Montag, 24. April 2017

Kimchi Omlette

Vor einer ganzen Weile habe ich das Rezept für Kimchi gebloggt. 
Aktueller Vergärungsstatus: *Nicht mehr kantinengeeignet* (Sagen zumindest meine Arbeitskolleginnen, tssss. Ich find's ja nicht so dramatisch.)
Also gibt's Kimchi jetzt zu Hause. Zum ersten Mal nicht nur "pur", sondern in einem Gericht. Für den Anfang habe ich mir etwas ganz einfaches ausgesucht, ein Omlette mit Kimchi nach David Lebovitz.
Monsieur Lebovitz gibt noch etwas Zucchini ins Omlette, darauf hab ich aber verzichtet. Bei mir gab's dazu etwas Basmatireis, aber ihr könnt das Omlette auch einfach pur essen, oder vielleicht mit etwas Cheddar, inspired by milchmädchen? Hmmm! 

Kimchi Omlette



Kimchi Omlette

Zutaten für 1 Omlette

2 Frühlingszwiebeln
3 EL Kimchi
2 Eier (bei mir zusätzlich noch 1 Eiweiß, weil das grade über war)
1 TL Mirin
Salz, schwarzer Pfeffer
1 EL Bratöl

nach Belieben: Schnittlauch, Bärlauchblüten


Zubereitung:

Frühlingszwiebel waschen, die weißen Enden in dünne Ringe schneiden, die grünen Enden in ca. 1 cm lange Stücke schneiden.
Kimchi aus dem Glas nehmen und grob hacken.
Eier mit dem Mirin verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Frühlingszwiebeln und Kimchi darin anbraten, bis das Gemüse etwas Farbe bekommt. Dann die Temperatur reduzieren (bei mir Stufe 2 von 10) und die Eier vorsichtig in die Pfanne gießen. Einen Deckel aufsetzen und die Eiermasse stocken lassen.

Das Omlette zusammenklappen und vorsichtig auf einen Teller geben.
Nach Belieben mit Schnittlauch und Bärlauchblüten bestreut servieren.

Sonntag, 9. April 2017

Flammkuchen mit roter Bete und Bärlauch

Diesen Winter habe ich wohl mehr rote Bete gegessen, als irgendein anderes Gemüse. Trotzdem hängt sie mir nicht zum Hals raus (ich muss schließlich einige verpasste Jahre nachholen). Dennoch, ein bisschen Frühling auf dem Teller muss sein. Hier in Form von Bärlauch.
Gefunden habe ich das Rezept in der Köstlich vegetarisch. Die Zeitschrift habe ich, nachdem ich sie ein paarmal testweise gekauft habe, im Abo. Ich finde sie wirklich super. Die Rezepte sind nicht so superfancy, eher bodenständig. Das mag ich!

Flammkuchen mit roter Bete und Bärlauch


Flammkuchen mit roter Bete und Bärlauch

Zutaten für 2 Flammkuchen

Teig
175 g Dinkelmehl Type 630, 550er Weizen geht ebenfalls
100 g Wasser, kalt
2 g Hefe (eine haselnussgroße Menge)
1/2 TL Salz
10 g Olivenöl

Belag
50 g Bärlauch
200 g Schmand
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
150 g rote Bete
1 EL Olivenöl
2 EL geröstete Pinienkerne (im Original Pistazien)


Zubereitung

Den Teig in eine Schüssel legen, zudecken und an einem kühlen Ort mindestens 24 Stunden gehen lassen.

Ofen vorheizen, so heiß wie möglich und optimalerweise mit Pizzastein.

Bärlauch waschen, trocken schleudern und dann in feine Streifen schneiden.
Etwas Bärlauch für später beiseite legen, den Rest mit dem Schmand verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Rote Bete schälen, je nach Durchmesser halbieren, und in 1 - 2 mm dicke Scheiben schneiden. Ölivenöl zu den Scheiben geben und vermischen.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche zu zwei Kugeln formen. 5 Minuten entspannen lassen.

Den Teig nach Belieben rund oder länglich auswallen. Mit dem Schmand bestreichen, die rote Bete darauf verteilen.
In den Ofen schieben und so lange backen, bis der Rand leicht gebräunt ist.

Zum Servieren mit dem restlichen Bärlauch und den Pinienkernen bestreuen.

