Donnerstag, 19. Juni 2014

Rührtofu

Schon ewig stand Kala Namak auf meiner "muss ich mal probieren"-Liste. Vor kurzem habe ich den Geburtstagsrabatt bei alles-vegetarisch ausgenutzt und meine erste Bestellung getätigt, dabei wanderte dann auch ein Päckchen davon ins Einkaufskörbchen.
Falls euch Kala Namak nichts sagt: Kala Namak, auch Schwarzes oder Indisches Salz genannt ist ein südasiatisches Salz und hat einen ziemlich schwefeligen, würzigen Geschmack. Als ich das Salz in ein Glas umfüllte, war ich echt überrascht, dass das Salz genau wie gekochte Eier riecht. Faszinierend.
Als erstes wollte ich ein Rührtofu testen. Ich habe einen recht festen Naturtofu genommen. Von der Konsistenz her, hat mich der Rührtofu nicht wirklich an Rührei erinnert (das nächste mal nehme ich vielleicht halb Tofu-halb Seidentofu, oder hat jemand einen Tipp?), geschmacklich aber auf jeden Fall und lecker war es auch sehr!
Als nächstes steht veganer "Eier"salat auf meiner "muss ich mal probieren"-Liste, ich freu mich schon. :-)

Rührtofu


Rezept für 2 Portionen:
400g Naturtofu
1 EL salzreduzierte Sojasauce
1/2 TL Kurkuma
Kala Namak
Bratöl

Tofu mit den Fingern zerkrümeln. Sojasauce, Kurkuma und 1/2 TL Kala Namak dazu geben und gut vermischen. Ca. 30 Minuten ziehen lassen.
In einer beschichten Pfanne Bratöl erhitzen. Den Tofu hineingeben und einige Minuten anbraten. Anfangs nicht zu viel rühren, damit der Tofu auch eine schöne Farbe bekommt.

Schmeckt ganz klassich zum Frühstücksbrötchen, aber auch Gemüse (bei mir gedämpfter Brokkoli und Kohlrabi) ist eine leckere Beilage.



Ein ziemlicher Flop (nicht nur in der Konsistenz, sondern auch (oder vor allem) geschmacklich waren diese Vegarnelen, die ich vor ein paar Wochen bei basic gekauft habe. Ich habe ja schon mal berichtet, dass ich supergerne vegane Alternativen teste. Von dieser rate ich euch definitiv ab. Von Meergeschmack ist keine Spur, wirklich nicht die geringste, trotz Meeresalgen. Und selbst wenn man sich vom Gedanken "das soll wie Garnelen schmecken" befreit, schmecken die Vegarnelen nicht besonders gut. Ein bisschen fettig (weil vorfrittiert) und die Konsistenz (ziemlich fest) war auch nicht besonders. Das nächste mal gibt es wieder Pasta mit Knoblauchspinat pur. Einen Versuch war's trotzdem wert.



Wie sieht es bei euch aus, kennt ihr die Vegarnelen? Hat's echt geschmeckt?
Habt ihr andere Verwendungstipps für das Kala Namak? Oder vielleicht auch ein leckeres Rezept für die Mock Duck?

Kommentare:

  1. hi :-)
    das theme vegarnelen hatte ich letztens auch mit bloggerpausensusi. die sind schlimm, oder? ich glaube manchmal, die hersteller solcher produkte wollen uns veräppeln. oder sie meinen, sie können uns für dumm verkaufen. und hin und wieder klappt das ja auch ganz gut ;-)

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    1. Hach ja, ich hatte ja auch gar nicht den ultimativen Garnelengeschmack gewünscht. Mir war es nach Meeresgeschmack. Aber nicht mal der war vorhanden, dass die Konsistenz nicht stimmen wird, war mir ohnehin klar, die stimmt ja auch bei den meisten authentisch schmeckenden Ersatzprodukten nicht. Naja, aus Fehlern lernt man. ;-)

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    2. ich hätte die dinger vermutlich nie gekauft. freunde von uns meinten es bei einem essen besonders gut mit mir. aber man kann eben auch ganz leicht mal daneben greifen bei veganen ersatzprodukten. die vegarnelen sind ein paradebeispiel dafür :-D
      hast du schon avocado mit kala namak probiert? tu es! unbedingt! sie sollte aber richtig reif sein. dann stimmt die konsistenz besonders gut. brot mit etwas kala namak bestreuen (erst mal vorsichtig!) und dann avocado scheibenweise drauf legen. original wie eibrot. s-o lecker :o)

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    3. Jaaaa, hab ich schon gegessen, hab mir extra 2 Avocados bestellt zusätzlich zur üblichen Ökokiste letzte Woche. Inspiriert von der Blogpausensusi, die ein Avocado-Kala Namak-Brot das "Eierbrot des Veganers" nannte. ;-)

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    4. unglaublich, oder? ich liebe es! und war sehr glücklich, als ich es das erste mal probiert und umgehend für mich entdeckt habe :-D
      http://elbmoehre.blogspot.de/2013/02/happy-day.html

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    5. Ja, ich fand es auch megagut! Schmierst du da noch was drunter? Sieht nach irgendeinem Aufstrich aus.

