Sonntag, 7. Dezember 2014

Eine kalte Suppe aus Ziegenkäse und Roter Bete

Kalte Suppe- bei diesem Wetter? Spinnt die jetzt?
Ein bisschen vielleicht. Ich gebe es zu, hätte ich dieses Rezept in diesen Tagen auf einem anderen Blog gelesen, hätte ich mich auch ein bisschen gewundert. Kalte Suppen verbindet man ja eher mit Sommer, oder? Als ich aber die Tage durch das Rote Bete-Kapitel von Tender. Gemüse* blätterte, sprang mir dieses Rezept sofort ins Auge. Ihr wisst ja, Ziegenkäse ist meine große Käseliebe, dazu die Rote Beete, die ich erst vor ein paar Jahren für mich entdeckt habe- perfekt. Natürlich könnt ihr die Suppe auch warm essen, wenn ihr Frostbeulen seid, aber ich würde euch eher empfehlen, euch in eine dicke Decke zu kuscheln und mit einer Wärmflasche am Bauch die Suppe kalt zu genießen- frisch aus dem Kühlschrank fand ich sie um Längen besser als warm. Vertraut mir!
Im Einleitungstext erzählt Nigel, dass er die Suppe in den 80er-Jahren in einem Café servierte und bedauert, dass er die Suppe damals nicht mit Sauren Gurken kombiniert hat, weil diese so gut zu der schweren Süße der Suppe passen würden. Im Rezept fehlen sie dann aber, was mich verwundert hat. Ich habe die Suppe also mit Cornichons serviert und sie machen sich wirklich gut darin, nicht nur wegen der Säure, sondern auch als knackiger Kontrast zur samtigen Suppe. Wenn ihr also das Rezept nachkocht, übernehmt meine Änderung unbedingt!

*Rezensionsexemplar
Kalte Rote Bete Suppe






Rezept für 4 Portionen:

Suppe:
500g rote Beeten (am besten kleine Knollen)
2 EL Erdnuss- oder Planzenöl
1 kleine Zwiebel (im Original: 4-6 Frühlingszwiebeln)
750ml Gemüsebrühe


Ziegenkäsecreme:
100g Ziegenfrischkäse
3 EL Joghurt
1 EL gehackte Minze
1 EL Schnittlauchröllchen

außerdem: 
4-6 Cornichons
ggf. Kresse


Ofen auf 200°C vorheizen.
Die Roten Beeten waschen. In eine hohe Auflaufform (mit Deckelaufsatz) geben. 1 EL Öl und 3 EL Wasser hinzufügen. Die Auflaufform zudecken (wenn ihr keine entsprechende Auflaufform habt, könnt ihr sie auch mit Alufolie verschließen) und ca. 45-60 Minuten lack backen, bis sie dunkel und weich sind.
Die Roten Beeten etwas abkühlen lassen, dann schälen und grob hacken.
Die Zwiebel fein hacken. In einem Topf 1 EL Öl erhitzen, die Zwiebel glasig dünsten, dann die Roten Beeten und die Gemüsebrühe dazu geben. Ca 10 Minuten köcheln lassen, bis die Roten Beeten ganz weich sind. Pürieren und vollständig abkühlen lassen.

Für die Ziegenkäsecreme den Ziegenkäse mit Joghurt und Kräutern verrühren.

Die Cornichons in dünne Scheiben schneiden.

Die Suppe mit der Ziegenkäsecreme und den Cornichons anrichten.


Freitag, 5. Dezember 2014

Leckeres, Lesens- und Sehenswertes zum zweiten Adventswochenende

Liebe Leser,

bevor ich eine geballte Ladung Links auf euch loslasse, möchte ich eine Sache loswerden, die mich seit meinem ersten "Leckeres, Lesens- und Sehenswertes"-Blogpost nicht mehr loslässt.
Auf meinen Kommentar zu Franzis Blogartikel (zu eurer Erinnerung, hier noch einmal):
Wahre, wunderbare Gedanken zum Thema Lebensmittel und der Wertschätzung von tierischen Nahrungsmitteln hat sich Franzi gemacht. Ihren Blogartikel kann ich nur so unterschreiben. Ich finde es traurig, wie viel Wert die meisten Menschen auf irgendwelche Statussymbole wie Autos, Technik, Urlaube legen, gleichzeitig aber an LEBENSmitteln sparen. Ganz abgesehen von altruistischen Gründen sich bewusst zu ernähren, muss man sich doch fragen, ob es wirklich gut ist, dass man für sein Auto nur das beste Benzin tankt, in sich selbst aber die billigsten Nahrungsmittel reinschüttet. Wie seht ihr das?
 bekam ich unter anderem folgende Antwort:
Hi gourmande, ich schaue immer wieder gerne auf deinem Blog vorbei, weil ich ziemlich sicher sein kann, dass ich was finde das mir schmeckt. Ich finde es auch durchaus gut, dass du versuchst deinen Lesern das ein oder andere bewusst zu machen. Mir fällt dabei allerdings gerade heute auf, dass du ganz schön schwarz weiß denkst (richtig/ flasch Kategorien). Ich gehe gerne und oft in Urlaub und achte dennoch auf meine Ernährung und was ich zu Hause verarbeite. Ich rette damit zwar nicht die Welt und jedes arme Kind der Erde, aber "falsch" ist das deshalb noch lange nicht.
(Liebe Pat, ich möchte dich mit dem Zitieren nicht irgendwie denunzieren, aber ich möchte noch einmal ausführlich darauf eingehen und ihn als Aufhänger benutzen, meine Antwort richtet sich also nicht nur an dich, sondern an alle meine Leser.)