Sonntag, 12. März 2017

Namibischer Schoko-Bananen-Kuchen

Vor ziemlich genau einem Jahr war ich auf einem Garagenflohmarkt. Außer ein paar Büchern fand ich absolut nichts Kaufenswertes. In der Stadthalle gab es aber Bewirtung durch irgendeinen Verein und meine Wahl fiel ganz schnell auf einen "Afrikanischen Schoko-Bananen-Kuchen". Mensch, war der lecker! Nach einiger Recherche im Internet fand ich dann das Rezept von einem "Namibischen Bananenkuchen", der dem Kuchen, den ich gegessen hatte, ziemlich ähnlich sah. Und nachdem ich ihn getestet habe, weiß ich: Das isser! Der Kuchen hat einen wunderbar knusprigen Mürbteigboden, der Schoko-Bananenteig schmeckt wunderbar, nur leicht bananig und herrlich schokoladig. Der Kuchen war schon nach einem halben Tag sehr saftig, geschmeckt hat er trotzdem mit jedem Tag besser. Hmmm! Durch den Mürbbteig ist er natürlich etwas aufwändiger in der Herstellung, aber das lohnt sich. Vertraut mir.

Namibischer Schoko-Bananen-Kuchen
 
Namibischer Schoko-Bananen-Kuchen

Zutaten für eine 26-cm Springform:

Für den Mürbeteig:
100 g Butter
150 g Mehl
1 Prise Salz
50 g selbst angesetzer Vanillezucker

Für die Füllung:
2 sehr reife Bananen
190 g Zucker
130 g weiche  Butter
1 Prise Salz
15 g Rum
1 Prise Zimt
1 Vanilleschote
6 Eier
100 g gemahlene Mandeln
35 g Kakaopulver
100 g Mehl
1 Pck. Backpulver
Fett für die Form

Guss:
100 g Vollmilchschokolade
50 g Zartbitterschokolade


Zubereitung:

Für den Mürbteig Zucker, Butter und die Gewürze gut verrühren. Danach das Mehl unterkneten, bis der Teig schön glatt ist. Eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
Die Backform fetten. Anschließend den Mürbteig am besten zwischen einem Backpapier und einer Frischhaltefolie auf ca. 3 mm Dicke ausrollen und den Boden einer großen Springform damit auslegen. Mit einer Gabel Löcher in den Boden stechen.

Für die Füllung Bananen, Zucker, weiche Butter und Gewürze schön schaumig schlagen. Dann nach und nach die Eier dazugeben. Die trockenen Zutaten wie Mehl, Nüsse, Kakaopulver und Backpulver (und evtl. die Rosinen) miteinander mischen und anschließend langsam unter den Teig rühren. Die Bananenmasse in die Form mit dem Mürbteig füllen. Am Rand die Masse hochziehen, damit der Kuchen gleichmäßig bäckt.

Im vorgeheizten Backofen für ca. 45 Min. bei 190°C Ober-/Unterhitze (Umluft: 170°C) backen.

Den Kuchen auskühlen lassen und anschließend die Form lösen. Dann mit geschmolzener Schokoladenglasur übergießen und diese mit einem Pinsel glattstreichen.

Samstag, 4. März 2017

Bärlauchwaffeln

Bärlauchzeit! Wie sehnsüchtig habe ich darauf gewartet!
Vor 2 Wochen habe ich dann schon den Ersten gesammelt. Die Blätter wachsen aktuell nur an einer ganz bestimmten Stelle, auf die die Sonne wohl besonders scheinen muss. In ein paar Wochen steht dann der ganze Wald voll. Aktuell ist der Bärlauch noch ganz zart und fein, so dass ich erst mal eine große Menge Bärlauchbutter hergestellt habe, außerdem gab's schon die Lieblingssuppe, gebratenen Bärlauch auf geröstetem Brot, Bärlauchrührei. Haaaaaach! Und heute gab's dann diese Bärlauchwaffeln. 

Dicke, knusprige Bärlauchwaffeln

Ich habe für Bärlauchwaffeln sogar schon mal ein Rezept gebloggt, allerdings war es nicht auf mein dickes Waffeleisen ausgelegt und man kann Rezepte nicht 1:1 übernehmen, da es ganz anders backt als mein Herzcheneisen. Also hab ich erfolglos nach einem Rezept gesucht, bis mir einfiel, dass Janke neulich ein Spinatwaffelrezept bloggte, das meinen Vorstellungen entsprach. Ich hab das Rezept dann aber doch ziemlich abgewandelt und kann heraus kamen wunderbar bärlauchige, knusprige Waffeln, die es diese Saison sicher noch einmal geben wird. Dann mit erhöhtem Bärlauchanteil, leider hatte ich nur noch 110 g da.