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    6. alsan - gehört für mich aufs brot, wie früher butter. und zwar ordentlich ;-)

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  2. Ich finde diese ganzen Ersatzprodukte - bis auf wenige Ausnahmen - Mist. Geschmacklich meistens eine Katastrophe, starke industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln, ewig lange Zutatenlisten, und kosten viel Geld (wenn's nicht gerade die Aldi-Version ist). Und trotzdem nicht immer gesund, wenn ich jetzt z.B. lese, dass die Pseudo-Garnelen vorfrittiert sind. Wenn ich VegetarierIn bin, dann gibt's eben keine Würste, Steaks mehr, auch keine Pseudo-Versionen, die von Aussehen, Geruch und manchmal auch Geschmack dem Gehirn vorgaukeln, da kommt Fleisch. Ich will hier keine Grundsatzdiskussionen entfachen, ist halt meine persönliche Meinung. Und es ärgert mich, dass die Lebensmittelindustrie (an sich schon ein perverses Wort, irgendwie) die Veggie-Welle mitreitet, indem sie solche Produkte auf den Markt wirft. Aber hey, jedem wie es gefällt. Natürlich kann ich nachvollziehen, dass man als Verbraucher mit neuen Produkten liebäugelt - das Wörtchen "neu" ist das Zauberwort, ich werde da manchmal auch schwach. Meistens erst, wenn ich mich über das Produkt dann genauer informiert habe oder Leute frage, ob die das mal gegessen haben, wie es schmeckte. Aber die Zutatenliste, wenn die zu lang ist, dann bringen auch Lobeshymnen von Freunden nichts ... :-)
    Und danke für den Tipp mit dem Salz, klingt gut!

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    1. Diskussionen anzetteln ist hier erwünscht! ;-)

      Grundsätzlich gebe ich dir auch Recht. Die meisten Ersatzprodukte sind absolutes Junk Food. Und natürlich sind solche Fertigprodukte oft stark verarbeitet. Bei den Vegarnelen geht es aber meiner Meinung nach noch. Hast du dir den Link angeschaut, da steht nämlich die Zutatenliste: Tofu* (Wasser, Sojabohnen*, Gerinnungsmittel: Kombucha*) 95%, Sonnenblumenöl*, Meersalz, Gewürzmarinade* (Wein*, Agavendicksaft*, Karottensaft*, Dill*, Französische Meeresalgen, Zitronensaft*) Klar ist die Zutatenliste nicht besonders kurz, aber es ist zumindest nichts drin, was mich sofort abschreckt, wie bei vielen anderen veganen Ersatzprodukten.
      Dass solche Produkte nicht gesund sind, ist mir also eh klar. Aber, ganz ehrlich, ich hab auch gar nicht den Anspruch, mich immer zu 100% gesund zu ernähren. So gern ich Obst und Gemüse esse, und mich im Alltag ganz ordentlich ernähre, hab ich manchmal eben Bock auf auf Ungesundes. Auf Fettiges, auf Frittiertes, auf Paniertes. Und auch auf Fleisch. Nach all den Jahren. Weil ich mir aber dennoch nicht vorstellen kann, mir ein Schnitzel zu braten, greif ich zur veganen Version. Die mag nicht unbedingt gesund sein, aber das wäre die "echte" Version ja auch nicht. Beim Grillen mag ich auch nicht immer nur Gemüse essen. Da ess ich dann auch gerne eine Tofuwurst. Die ich im Übrigen auch gar nicht so superungesund finde, wenn man zu Produkten von (mMn) guter Qualität greift. Taifun Tofu zum Beispiel. Oder Produkte von Wheaty. So lange man das nicht täglich isst, wird man davon sicherlich auch nicht gleich krank, auch wenn die Produkte stark verarbeitet sind. Ich ess zum Beispiel auch den Wheaty Gyros. (http://www.wheaty.com/de/sortiment/produkt?name=VEGANKEBAB_Gyros) Klaro, auch der ist nicht grad gesund, die Zutatenliste ist lang, aber insofern okay, dass ich zu den ganzen Einzelzutaten bedenkenlos greifen würde. Auch zum Hefeextrakt. Solange man nicht über jede Mahlzeit Aromat drüberstreut, finde ich auch Hefeextrakt in Maßen vollkommen okay.
      Und was den Geschmack angeht, da hast du recht, wenn man nach authentischem Geschmack sucht, wird man zwangsläufig enttäuscht. Wenn man sich aber von dem Wunsch nach einem Ersatzprodukt, das zu 100% wie das fleischige Vorbild schmeckt, befreit, dann kann man schon ganz glücklich werden. Ich hatte auch gar nicht erwartet, dass die Vegarnelen wie echte Garnelen schmecken. Ich hatte mir hauptsächlich „Meeresgeschmack“ gewünscht. Beim nächsten Verlangen nach Meer gibt es halt wieder Sushi oder Algensalat. ;-)

