Mittwoch, 5. Juli 2017

Hefekuchen mit Mohn und Streuseln

Letztes Wochenende fand das 18. Synchronbacken statt. Ich war endlich mal wieder mit von der Partie.
Zorra und Sandra haben sich dieses Mal ein süßes Rezept ausgesucht, den Almhefekuchen vom Plötzblog. Der Boden war fest vorgegeben, den Belag konnte jede sich selbst aussuchen. Der Trend ging zum Pudding mit Obst. Ich habe mich für einen Mohnbelag mit Streuseln entschieden. Nach einem Rezept aus einem ganz alten Thermomixkochbuch. Den Kuchen habe ich mir früher immer zum Geburtstag gewünscht. Eine schöne Gelegenheit, das Rezept wieder auszugraben.
Der Boden ist mir etwas zu dick. In meinem Standard-Rezept für den Mohn-Streuselkuchen werden 400 g Mehl verwendet, daran würde ich mich das nächste Mal halten. Die Mengen für die 400 g-Version stehen deswegen in Klammern, fürs nächste Mal vorgemerkt. Der Boden an sich ist nämlich auch noch nach 2 Tagen wirklich lecker, bei süßem, hellem Hefeteig ist das ja meistens so ne Sache.


Hefekuchen mit Mohn und Streuseln


Hefekuchen mit Mohn und Streuseln

Boden
540 g (400) Weizenmehl 550
250 g (185) Milch (3,8% Fett, 5°C)
55 g (40) Zucker
6 g (4) Salz
35 g (26) Eigelb (5°C)
11 g (8) Frischhefe
55 g (40) Butter (5°C)

Mohnmasse
1 Handvoll Rosinen
3 EL Marsala
250 g Mohn
125 g selbstangesetzer Vanillezucker
75 g Grieß
75 g Butter
500 g Milch
2 Eier
Abrieb einer halben Bio-Zitrone


Streusel
300 g Mehl
150 g Butter
125 g Zucker


Zubereitung

Am Vorabend Zucker und Salz in Milch lösen. Dann die übrigen Zutaten (außer Butter) zugeben. Ca. 5 Minuten im Thermomix auf der Knetstufe kneten. Dann ca. 4 Minuten die Butter unterkneten, bis keine Butterstückchen mehr zu sehen sind und ein glatter Teig entstanden ist. (Alternativ zum Thermomix den Teig nach Originalrezept herstellen.)
Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer Kugel formen. 
Eine Schüssel leicht mit Butter einfetten und die Teigkugel hineinlegen. Luftdicht verschließen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. (Ca. 8 - 12 Stunden.)

Am nächsten Tag den Teig auf Blechmaß ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Wenn vorhanden, einen eckigen Kuchenring darum legen. Abgedeckt ca. 1,5 Stunden bei Raumtemperatur (ca. 20 °C) gehen lassen.

Die Rosinen in Marsala einlegen.

Für die Streusel alle Zutaten in den Thermomix geben und auf Stufe 6 ca. 10 Sekunden Streusel herstellen. In eine Schale füllen und beiseite stellen.

Den Mohn 1 Minute lang auf Turbostufe hinzufügen. Dann den Schmetterling einsetzen und alles (außer den Rosinen) hinzufügen. Ca. 9 Minuten, Stufe 2, 100 °C kochen, bis die Masse dick wird.

Die lauwarme Mohnmasse auf den Teig geben. Die Streusel darüberkrümeln.

Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Für ca. 40 Minuten backen.


Und hier die Liste meiner Mitbäckerinnen. Durchklicken lohnt sich sicher bei den ganzen tollen Varianten!


Zorra von 1x umrühren bitte aka Kochtopf
Sandra von from snuggs kitchen
Sonja von soni-cooking with love
Eva von evchenkocht
Dagmar von Dagmars Brotecke
Katrin von krabsch
Anna von Teigliebe
Karin von Food für Angels and Devils
Cairlinn von Cairs Spielwiese
Simone von S-Küche
Simone von Zimtkringel
Steffi von Kochtrotz
Birgit von Backen mit Leidenschaft/a>
Tanja von Tanja´s Süß & Herzhaft

Montag, 5. Juni 2017

Junge Kartoffeln in pikanter Tomatensauce

Hmmm, junge Kartoffeln! Mit ganz zarter Schale, die man auch einfach mitessen kann.
Meine Kartoffeln baden in einer pikanten Tomatensauce. Das ist keine klassische Kombination (ich hätte die Sauce wohl eher mit Pasta kombiniert), aber gerade diese spannende Kombination macht das Essen so lecker. Die Idee dazu hatte Christina, deren Blog leider seit viele Monaten verwaist ist. (Wenn du das lesen solltest, Christina: Komm zurüüück!)