Bärlauchwaffeln


Dicke, knusprige Bärlauchwaffeln mit Feta

Zutaten für 8 - 10 dicke Waffeln

110 g Bärlauch (nächstes Mal mindestens 150 g)
1 Zwiebel
80 g Butter
3 Eier
200 ml Milch
100 ml sprudeliges Mineralwasser
300 g Mehl
1,5 TL Backpulver
Salz, Pfeffer, Muskat
110 g Feta


Zubereitung

Den Bärlauch waschen, trocken schleudern und dann in feine Streifen schneiden. Die Streifen anschließend grob durchhacken.
Die Zwiebel schälen und fein hacken. In etwas Butter anschwitzen, bis sie weich sind und leicht zu bräunen beginnen. In eine Schale umfüllen, den Rest Butter in den Topf geben und auf kleiner Temperatur schmelzen lassen.

Während die Butter auf dem Herd ist, die Eier und die Milch verrühren. Die flüssige Butter dazu geben und unterrühren. Mineralwasser dazu geben, wieder verrühren. Mehl, Backpulver, Salz (ca. 1 TL) und Gewürze dazu geben. Bärlauch und Zwiebeln untermischen, dann Feta klein krümeln und unter den Teig heben. Noch einmal abschmecken.

Das Waffeleisen aufheizen (Stufe 5 von 6), mit einem Pinsel etwas Öl darauf verteilen und jeweils ca. 3 EL Teig pro Waffel in das Eisen geben.
So lange backen, bis die Waffeln leicht gebräunt und knusprig sind.

Bärlauch

Freut ihr euch auch so über die Bärlauchsaison? Was gibt's bei euch am häufigsten zur Saison?

Samstag, 18. Februar 2017

Pak Choi mit Udonnundeln, dazu marinierte Champignons

Pak Choi begegnete ich zum ersten Mal auf dem Bonner Ökomarkt, davor hatte ich noch nie davon gehört. Seit dem ersten Bissen bin ich ihm verfallen, ich liebe den milden Geschmack. Leider kann man ihn nur selten finden, so dass ich immer direkt zuschlage, wenn ich ihn sehe und alle anderen Essenspläne verwerfe.
Beim Blättern im Lieblingskochbuch fand ich dann dieses Rezept, allerdings hatte ich nicht alle Zutaten fürs Gado-Gado-Sprinkle da. Also habe ich mich für eine andere Beilage entschieden: Gebratene Champignons, ein bisschen inspiriert von diesen spanischen Tapas-Sherry-Pilzen. Nur eben asiatisch.

Marinierte Champignons

Pak Choi mit Udonnundeln und marinierte Champignons

Für 3 - 4 Portionen:

Für die Pilze

400 g braune Champignons
1 Zwiebel
1 EL Bratöl
Tamari
1/2 Bund Koriander
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer
1 Bio-Limette
1 EL Sesamöl
1 EL Reisessig (ebenfalls von Arche)
2 EL Ahornsiup
1 EL geröstete Sesamsaat
rote Kresse


Zubereitung

Die Pilze zuerst zubereiten, die schmecken auch lauwarm und kalt.
Die Champignons putzen und vierteln. Die Zwiebel fein hacken.
In einer Pfanne Öl erhitzen und die Champignons sehr scharf anbraten. Dann die Temperatur etwas reduzieren und die Zwiebel dazu geben. So lange braten, bis das Gemüse weich ist. Mit Tamari ablöschen und vom Herd nehmen.
Koriander und Knoblauchzehe fein hacken. Den Ingwer schälen und reiben. (Ca. 1 TL geriebener Ingwer habe ich benutzt - das ist aber Geschmackssache.) Die Schale der Limette abreiben, dann die Limette auspressen.
Limettensaft, Sesamöl, Essig und Ahornsirup miteinander verrühren. Koriander, Knoblauch, Ingwer und etwas Limettenabrieb dazu geben und verrühren. Die Pilze hineingeben. Nach Belieben abschschmecken.
Zum Servieren die Sesamsaat unterrühren. Mit Kresse bestreut servieren.