Zuerst: Ich finde ehrlich gesagt nicht, dass ich schwarz-weiß denke und ich verstehe nicht, wie ich das mit dem, was ich zu Franzis Blogpost schrieb, das gezeigt haben könnte. 
Ja, ich finde es ein bisschen komisch, wenn jemand viel Wert auf Statussymbole legt (egal, ob das ein dickes Auto, teure Klamotten, zahlreiche (Fern)reisen sind). Das heisst aber noch lange nicht, dass ich es verwerflich finde, wenn jemand gerne in den Urlaub fährt. Das habe ich mit Sicherheit nicht so gemeint. Wenn das jemand tatsächlich so verstanden hat und sich deswegen vor den Kopf gestossen gefühlt hat, dann tut mir das wirklich leid, das wollte ich nicht. Ich bemühe mich eigentlich, mit solchen Aussagen vorsichtig zu sein, weil ich weiß, dass ich mein Ziel (nämlich Leute zum kritischen Konsum anzuregen) so nicht erreiche. Mir ging es vielmehr  um die (Nicht)Wertschätzung von Lebensmitteln und eine Prioritätensetzung, die ich einfach nicht nachvollziehen kann. 
Ich kann es nicht verstehen, wie man viel Geld in ein dickes Auto investiert, aber gleichzeitig für eine 39 Cents billige Tafel Schokolade Kinderarbeit in Kauf nimmt. Das ist meiner Meinung nach einfach falsch. Und das möchte ich hier auf meinem Blog auch sagen dürfen, ohne dass mir gleich unterstellt wird, dass ich alles nur in schwarz und weiß einteile. Der Schluss daraus wäre ja auch, dass ich mich offensichtlich für einen "guten Menschen" halte?! Nein, sicher nicht. Auch ich fahre gerne in den Urlaub. Ich kauf mir manchmal auch ne Avocado oder Obst aus Übersee oder bestelle mir etwas bei amazon. Und das gestehe ich auch jedem zu. Ich geh nicht zu Aldi und beklebe die Luxuskarossen mit Werbung für Fair Trade oder protestiere vor Reisebüros, weil die Leute ihr Geld lieber in faire Lebensmittel stecken sollen. Ich möchte mit meinen Blogposts auch niemanden knebeln, ihn dazu zwingen, bestimmte Dinge nicht mehr zu kaufen, das kann ich eh nicht. Und ich bin auch der Meinung, dass die Holzhammermethode "DU DARFST NICHT (hier beliebige Sache einsetzen) KAUFEN/ESSEN/.." der falsche Weg ist. Ich bin schon lange davon abgekommen, Leuten Vorträge über die Vorteile einer vorwiegend pflanzlichen-regionalen Ernährung zu halten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die meisten mit einem leckeren Gericht viel eher überzeugen lassen und das ist eigentlich auch die Linie, die ich hier auf dem Blog in 95% der Blogposts fahre. Aber dennoch möchte ich gewisse Sachen nicht tot schweigen. Sachen die mir am Herzen liegen. Das sind in erster Linie irgendwelche Umweltthematiken und Tierethik. 
"Darf" ich bestimmtes Konsumverhalten nicht kritisieren, weil ich selbst kein perfekter Mensch bin? Weil ich sonst Gefahr laufe, dass sich jemand sofort angegriffen von mir fühlen könnte oder weil nur "perfekte" Menschen Kritik üben dürfen? Wer darf denn dann überhaupt noch Missstände kritisieren und unangenehme Themen ansprechen? Niemand, oder?
Wenn sich niemand traut, auf Missstände aufmerksam zu machen, weil man selbst nicht völlig perfekt konsumiert, ist auch niemandem geholfen. Ich nehme es lieber in Kauf, ein paar Leuten vor den Kopf zu stoßen, um andere Leser zu erreichen und sie auf Problematiken aufmerksam zu machen, die sie vorher vielleicht nicht kannten. (Wie es auch Heike bei mir der Cashewnuss-Problematik tat.)
Es mag sein, dass ich damit den ein oder anderen von meinem Blog vertreibe, allerdings hat es Micha neulich schön ausgedrückt, Foodbloggen sollte nicht nur "Schönwetterbloggerei" sein. Ich möchte auf gewisse Themen, die mir am Herzen legen, aufmerksam machen. Weil mir das wichtig ist. Nicht als Vorwurf, nicht um jemandem meine Meinung aufzuzwingen, sondern als Information für interessierte Leser. Denn ich finde es wichtig, dass wir nicht nur Kochwissen teilen. Deswegen wird bewusster Konsum hier in Zukunft wahrscheinlich sogar noch öfter Thema sein, auch wenn ich damit vielleicht Gefahr laufe, dem ein oder anderen Leser zu missionarisch vorzukommen. Damit werde ich leben müssen. Wenn ich im Gegenzug auch nur einen einzigen Leser auf eine Problematik, von der er vorher nichts wusste, aufmerksam machen kann und er daraufhin etwas ändert, dann ist es mir das wert.
(Und keine Angst, einen so langen Monolog wird es so schnell nicht geben, ich belasse es dann doch lieber bei der bloßen Sammlung von Lesens- und Sehenswertem, so dass ihr euch eure Meinung selbst bilden könnt.)

