Sonntag, 2. Februar 2014

Rezension: La Veganista

Eine Freundin hat mir vor ein paar Monaten ganz begeistert von La Veganista erzählt. Ihr Freund, der bekennender Fleischesser ist, hat sich das Kochbuch sogar zu Weihnachten gewünscht. Na, wenn das kein Qualitätsmerkmal ist! ;-)
Der GU-Verlag war so nett, mir ein Rezensionexemplar zur Verfügung zu stellen, so dass ich das Kochbuch nun auch mein Eigen nennen darf- vielen Dank dafür!

© Gräfe und Unzer Verlag GmbH


Nicole Just
La Veganista
Lust auf vegane Küche 
192 Seiten, mit ca. 140 Farbfotos und 100 Rezepten
Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München, 2013
ISBN: 978-3-8338-3310-6











Mein erster Eindruck:

Das Buch ist wunderschön illustriert, der Stil des Covers zieht sich durch das ganze Buch.
Die Gerichte ansprechend fotografiert und ohne allzuviel Chichi angerichtet, zu jedem Rezept gibt es auch ein Bild (das ist mir ja immer wichtig). Klickt hier für einen Blick ins Buch!
Ich finde es allein schon optisch sehr ansprechend und blättere wirklich gerne darin, auch wenn ich gerade nicht auf der Suche nach einem leckeren Rezept bin.


Zum Inhalt:

Nach einem Vorwort von Nicole Just folgt ein Service-Teil, der unter anderem ein  Einmaleins der veganen Küche, eine "Tauschbörse", ein Grundrezept für Seitan und eine Übersicht über die Basis-Zutaten der veganen Küche enthält. Gerade für Vegan-Anfänger ist das wirklich sehr praktisch!
Dass an Vegan- bzw. Kochanfänger gedacht wurde, merkt man auch an den vielen Praxis- und Abwandlungstipps, die es zu fast jedem Rezept gibt.


Kommen wir aber zum wesentlichen: den Rezepten.

Das Buch ist in 5 Kapitel unterteilt:
  • Guten Morgen! Vegan frühstücken (z.B. Smoothies, Pancakes, Brotaufstriche)
  • Für Vorneweg, zwischendurch und unterwegs (Suppen, Salate, Wraps)
  • Satt und zufrieden, Hauptgerichte für jeden Tag
  • Aufgekocht! Vegan schlemmen
  • Hmm, süß! Desserts und Gebäck (von Cremes über Torte bis hin zu Kräuterbrot alles dabei!)
So gut wie alle Rezepte sind alltagstauglich und haben eine übersichtliche Zutatenliste. Diese sind unterteilt in die verschiedenen Komponenten des Gerichts, so dass man gut den Überblick behält. Außerdem sind überall die Zubereitungs-, Back- und Garzeiten, sowie die Nährwerte des Gerichts angegeben.
Es gibt auch etwas aufwändigere Rezepte, aber insgesamt würde ich sagen, dass die Rezepte eher bodenständig und einfach (aber nicht langweilig!) sind- also genau nach meinem Geschmack.
Einige Rezepte richten sich nach ihrem fleischhaltigen "Vorbild" (z.B. Rouladen oder Königsberger Klopse), was ich persönlich aber nicht schlimm finde, da ich ab und zu gerne "fleischlastig" esse. Die meisten Rezepte sind aber von Haus aus vegan, man bekommt nicht das Gefühl, dass Fleisch einfach durch Tofu/Seitan/... ersetzt wurde, wie bei manch anderem veganen Kochbuch.

Mein SuR (Stapel ungekochter Rezepte) ist dank des Buches kräftig gewachsen, darauf stehen jetzt zum Beispiel:
  • Cashew-Ricotta
  • Backkartoffelsalat
  • Knusperauberginen mit Sahnekohlrabi
  • Grünkern-BBQ-Pasta mit Guacamole
  • Glasierter Tempeh mit Vanillemöhren
  • Quitten-Birnen-Crumble
Ich könnte die Liste noch um mindestens 10 Gerichte ergänzen. Dass mir so gut wie alle Gerichte in einem Buch gefallen und ich auch tatsächlich plane, sie nachzukochen, kommt wirklich seltenst vor!

Ich habe, was ihr sicherlich schon bemerkt habt, in den letzten Wochen einige Rezepte nachgekocht:
  • Teufelskartoffeln mit Kichererbsen und Rucola (wirklich superlecker! Ein neues Lieblingsrezept.) 
  • Apfel-Hirseauflauf (ebenfalls sehr fein, nur etwas zu süß) 
  • Rote Bete Salat mit Zitronendressing (es besteht definitiv Wiederholungsbedarf, am besten sofort!) 
  • Gulasch (Top! Die Menge ist allerdings recht großzügig bemessen.)


Mein Fazit: 

Auf dem Buchrücken heißt es: "Wer vegan kocht, isst immer lecker!". Wenn man nach La Veganista kocht, dann stimmt das definitiv!

Aber: Das Buch ist nichts für Leute, die ein "Sonntagsessen-Kochbuch" suchen. Sprich: Die Rezepte sind größtenteils für den Alltag ausgelegt und teilweise sehr "basic" (wie zum Beispiel Spargelsalat oder Kokosmilchreis). Muss man mögen. Ich tu's. (Und ihr, meine lieben Leser, sicherlich auch. Sonst wärt ihr nicht hier auf meinem Blog.)

Also: Klare Kaumempfehlung meinerseits.



Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Kommentare:

  1. Ich habe das Buch auch und bin auch begeister, ein wirklich gutes Kochbuch. Die Mengenangaben finde ich in vielen Kochbüchern etwas zu viel des Guten, deswegen halte ich mich da eh nie so genau dran;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi
    http://excusemebutitsymlife.blogspot.com

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  2. Gucki, das liest sich vielversprechend. Ich muss ja gestehen, ich stehe nicht so auf "geplant vegan", vegetarisch finde ich hingegen uneingeschränkt klasse. Wenn ein Gericht denn dann vegan ist, schön, aber ich mag keine Sachen wie "Ei-Ersatz" und so. Da gehen bei mir irgendwie die Nackenhaare hoch. Dennoch finde ich das Buch schon rein optisch spannend und Deine Bewertung dazu regt auf jeden Fall zum Ansehen an. Beim nächsten Bummel werde ich mal Ausschau danach halten. Vielen Dank für die schöne Beschreibung.

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