Pak Choi Udon Wok


Für die Nudeln
 
600 g Baby-Pak Choi
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
170 g Udon Nudeln (gibt's in Bioqualität z. B. von Arche)
2 EL Tamari
1 EL Bratöl
2 EL Tamari
2 EL süß-saure Chilisauce
Meersalz
nach Belieben: Chiliflocken

außerdem:
Cashews, geröstet und gesalzen


Zubereitung

Nudelwasser aufsetzen.
Den Pack Choi in einzelne Blätter teilen und waschen. Die kleinen, feinen Blätter ganz lassen, die dicken Stängel vom Blatt trennen und die Stängel in ca. 3 cm lange Stücke scheiden.
Die Zwiebel abziehen und in Streifen schneiden. Knoblauch hacken.
Die Nudeln nach Packungsanleitung kochen. Anschließend abgießen und mit dem Tamari mischen.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebel darin 2 - 3 Minuten braten, dann die Stängelstücke und die ganzen (kleinen, mit Blatt) Stängel dazu geben. Zwei Minuten braten, dann den Knoblauch dazu geben, kurz mitbraten.
Die Nudeln und die Blätter dazu geben. Die Chilisauce unterrühren. Mit Tamari und Chiliflocken abschmecken.
 Nudeln auf einen Teller geben, die Cashewkerne und Kresse darüber geben.

Mit den Pilzen servieren.

Samstag, 4. Februar 2017

Roter Linsensalat mit Radiccio

Auf unserer Weihnachtsfeier gab's zur Vorspeise einen Roten Linsensalat im Radicchioblatt mit einem gratinierten Ziegenkäse-Brot. Das war wirklich knallermäßig lecker! Also habe ich den Salat zu Hause nachgebaut.
Die Linsen sollten noch schön Biss haben., also gut aufpassen beim Kochen! Wichtig finde ich außerdem, wirklich reichlich frischen Basilikum zu verwenden und beim Dressing nicht mit dem Ahornsirup zu geizen, dass Dressing sollte leicht süßlich sein, damit die Bitterkeit des Radicchios aufgefangen wird. Ein wirklich toller Salat, den es bei mir als volles Mittagessen gab.

Roter Linsensalat mit Radiccio


Roter Linsensalat mit Radiccio

Zutaten für 3 - 4 Portionen:

200 g rote Linsen
1/2 Kopf Radicchio
4 EL Olivenöl
1,5 EL Balsamico
Zitronensaft (bei mir von einer halben Zitrone)
1 - 2 E Ahornsirup
1 TL scharfer Senf
2 TL körniger Senf
1 Schalotte
1 Topf Basilikum 
1 Knoblauchzehe
Meersalz, schwarzer Pfeffer
100 g fester Ziegenfrischkäse
ggf. etwas Kresse


Zubereitung:

Die Linsen waschen und in der doppelten Menge leicht gesalzenen Wassers bissfest kochen. Nach dem Kochen in ein Sieb gießen und kalt abschrecken.

Den Radicchio in dünne Streifen schneiden und waschen. Trocken schleudern.

Öl, Balsamico, 1 EL Zitronensaft, 1 EL Ahornsirup und beide Senfe in eine Salatschüssel geben und mit dem Schneebesen verquirlen, bis sich alles verbunden hat. 
Schalotte fein hacken.  Basilikum mit Stängeln waschen, trocken schleudern und fein hacken. Knoblauch pressen. Alles zum Dressing geben und verrühren.

Die Linsen ans Dressing geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Belieben noch mehr Zitronensaft und/oder Ahornsirup dazu geben.

Den Radiccio vorsichtig unter die Linsen heben.
Den Salat auf Tellern anrichten, den Ziegenkäse darüber bröseln. Mit Kresse bestreut servieren.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Mohnflesserl - Österreichische Mohnzöpfe

Letztes Wochenende wurde zum ersten Mal 2017 synchrongebacken!
Ich hab mich sehr gefreut, wieder dabei zu sein. Es war jetzt schon meine neunte Teilnahme, meine Posts zu den vergangenen Synchronbacken findet ihr hier: *klick*. Bei Zorra gibt es eine Übersicht zu allen bisherigen Synchronbacken, inklusive "Wie alles begann".

Für dieses Synchronbacken hatten sich Zorra und Sandra "Mohnflesserl" ausgesucht. Das ist ein typisch Österreichisches (oder Wienerisches) Gebäck, eine tolle Wahl!