Junge Kartoffeln in pikanter Tomatensauce


Junge Kartoffeln in pikanter Tomatensauce

Zutaten für 2 Portionen

Kartoffeln nach Hunger
3 EL Olivenöl
1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
grobes Salz
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Zweige Rosmarin
2 Zweige Thymian
1/2 TL Paprikapulver, rosenscharf
1 EL Balsamico
1 Prise Zucker
100 ml Ofengeröstete Tomaten (statt Tomatenmark)
1 Dose gehackte Tomaten
Salz
schwarzer Pfeffer
1 EL Kapern
schwarze Oliven
100 g Feta
1/2 Bund grob gehackte Petersilie


Zubereitung

Den Ofen auf 200 °C vorheizen.
Die Kartoffeln waschen. In einer Schüssel mit 2 EL Öl und 1/2 TL Paprikapulver mischen. (Am besten mit den Händen.) Die Kartoffeln auf ein Bachblech geben, mit etwas grobem Salz bestreuen. Ca. 45 Minuten backen, dabei 2 - 3 Mal wenden.

Während die Kartoffeln im Ofen sind, die Zwiebel in feine Stücke schneiden. Koblauch und Kräuter ebenfalls fein hacken.
In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen. Die Zwiebel darin glasig andünsten. Knoblauch, Kräuter und Paprikapulver dazu geben. Ca. eine Minute mitanbraten, dann Balsamico und Zucker dazu geben. Die Tomaten in die Pfanne geben und dann mit einer Prise Salz würzen. Die Tomaten ca. 15 Minuten ankochen lassen, bis eine dicke Sauce entsteht.
Die Kapern grob hacken. Zusammen mit der Hälfte der Petersilie unter die Sauce rühren und dann die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Sauce auf zwei Tellern verteilen, die Kartoffeln darauf geben. Die Oliven ebenfalls auf den Teller geben, den Feta darüber krümeln und die restliche Petersilie darauf verteilen.

Junge Kartoffeln in pikanter Tomatensauce



Donnerstag, 25. Mai 2017

Spargel mit Radieschen-Ei-Vinaigrette

Hach, du schöne Spargelzeit…
Bisher gab’s Spargel mit Kratzete, Spargel mit Sauce Béarnaise, Spargel mit Kratzete, Spargel mit grüner Sauce, Spargel mit Kratzete, Spargel mit Kratzete, … Same procedure as every year.
Aber so lecker Spargel mit Kratzete auch ist, ein bisschen Abwechslung muss sein. Und deswegen gab’s zum Muttertagsbrunch diesen feinen Salat, der bei allen richtig gut ankam.

Spargel mit Radieschen-Ei-Vinaigrette

Spargel mit Radieschen-Ei-Vinaigrette

Zutaten für eine große Buffet-Portion:

1 kg weißer Spargel
Salz, Zucker
etwas Butter
1 Bund Radieschen
3 Eier
4 EL Olivenöl
2 EL Weißweinessig
1 TL scharfer Senf
2 TL körniger Senf
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
½ Bund Schnittlauch



Zubereitung:


Den Spargel schälen und die holzigen Enden abschneiden. In ca. 4 cm lange Stücke schneiden, die Köpfchen separat auf einen Teller legen.
Ca. 500 ml Wasser zum Kochen bringen. ½ TL Salz, eine Prise Zucker und einen Stich Butter ins Wasser geben, dann die Spargelstücke hineingeben. Ca. 8 Minuten kochen, dann die Köpfchen in den Topf geben.
Sobald die Spargeln bissfest sind, in ein Sieb geben. Dabei die Brühe auffangen. (Die könnt ihr später einfach als Brühe trinken, als Brühe für ein Risotto nutzen, usw.)
Während die Spargeln kochen, die Eier 9 Minuten lang hart kochen. Nach dem Kochen in kaltes Wasser geben
Die Radieschen putzen und grob raspeln.
Aus Öl, Essig und Senf eine Vinaigrette anrühren. Salz, Pfeffer und nach belieben etwas Zucker dazu geben.
Schnittlauch hacken und unter die Sauce rühren.
Die Eier schälen und grob hacken.
Radieschen und die Eier unter das Dressing heben. Noch einmal abschmecken.

