters Risotto geben.

Risotto mit Pinienkernen und frittierten Brennnesselblättern servieren.

Brennnessel Risotto

Donnerstag, 16. Juni 2016

Otsu - Sobanudelsalat mit Gurke und Tofu

Letztes Jahr begegnete mir dieser Salat im Zeit-Magazin, das damals die schöne Kategorie "Irgendwas mit Knack: Sommersalate" hatte. Irgendwie geriet der Salat wieder in Vergessenheit, bis ich ihn in meinem Pinterest-Ordner wiederentdeckte.
Jetzt gibt es endlich wieder geschmackvolle Gurken und so konnte ich seit der ersten Gurkenernte an nichts anderes mehr denken. Gestern war es so weit und ich konnte den Salat endlich zubereiten.
Ich kann bestätigen: Auch ich liebe Otsu!

Otsu - Sobanudelsalat mit Gurke und Tofu


Otsu
nach einem Rezept von 101 cookbooks

Zutaten für ugefähr 3 Portionen

300 g Soba-Nudeln + Salz zum Kochen
2 EL Sesamsamen
2 Frühlingszwiebeln
1,5 Landgurken (die sind kleiner als Salatgurken)
1/2 Bund Koriander
400 g Tofu, natur (Taifun)
Bratolivenöl

Dressing
1 Biozitrone
3 cm Ingwer (daumendick)
1 EL Ahornsirup
Chiliflocken, frisch gemahlen
1 Prise feines Meersalz
1 Esslöffel frischer Zitronensaft
40 ml Reisessig
60 ml Sojasauce
1 Esslöffel Olivenöl
2 Esslöffel geröstetes Sesamöl



Zubereitung

Für das Dressing Zitrone sehr fein abreiben. Ingwer schälen und fein reiben. Mit Ahornsirup, Reisessig, 2 EL Zitronensaft und Sojasauce verquirlen. Salz, Chiliflocken und die beiden Öle dazu geben und noch einmal verquirlen.

Die Soba-Nudeln nach Anleitung gar kochen, in ein Sieb abgießen und unter kaltem Wasser so lange abspülen, bis die Nudeln komplett kalt sind.

Die Sesamsamen in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten bis sie zu duften beginnen.

Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden.
Die Gurke nach Geschmack schälen. Längs halbieren und die Kerne auskratzen. In Scheiben schneiden.
Den Koriander, bis auf einige Blätter, fein hacken.

Nudeln , Frühlingszwiebeln, Gurke und Koriander mit dem Dressing in eine Salatschüssel geben und mischen. Mit Sojasauce und Zitronensaft abschmecken.

Den Tofu in 1 cm dicke Scheiben schneiden und zwischen zwei Küchentücher legen und leicht drücken, damit etwas Wasser entzogen wird. Anschließend in ca. 1 x 1 x 2 cm große Stücke schneiden.
In einer Pfanne 2 - 3 EL Olivenbratöl erhitzen. Die Tofuwürfel hineingeben und so lange braten, bis sie goldbraun und knusprig sind.

Den Tofu unter den Salat heben und mit Sesamsaat und den restlichen Korianderblättern bestreut servieren.

Otsu - Sobanudelsalat mit Gurke und Tofu