Montag, 13. Juli 2015

Rezension: JETZT! Gemüse

Bei meiner letzten Rezension habe ich euch ja geschrieben, wie toll ich vegetarian basics fand und dass mich das Buch sehr begeistert hat. Als ich dann las, dass Sebastian Dickhaut, einer der Autoren, ein Gemüsekochbuch veröffentlicht, musste ich es natürlich sofort besitzen! Ihr kennt ja meine Liebe zu Gemüsekochbüchern.

Sebastian Dickhaut
JETZT! Gemüse

Gebundenes Buch, 240 Seiten
110 Rezepte, davon 40 vegan
ca. 100 Farbfotos
Erschienen: September 2014
ISBN: 978-3-517-09282-9
Preis: 19,99 €




Der erste Eindruck:

PINK! Und generell sehr, sehr bunt. Die Seiten sind alle farbig, auf den ersten Blick fand ich es etwas erschlagend. Später fand ich dann raus, dass die unterschiedlichen Seitenfarben durchaus ihren Sinn haben.
Die Fotos sind superschön. Bunt, nicht zu überladen, appetitanregend. Mag ich.



Inhalt:

Das Buch beginnt mit dem obligatorischen Vorwort. Da wird dann auch gleich erklärt, was es mit den knallbunten Seiten auf sich hat. Lieblingsrezepte sind auf pinke Seiten gedruckt, grellgrüne Seiten stehen für Blitzrezepte, braune für Klassiker. Eine klasse Idee, wenn ihr mich fragt. Nur gefallen mir weder Leuchtmarkerfarben noch Braun. Ich glaube, neutralere Farben wären da besser gewesen. 
Eine weitere Innovation zur besseren Handhabung ist die "Kurzversion", die am Anfang jedes Rezepts steht, was bei der ersten Orientierung hilft. Gute Idee!
Es folgt ein "Einkaufsführer" und eine Übersicht klassischer Arten der Gemüsezubereitung, wie zum Beispiel Kochen, Blanchieren, Dünsten, Schmoren, Dämpfen.  Auf der nächsten Doppelseite geht's dann um die Zubereitung in der Pfanne, in Wok, in der Fritteuse, auf dem Grill und im Ofen. Für alle Zubereitungsarten gibt es 2 Beispielrezepte. 
Dann liefert Dickhaut 5 mal fünf Ideen, wie man mehr aus Gemüse macht. Es folgt noch eine Doppelseite Gemüsewissen (zum Beispiel Gemüse"familien"), bevor es dann mit den Rezepten losgeht.
Die Rezepte sind in 5 Kapitel aufgeteilt, im Anschluss folgt noch ein Kapitel, in dem die im Buch vorkommenden Gemüsesorten vorgestellt werden.
  • Gemüse auf die Hand - Kleinigkeiten wie Bruschette, Chips, Salate, Cocktails, Suppen
  • Gemüse pur - ein Gemüse hat einen "Soloauftritt" in unterschiedlichen Zubereitungsformen
  • Gemüse bunt - Gemüse bunt gemischt, auf dem Blech, im Wok, in Currys, uvm.
  • Gemüse satt - Gemüse kombiniert mit Pasta, Kartoffeln, Couscous, Pizza, uvm.
  • Gemüse für immer - Gemüse einmachen und konservieren
  • Die Speisekammer - 48 Gemüsesorten im Portrait: Qualität erkennen, Lagern, Putzen, Garen und die besten Rezepte aus dem Buch für das jeweilige Gemüse


Die Rezepte:

Sind toll! Viele schöne, bunte, kreative (!) Ideen. Da wird zum Beispiel eine bayerische Brotzeit ganz neu interpretiert. Eier Benedikt werden zu Eggplants Benedetto. Ein paar Klassiker wie Ratatouille oder Letscho dürfen natürlich auch nicht fehlen. Gemüseküche wie ich sie liebe!
Am Anfang jedes Kapitels gibt es immer eine Doppelseite, in der ein Rezepteklassiker odereine Zubereitungsart in unterschiedlichen Varianten vorgestellt wird (zum Beispiel: Bruschetta oder Gemüse im Salzmantel), zwischendurch wird immer Mal wieder eine Doppelseite einem Gemüse gewidmet, wie zum Beispiel Radieschen oder Roter Bete.