Die Spargeln auf eine Platte geben. Das Dressing darüber geben. Noch lauwarm servieren, schmeckt aber auch kalt.

Montag, 24. April 2017

Kimchi Omlette

Vor einer ganzen Weile habe ich das Rezept für Kimchi gebloggt. 
Aktueller Vergärungsstatus: *Nicht mehr kantinengeeignet* (Sagen zumindest meine Arbeitskolleginnen, tssss. Ich find's ja nicht so dramatisch.)
Also gibt's Kimchi jetzt zu Hause. Zum ersten Mal nicht nur "pur", sondern in einem Gericht. Für den Anfang habe ich mir etwas ganz einfaches ausgesucht, ein Omlette mit Kimchi nach David Lebovitz.
Monsieur Lebovitz gibt noch etwas Zucchini ins Omlette, darauf hab ich aber verzichtet. Bei mir gab's dazu etwas Basmatireis, aber ihr könnt das Omlette auch einfach pur essen, oder vielleicht mit etwas Cheddar, inspired by milchmädchen? Hmmm! 

Kimchi Omlette



Kimchi Omlette

Zutaten für 1 Omlette

2 Frühlingszwiebeln
3 EL Kimchi
2 Eier (bei mir zusätzlich noch 1 Eiweiß, weil das grade über war)
1 TL Mirin
Salz, schwarzer Pfeffer
1 EL Bratöl

nach Belieben: Schnittlauch, Bärlauchblüten


Zubereitung:

Frühlingszwiebel waschen, die weißen Enden in dünne Ringe schneiden, die grünen Enden in ca. 1 cm lange Stücke schneiden.
Kimchi aus dem Glas nehmen und grob hacken.
Eier mit dem Mirin verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Frühlingszwiebeln und Kimchi darin anbraten, bis das Gemüse etwas Farbe bekommt. Dann die Temperatur reduzieren (bei mir Stufe 2 von 10) und die Eier vorsichtig in die Pfanne gießen. Einen Deckel aufsetzen und die Eiermasse stocken lassen.

Das Omlette zusammenklappen und vorsichtig auf einen Teller geben.
Nach Belieben mit Schnittlauch und Bärlauchblüten bestreut servieren.

Sonntag, 9. April 2017

Flammkuchen mit roter Bete und Bärlauch

Diesen Winter habe ich wohl mehr rote Bete gegessen, als irgendein anderes Gemüse. Trotzdem hängt sie mir nicht zum Hals raus (ich muss schließlich einige verpasste Jahre nachholen). Dennoch, ein bisschen Frühling auf dem Teller muss sein. Hier in Form von Bärlauch.
Gefunden habe ich das Rezept in der Köstlich vegetarisch. Die Zeitschrift habe ich, nachdem ich sie ein paarmal testweise gekauft habe, im Abo. Ich finde sie wirklich super. Die Rezepte sind nicht so superfancy, eher bodenständig. Das mag ich!

Flammkuchen mit roter Bete und Bärlauch


Flammkuchen mit roter Bete und Bärlauch

Zutaten für 2 Flammkuchen

Teig
175 g Dinkelmehl Type 630, 550er Weizen geht ebenfalls
100 g Wasser, kalt
2 g Hefe (eine haselnussgroße Menge)
1/2 TL Salz
10 g Olivenöl

Belag
50 g Bärlauch
200 g Schmand
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
150 g rote Bete
1 EL Olivenöl
2 EL geröstete Pinienkerne (im Original Pistazien)


Zubereitung

Den Teig in eine Schüssel legen, zudecken und an einem kühlen Ort mindestens 24 Stunden gehen lassen.

Ofen vorheizen, so heiß wie möglich und optimalerweise mit Pizzastein.

Bärlauch waschen, trocken schleudern und dann in feine Streifen schneiden.
Etwas Bärlauch für später beiseite legen, den Rest mit dem Schmand verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Rote Bete schälen, je nach Durchmesser halbieren, und in 1 - 2 mm dicke Scheiben schneiden. Ölivenöl zu den Scheiben geben und vermischen.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu zwei Kugeln formen. 5 Minuten entspannen lassen.

Den Teig nach Belieben rund oder länglich auswallen. Mit dem Schmand bestreichen, die rote Bete darauf verteilen.
In den Ofen schieben und so lange backen, bis der Rand leicht gebräunt ist.

Zum Servieren mit dem restlichen Bärlauch und den Pinienkernen bestreuen.