Mohnflesserl




Das Rezept war ziemlich knapp formuliert, ich musste mich erst durch die Kommentare lesen, um zu wissen, was denn "2/3 Gare" bedeuten soll. Ich habe meine Flesserl dann ca. 45 Minuten gehen lassen, könnte mir vorstellen, dass ihnen eine etwas längere Gehzeit noch mehr Flaumigkeit verliehen hätte. Meine zweite Ladung Brötchen war nämlich deutlich luftiger als die erste.
Beim nächsten Mal werde ich die Flesserl etwas größer machen, 70 g Teig fand ich etwas wenig. 90 - 100 g hätte ich wohl eine bessere Größe gefunden.
Die Mohnflesserl brauchen am Backtag viel mehr Zeit, als ich gedacht hätte. Deswegen würde ich euch nicht unbedingt empfehlen, die als Frühstücksbrötchen zu planen. Als Brötchen für den Brunch sind sie deutlich besser geeignet.


Mohnflesserl

Mohnflesserl
(nach Homebaking.at)

Rezept für 12 kleine Mohnflesserl

Poolish
145 g Weizenmehl Type 700
145 g Wasser kalt
1g Hefe

Hauptteig
291 g reifes Poolish
355 g Weizenmehl Type 700
145g Wasser, kalt
8 g Ahornsirup
5 g Rohrohrzucker
5g Hefe
11 g Salz
10 g Olivenöl


Zeitfahrplan für Brötchen zum Brunch: 

Samstag, 18 Uhr: das Polish anrühren
Samstag, 19 Uhr: Polish in den Kühlschrank stellen
Sonntag, 8 Uhr: das Polish aus dem Kühlschrank holen
Sonntag, 9 Uhr: den Teig kneten (dauert ca. 30 Minuten mit Vorbereitungszeit)
Sonntag, 9:45 Uhr: den Teig rund formen
Sonntag, 10:00 Uhr: die Flesserl formen
Sonntag, ca. 11:00 Uhr: die Flesserl backen

Zubereitung

Die Zutaten für das Polish miteinander verrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Dann eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen. Über Nacht (14 Stunden) in den Kühlschrank stellen. (Ich habe den Teig eine Stunde vor der Verarbeitung auf dem Kühlschrank genommen.)

Am nächsten Tag alle Zutaten für den Hauptteig - außer dem Olivenöl - miteinander verkneten. Sobald sich ein Teig gebildet hat, das Öl hinzufügen. Dem Teig insgesamt 6 Minuten langsam, 6 Minuten schnell kneten. Am Ende sollte ein straffer, elastischer Teig entstanden sein.
Nach dem Kneten den Teig 10 Minuten zugedeckt entspannen lassen.

Anschließend in 70 g schwere Teigstücke (oder 100 g für etwas größere Flesserl!)  teilen und locker zu runden Teigkugeln schleifen.
Die Kugeln weitere 15 - 25 Minuten entspannen lassen.

Danach werden die Teigkugel zu Flesserl geformt. Nach dem Formen die Flesserl mit Wasser bestreichen und in Mohn tauchen. Mit Abstand auf Blech setzten und 40 Minuten (oder besser 60 - 80 ) garen lassen.
Den Ofen auf 250 °C vorheizen. Die Brötchen hineinschieben und eine Schwade auslösen. (Alternativ ein kleines Glas Wasser auf den Bodenofen kippen und den Ofen sofort schließen.) Temperatur auf 235 °C reduzieren.
Ca. 15 Minuten lang backen, bis sie goldbraun sind. Nach etwa 10 Minuten die Feuchtigkeit aus dem Ofen lassen. (Also einmal kurz die Backofentür öffnen.)



Hilfreiche Videos zum Formen der Brötchen:
*Wie man einen glatten, gleißmäßig dicken Strang formt. 
*Wie man einen Einstrangzopf (=Flesserl) flicht.

Mohnflesserl

Und wie immer hier die Links zu meinen Mitbäckerinnen:
Verena's Bog Schöne Dinge
Birgit D - Kreativität in Küche, Haus & Garten
Ingrid von auchwas
Anna-Lena von Teigliebe
Ina von Applethree
Petra von Obers trifft Sahne
Christina / The Apricot Lady
Heidi von Esst mehr Kuchen
Kathrin von Summsis Hobbyküche
Birgit M. von Backen mit Leidenschaft
Zorra vom Kochtopf
Sandra von From-Snuggs-Kitchen
Martina von Frau Bpunkt