Passend zum Thema "Mut zu kritischen Blogartikeln", ein Blogpost von Ela zu Garnelen

"Das Glück wohnt in der Küche"- Cynthia Barcomi bei Freunde von Freunden. 


Ein Blick in meine heutige Gemüsekiste:


Leckeres von anderen Foodblogs:

Und, nach erfolgloser Suche im Bioladen besitze ich ihn nun doch, den Sonnentor Gewürzadventskalender. Gewonnen bei Carla. Nächstes Jahr gibt es den hoffentlich auch im Einzelhandel.




Ich wünsche euch ein schönes Adventswochenende!

    Donnerstag, 4. Dezember 2014

    Geschenke aus der Küche: Steinpilz Tomaten Risotto im Glas

    Ihr kennt sicher diese Kuchenmischungen im Glas, die vor 2 Jahren total trendy waren, oder? Ich finde die Idee total klasse, aber bin ja eher der herzhafte Typ, und so verschenke ich dieses Jahr nicht Kuchen- sondern Risotto im Glas. Ich habe mir eine Mischung auch Steinpilzen und getrockneten Tomaten ausgesucht, ihr könnt es natürlich abwandeln. Pinienkerne machen sich zum Beispiel ebenfalls gut. Durch die einfache Anleitung ist dieses Risotto auch ein Gericht, das man einen Kochanfänger gut schenken kann. Wichtig ist, dass das Glas wirklich voll ist, sonst mischen sich die Schichten und sehen nicht mehr so schön aus.
    Verschenkt ihr auch Selbstgemachtes dieses Jahr?



    Für das Glas:
    1 leeres Glas mit ca. 325ml Fassungsvermögen
    ca. 160g Risottoreis
    1 TL italienische Kräutermischung
    10g Steinpilze
    40g sonnengetrocknete Tomaten





    Anleitung für den Beschenkten:

    Für 2 Portionen brauchst du:
    Olivenöl
    1 kleine Zwiebel, fein gehackt
    1 Knoblauchzehe, fein gehackt
    ggf. 100ml trockenen Weißwein
    ca. 500ml heiße Gemüsebrühe
    (ggf. Parmesan)
    + Risottomischung mit Steinpilzen und Tomaten

    Olivenöl auf mittlerer Hitze in einer Pfanne erwärmen. Die Zwiebel glasig andünsten. Reismischung und Knoblauch dazu geben. So lange braten, bis der Reis glasig wird. Mit Wein ablöschen. Unter Rühren verdampfen lassen. Im Folgenden die Gemüsebrühe kellenweise hinzufügen, bis der Reis weich ist.
    Nach Geschmack mit etwas geriebenem Parmesan servieren.

