Freitag, 29. Mai 2015

{Geschmackswandel} Erbsenhummus im Wrap mit ganz viel Grünzeug


Ich glaube, ich habe es schon superoft erzählt, als Kind fand ich rote Bete einfach nur SCHRECKLICH! Ich kannte sie eigentlicht nur süß-sauer eingelegt. Uäh. Nicht mein Ding! Dem konnte ich aber ganz gut entgehen, denn die waren ja so gesehen nichts "Frisches", so dass ich sie essen musste, und es gab sie recht selten. Die Sache mit den Erbsen sah da ganz anders aus. Die hasste ich leidenschaftlicher. Meine Oma erzählt regelmäßig, dass ich Erbsen "Saugemüse" nannte, weil ich der Meinung war, dass die maximal als Schweinefutter taugen. ;-) Inzwischen esse ich Erbsen leidenschaftlich gerne.


Das ehemalige "Saugemüse" ist ein echter Kindheitsfeind und deswegen optimal für das "Geschmackswandel"-Blogevent von Janke. Janke hat vor ungefähr einem Monat ihren ersten Bloggeburtstag gefeiert und als sie das Thema bekannt hab, war ich sofort Feuer und Flamme! Ich hab ja schon oft von meinen Kindheitsgeschmackfeinden (neben roter Bete Fenchel, Erbsen, Staudensellerie, rohe Karotten) erzählt und freue mich immer wieder, wenn ich so einen alten Geschmacksfeind esse und ihn jetzt so lecker finde!
Habt ihr auch solche Kindheitsfeinde, die ihr jetzt gerne mögt?

http://jankessoulfood.blogspot.de/p/geschmackswandel-fruher-bah-heute-yeah.html


Für Jankes Event habe ich ein Erbsenhummus ausgewählt, gefunden habe ich es in Vegan Basics. Weil ich ganz viel frisches Gemüse geerntet hatte und die Wraps von neulich so gut schmeckten, habe ich Wraps mit dem Hummus bestrichen und dann ganz viel Grünzeug darin eingewickelt. Das hätte ich früher übrigens auch eher unlecker gefunden, ich war ein Schnitzelkind. ;-) 







Für eine Portion Hummus:

200g Erbsen, frisch oder TK
1 EL Tahini
1 EL Olivenöl
1 Biozitrone
1 Knoblauchzehe
1 Stängel Marokkanische Minze
1/4 TL Salz
1/2 TL zerstoßener Kreuzkümmel
1/2 TL Chiliflocken (Menge nach Geschmack)

Die Erbsen in 125ml Wasser ca. 8 Minuten lang weichkochen. In ein Sieb gießen und kalt abschrecken.
Zusammen mit Tahini und Olivenöl in ein hohes Gefäß geben.
Die Zitrone heiß waschen, abreiben und 1 TL der Zesten dazu geben. Zitrone auspressen und die Hälfte des Safts zu den Erbsen gießen. Alles zu einer feinen Masse pürieren.
Den Knoblauch schälen und zum Hummus pressen.
Die Minze waschen, die Blätter in feine Streifen schneiden.
Die Hälfte der Minze, Salz, Kreuzkümmel und Chili zum Hummus geben und alles gut vermischen.
Mit Salz, noch mehr Minze und ggf. mehr Zitronensaft abschmecken.



Für 2 Wraps braucht ihr:

1 Portion Erbsenhummus
2 Wraps (gekauft oder selbst gemacht)
einige Blätter Salat
einige Blätter Spinat
2 Stängel Petersilie
1/2 Kohlrabi
4-6 Stangen Grünspargel (kalt oder warm, vorher wie hier angebraten)
1/2 Zitrone


Salat, Spinat und Petersilie waschen und trocken schleudern.
Kohlrabi schälen und grob raspeln.

Den Erbsenhummus auf den Wraps verteilen. Salat, Spinat und Petersilie darauf verteilen. Zitronensaft darüberträufeln. Kohlrabiraspel und Spargel darauf legen.
Wraps im unteren Fünftel einschlagen. Dann fest aufwickeln.

Genießen!


Kommentare:

  1. Erbsenhummus esse ich auch sehr gern, da macht die Farbe schon gute Laune!
    Ich mochte bis vor einigen Jahren Kohlrabi überhaupt nicht, weil es die immer mit so einer Sauce gab, die ich nicht mochte. Mittlerweile esse ich Kohlrabi recht gern. Eigentlich gibt es kein Gemüse was ich nicht gern esse. Am liebsten frisch! Rote Beete gibts bei mir auch nur noch frisch!
    LG Heike

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  2. Liebes Schnitzelkind :-)
    Jajaaaa... die Erbsen... die mochte ich früher auch nicht. Ich freue mich riesig, dass du meine Geschmackswandlerin Nummer 53 bist, Melissa. Das ist ja ein Traum in grün - superlecker ♥
    Eine tolle Kombination, vorallem mit dem frischem Gemüse aus dem Garten.
    Ich nehme mir gleich ein Foto mit und lasse ganz liebe Grüße im Austausch hier.
    Hab ein schönes Wochenende,
    Janke

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  3. Hallo Melissa,
    Ich werde heute normalen Hummus machen - ich lese aber von so vielen tollen Abwandlungen, dass ich Lust bekomme, auch bald mal kreativer zu werden. Die grüne Farbe ist natürich spitze vom Erbsenhummus.
    Das mit den roten Beten kenne ich von mir auch. Das Event ist ja cool, ich hätte zu gern was mit Oliven oder Pilzen gemacht ... ist wohl aber zu spät.
    Ein Schönes Wochenende wünsche ich dir,
    Sarah

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  4. Köstlich sieht das aus. Wird nachgemacht!