Sonntag, 29. Januar 2017

Kimchi

Als ich noch in Bonn lebte, ging ich recht häufig zu "Mandu", einem Koreaner. Dort gab's leckere Mandus (koreanische Maultaschen), den besten Glasnudelsalat überhaupt und Kimchi. Letzteres aß ich bei Mandu zum ersten allerersten Mal und war sofort begeistert. Die mit Kimchi gefüllten Mandus waren meine allerliebsten!
Seit ich nicht mehr in Bonn wohne und keine Kimchiquelle mehr habe, habe ich vor, endlich mal selbst Kimchi zu machen. Aber wie das so oft ist, kam immer was dazwischen. Vor kurzem habe ich mir dann endlich die Chiliflocken, die es für Kimchi braucht, im Internet bestellt, in Freiburg konnte ich sie nämlich nicht auftreiben. Und vor ein paar Wochen habe ich dann ENDLICH Kimchi angesetzt. Hurra!
Ich habe lange nach einem Rezept gesucht und mich dann für das Rezept von chili & ciabatta entschieden. Bei Petra weiß man, woran man ist. Nur die Fischsauce habe ich weggelassen. Ich hatte mir zuerst überlegt, ob ich ein paar Algen dran machen soll, habe die Idee dann aber verworfen. Mein Kimchi ist auch so sehr gut gelungen, finde ich.

Kimchi


Kimchi
(nach Fräulein Kimchis und Chili & Ciabatta)

Zutaten für 4 400-ml Gläser Kimchi

1 Chinakohl, in 5 x 5 cm großen Stücken
2 Karotten, in Julienne geschitten
1,5 Äpfel, in dünnen Scheiben
1/2 weißer Rettich, geschält, längs halbiert, in dünnen Scheiben
6 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 daumengroße Stück Ingwer, fein gehackt (insgesamt 3 - 4 EL) 
2 - 5 EL Meersalz (ich hatte 2,5)
1 Bund Frühlingszwiebeln, in 5 cm langen Streifen
Gochugaru (koreanisches Chilipulver), Menge nach Geschmack (ich hatte 1,5 EL)


Zubereitung

Den geschnittenen Chinakohl in eine große Schüssel geben und salzen. Je nach gewünschtem Salzgehalt mindestens 1 Stunde, maximal 3 Stunden ziehen lassen. (Bei mir 1,5 Stunden. Ich habe den Chinakohl immer wieder probiert. Dazu ein Stück Chinakohl unters Wasser halten, sobald es leicht salzig schmeckt, ist der Kohl gut.) 

Anschließend den Kohl waschen. Vorher etwas von dem Salzwasser in eine Tasse umfüllen. Zum Waschen am besten Wasser in die Schüssel laufen lassen. Den Chinakohl dann vorsichtig ausdrücken.

Den Kohl zurück in die Schüssel geben und Karotten, Äpfel, Rettich, Knoblauch und Ingwer dazu geben. Vorsichtig etwas Chilipulver dazu geben und mit den Händen gut untermischen. Immer wieder probieren, bis die gewünschte Schärfe erreicht ist. Wenn es euch nicht mehr salzig genug scheint, etwas vom Einweichwasser dazu geben. Die Frühlingszwiebeln vorsichtig unterheben. Am Ende sollte die Mischung soll feucht sein - wenn sie zu trocken erscheint, sehr wenig Wasser zugeben. (Was bei mir nicht nötig.)

Das Kimchi in saubere, ausgekochte Gläser füllen, dabei immer wieder mit einem Löffel gut festdrücken, damit keine Luftblasen entstehen. Die Gläser nur bis einen Fingerbreit unter den Rand füllen, da sich der Inhalt beim Gären ausdehnt. Ein Stück Klarsichtfolie zwischen Deckel und Glas legen und das Glas zuschrauben.

Die Gläser 2 Tage bei Raumtemperatur stehen lassen, dann in den Kühlschrank stellen. 
Theoretisch ist das Kimchi sofort essfertig, die Gärung setzt aber erst später ein. Mit der Zeit wird das Kimchi immer milder und verliert Schärfe.


Kimchi vegan

Ich freu mich schon auf viele leckere Gerichte mit Kimchi. Ich habe schon einige gesammelt, das hier steht auf dem Plan:


Was stellt ihr mit Kimchi so an? Ich bin bin gespannt auf eure Rezepttipps!

Sonntag, 22. Januar 2017

Kürbis-Orangen-Risotto mit Kakaobohnen-Thymian-Topping

Das Rezept für dieses Risotto habe ich in meinem allerliebsten Kochbuch gefunden, dem "Gemüse kann auch anders" von Bettina Matthaei. Es stand kurz in der engeren Auswahl für mein Weihnachtsmenü, wurde dann aber verworfen, weil Risotto an sich ja nichts Besonderes ist. 
Das stimmt schon, Risotto gibt es hier sehr häufig. Dieses Risotto ist aber besonders durch das Topping aus Kürbiskernen, Thymian und Kakaonibs. Was es auch ein bisschen aufwändiger macht, plant eine Stunde ein, bis es auf dem Tisch steht.