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    2. nö, ganz so kann ich das nicht unterschreiben. ich bin vegan. jupp. da gibt es kein fleisch, keine würstchen, kein käse etc. jupp. aber nicht, weil ich den geschmack plötzlich nicht mehr mochte. sondern weil ich mich (vor allem aus tierrechtlichen/ethischen gründen) eines tages dafür (bzw. dagegen) entschieden habe.
      wenn es danach gegangen wäre, ob ich tierische produkte mag oder nicht - ich würde immer noch fleisch essen! und käse! und eier! denn ich habe diese lebensmittel geliebt. weil ich aber nicht wollte, daß für mich weiterhin tiere gequält oder gar getötet werden, freue ich mich nun über jedes produkt, daß fleisch oder käse oder eiern in irgendeiner art und weise ähnlich schmeckt.
      ich brauche sie nicht alle. um gottes willen. und ich brauche sie ganz bestimmt nicht ständig und immerzu. aber hin und wieder greife ich gerne zu diesen ersatzprodukten.
      und es geht mir tierisch auf die nerven, mich dann zum beispiel auch noch fleischessern gegenüber rechtfertigen zu müssen, warum meine veganen ersatzprodukte aussehen und/oder schmecken müssen, wie die originalen.... auf die diskussion, ob sie nun gesund sind oder nicht, lasse ich mich mittlerweile gar nicht mehr ein. das ist mir wirklich zu albern.
      just my two cents :-)

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  3. ach mensch, schade mit den vegarnelen...

    ich seh es übrigens ähnlich wie gourmande & em. ich bin inzwischen seit über acht jahren vegetarierin und der grund dafür ist ganz sicher nicht (!) der geschmack von fleisch & fisch. ich liebe gutes essen und muss auch zugeben, dass ich manchmal richtig hunger bekomme, wenn ich andere fleisch essen und zubereiten sehe. da es für mich aber nicht in frage kommt, wieder damit anzufangen, freue ich mich umso mehr über authentische ersatzprodukte. die gibt es natürlich nicht jeden tag, aber hin und wieder finde ich es schon okay. und ethisch trotz der zusatzstoffe mit sicherheit vertretbarer, als das leben eines tieres zu opfern - für mich jedenfalls.

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  4. Um mal auf deinen Rührtofu zu sprechen zu kommen :-P...habe früher auch immer nur normalen festen Tofu mit der Gabel zerdrückt und dann in der Pfanne gebraten. Mache das auch weiterhin so, nur jetzt noch ein halbes Paket Seidentofu am Ende dazu...probier es unbedingt es, es macht einen immensen Konsistenzunterschied meiner Meinung nach. Jetzt noch Kala Namak dazu, ein wenig Kräuter und der Unterschied zum Rührei schrumpft gewaltig.
    Alles Liebe,
    Melli

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  5. Kala Namak steht auch noch auf meiner Liste der auzuprobierenden Dinge. Mit den Ersatzprodukten sehe ich es wie du. Ich bin Vegetarierin aus ethischen Gründen, nicht aus geschmacklichen. Da gibt es auch schon mal eine Tofuwurst als "Currywurst" verkleidet. Allerdings hört sich diese Garnelenvariante mehr als grauselig an, da dann lieber Algen.

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  6. Hm, ich habe letztes Jahr mal vegane Garnelen gekauft und erinnere mich noch mit Grausen daran. Andererseits bin ich auch kein großer Fan von echten Garnelen... Ich glaube halt auch, dass gute vegane Gerichte mit möglichst wenig “fake meat“ die beste Alternative zu Fleisch sind (und ich bin Omni, wenn ich auch selten Fleisch und oft vegan esse)

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  7. Ich habe mal veganen Garnelen bei Loving Hut (bei der Veganmania in Wien) gekostet - die waren echt nicht mein Fall (zu gummiartig) - allerdings haben sie einer Freundin total geschmeckt.
    Naja, wie immer ist alles Geschmackssache.
    Das Kala Namak wartet bei mir auch schon seit einer Weile auf Einsatz für vegane Eierspeis. Muss ich jetzt endlich mal probieren.

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  8. Ich habe mich heute auch mal an das Kala Namak gewagt, das in meinem Schrank stand - und mein gebratener Reis hat tatsächlich nach Ei geschmeckt :) Sehr faszinierend. Was ich damit auch noch ausprobieren will ist Eiersalat, der soll mit Nudeln und Kichererbsen ja auch sehr "echt" werden.
    Schönes Wochenende wünsch ich dir!

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    1. Oh, gebratener Reis, klasse Idee!
      Genau dieses Eiersalat will ich auch testen. ;-)

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