    Montag, 1. Dezember 2014

    Leckeres, Sehens- und Lesenswertes zum 1. Dezember

    Hallo liebe Leser, hattet ihr gestern einen schönen ersten Advent?
    Gebacken habe ich dieses Jahr noch gar nichts (mit Ausnahme der Vitalkekse), aber ihr findet hier ganz viele Plätzchenrezepte aus den letzten Jahren!
    Ich habe gestern meinen Adventskalender aufgestellt, den ich beim veganen Adventskalenderwichteln von Valerie bekommen habe. Heute morgen gab's gleich Schokolade. ;-)



    Heute 
    starten zahlreiche Bloggeradventskalender
    •  Aus dem letzten Jahr kenne ich schon dieses tolles Polaroidrätsel bei fressen und gefressen werden, jeden Tag gibt's ein neues Bilderrätsel. Manchmal ganz schön knifflig. Schaut da unbedingt vorbei! 
    • Auf twoodledrum gibt es wieder einen veganen Adventskalender, dieses mal mit dem Thema Geschenke aus der Küche. Ich bin auch wieder dabei, juhu! Ich freue mich schon sehr auf die anderen 23 Geschenkideen. Vielleicht findet ihr dort ja auch noch Inspiration für das ein- oder andere Weihnachtsgeschenk?
    • Zum ersten mal dieses Jahr gibt es einen vegan wednesday Adventskalender! Jeden Tag könnt ihr auf verschiedenen Blogs leckere Sachen gewinnen! Der Kalender startet heute bei Anette, wo die Verlosungen statt finden, erfahrt ihr täglich auf der vegan wednesday Facebookseite

    Ein paar leckere Foodbloggerrezepte aus den letzten Tagen:
    • Esst ihr auch so gerne Indisch wie ich? Bei mir gibt es als Beilage meistens einfachen Basmatireis. Diesen Safran-Gewürz-Reis von Ramona will ich aber unbedingt einmal ausprobieren!
    • Tofu aus Kichererbsen? Klingt spannend und sieht lecker aus. Muss ich demnächst unbedingt einmal versuchen!
    • Immer nur Essig-Öl-Dressing ist langweilig, oder? Wie wäre es mit Mango-Limetten-Dressing?
    • Ich liebe Bratlinge und diese Spinat-Quinoa-Bratlinge sehen einfach fabelhaft aus!
    • Ich bin zugegebenermaßen eher der Kuchen- als der Tortentyp, aber bei dieser Torte könnte ich schwach werden! 
    • Was für ein wunderbares Rezept sich hinter dem ersten Adventskalendetürchen von Charlotte's Diner verbirgt: Bratapfelkäsekuchen!


    Und noch ein paar sehens- und lesenswerte Dinge:

    Habt einen schönen Montagabend!

    Freitag, 28. November 2014

    Gesunde Vitalkekse

    Kennt ihr diese tierisch leckeren Vitalkekse, die den Anschein erwecken, wahnsinnig gesund zu sein, in Wirklichkeit aber echte Zuckerbomben sind? Heute habe ich eine gesündere Variante davon für euch, entdeckt habe ich sie bei Ksenija. Ich habe ein paar Zutaten verändert, wie beim Original-Vitalgebäck wollte ich unbedingt Sesam und Rosinen in meinen Keksen haben, außerdem habe ich Reissirup verwendet, der ist weniger süß als Ahornsirup. Leider sind meine Kekse nur am Rand knusprig geworden und sind in der Mitte etwas weich geblieben. Aber dennoch sind sie wahnsinnig lecker und es gab die Kekse sicher nicht zum letzten Mal bei mir!

    Gesunde Vitalkekse

    Gesunde Vitalkekse

    Für ca. 30 Kekse:
    30g Leinsamen, geschrotet
    4 EL siedendes Wasser
    75ml Reissirup
    75g Apfelmus
    1 EL Sonnenblumenöl
    opt. 1 TL Zimt
    opt. 1 TL geriebener Ingwer
    opt. 1/2 TL gemahlene Vanille
    1 Prise Salz
    70g Sonnenblumenkerne
    60g Kürbiskerne
    40g Sesam
    40g Mandeln
    40g Rosinen





    Ofen auf 200°C vorheizen.
    Leinsamen in eine kleine Schale geben und mit dem Wasser verrühren. Beiseite stellen und quellen lassen. 
    Den Reissirup in einem Topf erhitzen, damit er etwas flüssiger wird. 
    In der Zwischenzeit Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Sesam, Mandeln und Rosinen mischen.
    Sirup vom Herd nehmen. Apfelmus und Öl dazu geben und verrühren. Den Leinsamen und die Gewürze hinzufügen und unterrühren. Die restlichen Zutaten hinzufügen und untermischen.
    Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
    Mit zwei Esslöffeln kleine Häufchen auf das Backblech setzten und platt drücken. Da die Kekse nicht verlaufen, könnt ihr sie ruhig sehr eng setzen. In den Ofen schieben und ca. 10 Minuten lang backen. Den Ofen ausschalten und die Kekse für 20 Minuten im Ofen ruhen lassen. 
    Aus dem Ofen nehmen und die Kekse auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen. Erst dann in die Keksdose geben.

    Gesunde Vitalkekse