Meinen Leserinnen und Leser aus Freiburg und Umgebung möchte ich wie schon im letzten Jahr, die Orangen aus dem Sonnengereift empfehlen. Sie sind nicht bio, die Schale ist aber unbehandelt, beim Anbau werden keine Pestizide und Fungizide verwendet. Und es sind wirklich die besten Orangen, die ich je gegessen habe, unglaublich süß und geschmackvoll. Die Orangen gibt es direkt im Laden in der Lorettostraße (dort kann man auch viele weitere regionale und italienische Köstlichkeiten kaufen, gutes Olivenöl zum Beispiel) und eine leckere Tasse Kaffee oder Espresso trinken. Wenn ihr direkt in Freiburg wohnt, könnt ihr euch die Orangen auch umsonst liefern lassen.

Kürbis-Orangen-Risotto


Kürbis-Orangen-Risotto

Zutaten für 3 - 4 Portionen:

1 kleiner Hokkaido-Kürbis (ca. 600 g)
250 g Risottoreis
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
150 ml Weißwein (hier trockener Müller-Thurgau)
ca. 500 ml heiße Gemüsebrühe
150 ml frisch gepresster Orangensaft
2 Orangen (unbehandelt)
1 Bio-Zitrone, Saft und Zesten
etwas Piment
etwas Zimt
Cayenne-Pfeffer
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Topping:

30 g Kürbiskerne, geröstet
3 Zweige Thymian
2 EL Kakaobohnensplitter
Orangenschale (von den Orangen oben)
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer


Zubereitung:

Den Kürbis halbieren, die Kerne entfernen. Ggf. unschöne Stellen der Haut entfernen. Dann in ca. 1 x 1 cm große Stücke würfeln. 
Den Risottoreis in ein Sieb geben und waschen.
Die Schalotten schälen und feine Stückchen schneiden. Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken.
Die Orangen heiß abwaschen, von einer Orange die Schale abreiben. Die Orangen schälen und filetieren. Die Filets beiseite stellen.

Ca. 1 EL Olivenöl in einem schweren Topf/Pfanne erhitzen. Die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze glasig andünsten, dann die Hälfte der Kürbiswürfel dazu geben. Kurz mitbraten, dann Reis und Knoblauch hinzufügen und so lange andünsten, bis der Reis leicht glasig ist. Dann mit Weißwein ablöschen. 
Sobald der Weißwein verdunstet ist, einen Schöpfer heiße Brühe dazu geben. Immer wieder fleissig rühren. Den Orangensaft hinzufügen. Dann so lange mit der Gemüsebrühe fortfahren, bis der Reis die gewünschte Konsistenz hat.

Während das Risotto kocht, das Topping zubereiten. Den Thymian abbrausen, trocken tupfen und die Blättchen abstreifen. Thymian, Kürbiskerne und Kakaobohnen miteinander vermischen und grob hacken. Die Hälfte der Orangenzesten, Salz und Pfeffer hinzufügen.

5 Minuten, bevor der Reis gar ist (dazu vorher am besten auf die Reispackung schauen), in einer Pfanne 2 EL Öl erhitzen. Die restlichen Kürbiswürfel ca. 3 - 4 Minuten lang anbraten, bis sie rundherum braun und weich sind.

Die Hälfte der Orangenschale und die Hälfte der Zitronenschale dazu geben. Das Risotto mit Cayenne-Pfeffer, Piment, Zimt, 4 - 5 EL Zitronensaft, Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Nach Belieben noch etwas Orangenzesten dazu geben. 

Die gebratenen Kürbiswürfel und die Orangenfilets unterheben oder zum Servieren auf dem Risotto anrichten.
Mit dem Topping bestreut servieren.


Freitag, 6. Januar 2017

Avocado-Pasta mit Kapern, Zitrone und Kräutern

Avocado-Pasta geht schnell, ist simpel und schmeckt superlecker. Mein Standardgericht dafür ist eine Version mit getrockneten Tomaten und viiiel Knoblauch. Neulich habe ich die Variate aus Anna Jones' "A modern way to eat" ausprobiert, immerzu das Gleiche ist ja auch ein bisschen langweilig. Ich wurde zum Glück nicht enttäuscht, auch diese Avocado-Pasta schmeckt superlecker, die Kapern passen wunderbar zur cremigen, milden Avocado und dem frischen Zitronengeschmack. Die vielen frischen Kräuter tun ihr übriges. Sicher nicht das letzte Mal, dass es Avocado-Pasta auf diese Art gab!