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  5. Oh, Melissa, das sieht toll aus! So schön grün – und diese Wraps! Die waren schon bei deinen Köfte ein wesentlicher "Ich-will-das–JETZT!"-Trigger – und hier... Nachkochliste!
    Eingelegte Bete mochte ich als Kind sehr gerne, und auch mit Erbsen hatte ich kein Problem. Umso mehr dafür mit Sellerie (vor allem: Stangen-), gekochter Möhre (roh – kein Problem) und gekochtem Kohlrabi (dito). Zumindest die letzten beiden mag ich wieder, und an Knollensellerie taste ich mich langsam heran.

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  6. Mhhhm, sieht das lecker aus. Und ein tolles Event, ich find das immer toll, wenn Leute sich auf neue Geschmäcker einlassen. Ich war als Kind relativ einfach zu bekochen, schon immer probierfreudig und mochte fast alles ... naja, kein Sauerkraut, bis heute nicht, aber das war kein Problem. Dumm war: Eins der wenigen Dinge, die ich als Kind nicht mochte, waren Kartoffeln. Und das bei einem Vater, der aus einer Gegend kam, in der man Kartoffeln für die einzig akzeptable Beilage zu jedem Essen hielt .... naja, ich musste manchmal Kartoffeln essen und er immer wieder den vom Rest der Familie geliebten Reis. Und inzwischen liebe ich zum Glück auch Kartoffeln, ohne entgeht einem doch eine Menge

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  7. Wow, sogar frisch aus dem Garten! Das klingt wirklich unglaublich lecker. Die Fotos sind auch wunderschön geworden :)
    Das Rezept wird auf jeden Fall gespeichert, ich wollte bald nämlich mal Wraps machen.

    Liebste Grüße,
    Clarimonde
    Lady Windermere's Pan

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  8. @Heike, ja, die Farbe ist echt schön! :-) Ich mag inzwischen auch jedes Gemüse. Ich hab natürlich Lieblings, die es öfter gibt, aber eigentlich mag ich alles. (Zumindest fällt mir grade nichts ein, was mir nicht schmeckt.) Interessant, dass es bei dir auch die Zubereitung war, die dir ein Gemüse "versaut" hat.

    @Janke, schön, dass dir mein Rezept gefällt! :-) Da sind wirklich viele tolle Rezepte bei dir zusammengekommen.

    @Sarah, ich liebe die Wandlungsfähigkeit von Hummus! :-) Jetzt hast du es ja doch noch geschafft, deine Pasta sieht gut aus!

    @Katrin, ja, mach das!

    @milchmädchen, ich bin im Wrapfieber! Könnte sein, dass es schon sehr bald wieder welche gibt. ;-) Interessant, dass dir das gekochte Gemüse nicht schmeckte, ich fand eher rohes schrecklich. Ich liebe Knollensellerie als "Schnitzel", also in Scheiben paniert und ausgebacken. (Aber gut, paniert und ausgebacken schmeckt alles gut!) Auch als Rohkostsalat find ich den lecker. Staudensellerie ess ich auch erst seit kurzem, hab mich über Bolognese rangetastet. Jetzt dippe ich ihn sogar in Hummus. Undenkbar noch vor einigen Jahren, da bekam ich schon ne Gänsehaut, wenn ich im Fernsehen jemanden eine Bloody Mary trinken sah.

    @Anonym, Kartoffeln sind was tolles, so vielseitig! Die mochte ich schon immer gern. Gut, dass sie dir inzwischen auch schmecken. Man verpasst so viel, deswegen finde ich es wichtig, dass man zumindest immer wieder mal probiert. Die Freude, wenn ich heute Erbsen oder rote Bete esse, ist unbezahlbar!

    @Clarimonde, jaa, frisch aus dem Garten ist Luxus! Danke dir! :-)

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  9. Rote Beete! Ihhh!
    Neulich war ich mit meinem Freund Burger essen und hatte zwei Burger ins Auge gefasst. Als ich dann entdeckte, dass auf dem einen Rote Beete drauf ist, hatte ich meine Entscheidung schnell getroffen. Zu meiner Verwunderung hatte mein Freund aber den Rote Beete Burger genommen und ist nicht tot umgekippt (er mag auch keine Rote Beete, eigentlich): :D
    An die Rote Beete werde ich mich also noch mal rantasten.

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  10. Ooh, das klingt nach ner super Kombi, speicher ich mir gleich!
    Ich hab schon auch so manches, was sich gewandelt hat - wie bei dir waren das Erbsen, aber auch Spinat oder Fenchel (ich LIEBE Fenchel!).
    Gleich geblieben ist allerdings auch was - Bananen. Bananen gehen einfach GAR nicht. Auch wenn ich mit dieser Meinung meist auf weiter Flur stehe ;).

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    1. Bananen mochte ich tatsächlich auch nie besonders gerne, früher hab ich mich sogar davor geekelt. Inzwischen ess ich sie ziemlich gerne, allerdings würde ich eine Banane nie pur essen. Aber im Smoothie, im Kuchen oder im Curry (vor allem da!) finde ich sie ziemlich lecker.

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