Auf meinem SuR:
  • Rote Linsencreme mit Sultaninen, Joghurt und Basilikum
  • Gedämpfte Radieschen mit Tofu
  • Grüne Tomaten mit Mangoketchup
  • Balado Sayang - Auberginen geschmort mit Zitrusfrüchten, Tomaten und Chili
  • Orientalischer Wintereintopf mit Rotkohl
  • Rotweinschalotten mit Maronen
  • Frische Gnocchi aus Petersilienwurzel
  • Strozzapreti mit Spinat und Salbeibutter
  • Topinambur-Risotto mit Trauben und Nüssen
  • Kirschtomaten-Kompott




Getestet habe ich:
  • Grüne Zwiebelrahmsuppe - die war wirklich köstlich! Originalzitat einer Mitessenden: "Die beste Suppe, die du seit langem gekocht hast!" 
  • Rahmradieserl mit Brezenknödeln - sehr lecker! Die Rahmradieserl waren eine kleine Offenbahrung für mich- ich hatte davor noch nie warme Radieschen gegessen und ich war extrem begeistert! Die Knödel waren auch gut, aber schrecklich unfotogen, deswegen ist das Rezept auch nicht auf dem Blog. An die Radieschen kommt körniger Senf, an die Knödel Bier... erkennt ihr den roten Faden? Hier wurde eine bayerische Brotzeit superkreativ interpretiert!
  • Rote Bete Ragout mit Kreuzkümmel und Senfsahne - hat mir auch gut geschmeckt. Toll fand ich den Hinweis, dass man auch die ganze rote Bete verwenden kann. Habe in einigen Büchern nach einem Rezept für die ganze rote Bete gesucht und wurde in diesem dann fündig!
 

Nicht unerwähnt bleiben sollen die Wagners. Die geben oft Tipps zum verwendeten Gemüse. Zum Beispiel, wie man Lauch wäscht. Oder dass man eben auch die ganze rote Bete verwenden kann. Ein bisschen so, wie die Tipps vom Bauern auf dem Markt. Eine weitere, wirklich schöne Idee! 



Fazit:

Die Rezepte find ich toll. Die Fotos sind super. Das Konzept ist klasse, viele innovative Ideen zur leichteren Handhabung, die aber auch zeigen, dass viel Liebe (nicht nur zu Gemüse) im Buch steckt. Besonders toll finde ich das letzte Kapitel- Gemüse einmachen und konservieren. Aber die Farben... nicht mein Fall. Trotzdem kein Grund, sich so ein tolles Buch entgehen zu lassen, das wäre echt doof. Wenn ihr also keine Pinkphobie habt, greift zu!




Das Buch wurde mir vom südwest-Verlag als Rezensionsexpemplar zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür! Auf den Inhalt der Rezension wurde natürlich kein Einfluss genommen.

    Kommentare:

    1. Du schwärmst ja richtig :) Klingt sehr interessant, danke für die Rezension! Ob ich für dieses Buch wohl meine Pinkphobie überwinden kann...? ;)
      Liebe Grüße,
      Carla

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      1. Versuch's mal! Sonst wird's sicher noch das ein oder andere Highlight hier auf dem Blog geben, ganz ohne Pink! ;-)

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    2. Das wäre auch ein Buch für mich. Pink ist kein Problem für mich ;-)
      Bin gespannt, was du noch daraus kochst. Und wenn es mir mal im Buchladen in die Hände fällt, dann sehe ich es mir ganz genau an.
      Gruss,
      Sarah

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      1. Sicher noch ein paar Sachen. Ja, schau es dir unbedingt an. Ich bin mir ziemich sicher, dass es dir gefallen wird!

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    3. Liest sich gut. :-) Ich werde es mal ansehen, wenn es mir live in die Hand fällt.

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    4. Das Tomatenkompott sieht ja richtig lecker aus. Ich will dieses Jahr unbedingt Gemüse einmachen, vor allem Gemüse, dass meine Oma nicht einmachen würde. Tomaten z.B. Bisher gab es nur Ketchup, aber da lässt sich bestimmt noch viel mehr rausholen.

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