Avocado-Pasta mit Kapern, Zitrone und Kräutern


Avocado-Pasta mit Kapern, Zitrone und Kräutern

Zutaten für 2 Portionen:

200 - 250 g Spaghetti
1 EL Kapern in Salz
1 EL Holunderkapern (im Original: 2 EL Kapern aus der Lake)
2 Knoblauchzehen (für Knoblauchliebhaber*innen, sonst besser nur eine)
1/2 Bund Basilikum
einige Stängel Petersilie
einige Stängel Schnittlauch
Olivenöl
1 Avocado
1 Biozitrone, Zesten und Saft
Salz, frisch gemahlener Pfeffer


Zubereitung:

Nudelwasser aufsetzen.
Die Kapern grob hacken.
Knoblauch schälen und in sehr feine Scheiben schneiden.
Die Kräuter waschen und fein hacken.

Die Nudeln ins Wasser geben und al dente kochen.
Die Avocado halbieren, mit einem Esslöffel aus der Schale heben. In Würfel schneiden.
In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen. Die Knoblauchzehen und die Kapern darin anbraten, bis der Knoblauch leicht anbräunt. Die Kräuter dazu geben, kurz mitbraten.
Vom Herd nehmen. Die Zitronenzesten einer halben Zitrone untermischen. 1 EL Zitronensaft und Avocado hinzugeben.
Die Nudel abgießen, dabei 1 1 Tasse Kochwasser auffangen.
Die Nudeln in die Pfanne geben, zurück auf den Herd stellen und alles gründlich vermischen, damit die Aromen sich verbinden. Ggf. Nudelkochwasser dazu geben, damit die Nudeln nicht zu trocken sind.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Sonntag, 1. Januar 2017

Salat mit Datteln, Mandeln und Feta

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche euch ein wunderbares neues Jahr, ich hoffe, ihr habt es gut angefangen.
Ich weiß nicht, wie diese Blogpause auf einmal SO lang wurde, ich glaube, in den letzten 7 Jahren gab es noch nie eine so lange Zeit ohne einen Post. Einen Grund dafür gibt's nicht, es hat sich halt nicht ergeben. Deswegen geh e's jetzt ohne Umschweife direkt weiter mit einem neuen Rezept.
Dieser Salat war die Vorspeise zu meinem vegetarischen Weihnachtsmenü, mit dem ich am 1. Feiertag für meine Familie bekochte. (Hauptspeise war diese, Nachtisch dieser - beides lecker, aber nicht lecker genug für den Blog.) Der Salat aber, der war toll. Von Ottolenghi inspiriert, nur ein bisschen verändert.
Ich habe den Asiasalat und und Postelein sowie die Kräuter auf dem Markt gekauft. Die süßen Datteln passen wunderbar zum Feta, da fehlt kein Speck.

Salat mit Datteln, Mandeln und Feta


Wintersalat mit Datteln und Feta

Zutaten für 4 Personen zur Vorspeise:

2 Handvoll "Asia Salat"*
1 Handvoll Postelein*
8 Datteln
30 g Mandeln
4 EL bestes Olivenöl
1,5 EL Dattel-Balsamessig*
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
100 g Feta
ein paar Blätter Basilikum
2 Stängel Dill, zerzupft

optional als Beilage: 
8 Scheibchen getoastetes Baguette


Zubereitung:

Die Salate verlesen und waschen. Trocken schleudern.
Die Datteln halbieren, den Kern entfernen und die Hälften noch einmal dritteln.
Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Im Anschluss grob hacken.

Öl und Dattelessig verrühren. Salzen und pfeffern nach Geschmack.

Den Salat auf einer Platte anrichten. Feta darüber krümeln, Mandeln, Basilikum und Dill darüber streuen. Mit Dressing beträufeln. Servieren.


Alternativ kann man den Salat auch in eine Schüssel geben und vor dem Servieren mischen. Sieht nicht so hübsch aus, sorgt aber für eine optimalere Dressingverteilung.


*Alternativen:
...statt Asia Salat und Postelein: Rucola (von Ottolenghi verwendet), jungen Spinat könnte ich mir auch gut vorstellen.
...statt Dattel-Basamessig wird im Originalrezept nur etwas Granatapfelsüße verwendet. Mir fehlte jedoch die Säure. Ihr könnt auch Balsamico und etwas Ahornsirup nehmen.

Salat mit Datteln, Mandeln und Feta