Mittwoch, 2. Juli 2014

Spätzle [Grundrezept]

Hallo, hallo, da bin ich wieder!
Ich war für ein paar Tage im Bregenzerwald (hach, wie war das schön!) und im Anschluss noch für 2 Tage in meiner Heimat. Aus dem Bregenzerwald haben wir natürlich Käse mitgebracht. (Falls ihr mal dort seid, der Käse von hier ist supersupersuperlecker! Wir waren nach dem ersten Käseeinkauf noch ein zweites Mal dort, weil wir noch mehr Käse mitnehmen wollten.)
Auf so ziemlich jeder Speisekarte standen Käsespätzle, so dass ich eine unglaubliche Lust darauf hatte.
Ich esse nur noch sehr selten Eier, eigentlich nur, wenn ich ganz genau weiß, wo die Eier herkommen. Deswegen verzichtete ich auf Spätzle im Restaurant und schritt selbst zur Tat, als ich bei meiner Familie war. Unter Anleitung meiner Oma machte ich meine allerersten Spätzle, die Eier sind von Omas Hühnern, das sind eigentlich die einzigen Eier, die ich noch esse. Nun hat nicht jeder den Luxus einer hühnerhaltenden Oma, deswegen ich möchte euch ans Herz legen, euch zu informieren, wo eure Eier herkommen. Auch Bio-Hühner sind nicht unbedingt gut gehalten, es ist wirklich erschreckend, was so als bio durchgeht. Sehr unterstützenswert finde ich die Initiative Bruderhahn, denn es ist traurige Praxis, dass junge Hähne bald nach dem Schlüpfen geschreddert oder vergast werden, weil sie nicht so schnell Fleisch ansetzen wie Hennen. Wenn eure Eier das Bruderhahn-Siegel tragen (ich habe solche Eier schon bei denn's und basic gesehen), dann könnt ihr davon ausgehen, dass die Bruderhähne leben durften. (Gut, am Ende landen sie trotzdem auf dem Teller. Aber immerhin...)
Aber genug des die Moralkeule schwingenden Eiertanzes, heute gibt es das Basic-Rezept für euch, morgen gibt es dann mein Rezept für Spätzle mit Röstzwiebeln.
Wir haben die Spätzle mit dem Spätzleschwob hergestellt, eine so große Menge an Spätzle wollte ich nicht schaben. Das versuch ich dann vielleicht mal für mich allein.

Spätzle


Rezept für eine große Portion (hat einmal 4 Menschen und mich alleine noch drei mal satt gemacht):
7 eher kleine Eier (maximal M)
500g Mehl
4 EL Grieß
1 TL Salz
Wasser nach Gefühl (schätzungsweise 150ml)

Eier aufschlagen und kurz verquirlen. Mehl, Grieß und Salz dazu geben, mit einem Holzlöffel verrühren. Ca. 100ml Wasser dazu geben und den Teig ordentlich "verschlagen". Nach Gefühl Wasser hinzugeben (Achtung, der Teig ist ziemlich zäh, meiner Oma ist bei der Herstellung schon mehr als ein Kochlöffel auseinander gebrochen. Gebt trotzdem nicht zu voreilig Wasser hinzu, sonst wird euer Teig zu flüssig!). Der Teig soll zähflüssig vom Löffel reissen und Blasen werfen. Den Spätzleteig mindestens 2 Stunden gehen lassen.
Einen sehr großen Topf (ca. 4-5l) mit Wasser zum Kochen bringen. Das Wasser ordentlich salzen. Den Spätzleteig noch einmal verrühren. Euren Spätzleschwob zu etwas mehr als der Hälfte befüllen und den Spätzleteig ins Wasser pressen. Wenn eure Spätzle die gewünsche Länge haben (ich finde 4-5cm gut), mit einem sehr scharfen Messer abschneiden oder die Presse kurz ins Wasser tauchen, dann reisst der Teig auch ab.
Eure Spätzle sind gar, sobald sie an der Wasseroberfläche schwimmen. Mit einem Schaumsieb abschöpfen. Kurz warten, bis das Wasser wieder kocht, dann die nächste Portion Spätzle kochen.
Ihr könnt die Spätzle entweder sofort servieren, oder auch kurz abschrecken und dann auskühlen lassen.



Die Spätzle schmecken zu vielem, ich liebe Spätzle mit Rahmspinat. Oder Pilz-Rahm-Sauce. Oder auch zu Gulasch.
Weil ich gestern direkt von dem Zug zur Arbeit ging und dann ein großes Loch im Bauch hatte, als ich endlich daheim war, sollte es schnell gehen. Bei basic fand ich ein reduziertes Gulasch, das ich spontan mitnahm. Wie viel es regulär kostet, weiß ich nicht. Das Gulasch war ganz lecker, eine wirklich schöne Sache, wenn man mal keine Lust zu kochen hat. Selbst gemacht schmeckt aber besser, is klar. ;-)



)

Kommentare:

  1. Selbstgemachte Spätzle will ich schon lange mal ausprobieren :) Danke für die Erinnerung! Nachdem ich hier eh noch zwei Eier herum liegen habe versuche ich mich vielleicht mal daran, allerdings sollte ich mir dann wahrscheinlich besser noch ein Spätzlesieb o.ä. zulegen.
    Mit den Eiern sehe ich es übrigens ähnlich wie du. Ich habe letzthin (für meine Waffeln) das erste Mal seit Monaten wieder Eier gekauft, leider hab ich da keine mit dem Bruderherz-Siegel gefunden, da muss ich nochmal schauen :/ Man kann Eier in vielen Fällen ja sehr gut ersetzen, aber nachdem mich Pfannkuchen ohne Ei schon nicht wirklich überzeugen konnten wäre das bei Spätzle wohl ähnlich.

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    1. Oh ja, Pfannkuchen ohne Ei find ich auch nicht lecker. Für herzhafte Pfannkuchen nehme ich immer Buchweizenmehl und mache Galettes, dafür brauchst du nur Mehl, Salz und Wasser. Spätzle hab ich noch nie veganisiert. Muss ich vielleicht mal. Vegane Waffeln find ich übrigens ganz lecker.

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  2. Bei mir und den Eiern ist das so ein Problem; mein Vater hält auf seinem mehrere Hektar großen Grundstück knapp zehn Hühner der Rasse Mechelner. Eigentlich sind es Fleischhühner, aber mein Vater mag, dass sie so groß sind und "schnell joggen können". Er bietet mir regelmäßig Eier an, ich hätte auch gar kein Problem damit, sie zu essen, aber es schmeckt mir gar nicht mehr. Irgendwie schmecken Eier oll :D Dabei hab ich früher fast jeden Morgen eins gefrühstückt!

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    1. Ich dachte in den letzten Wochen auch, dass mir Eier nicht mehr schmecken. Und dann war ich zu Haus und aß ein wachsweiches Ei. Hogott. So lecker. Die Hühner meiner Oma bekommen Kartoffeln und Getreide (von meiner Oma liebevoll gekocht und zu einem Brei zermatscht), Essensreste und frische Kräuter und rennen im Gras herum. Und das schmeckt man. (Bio)Supermarkteier haben im Vergleich dazu wirklich null Geschmack. Auf die verzichte ich inzwischen relativ problemlos, weil ich eh jedes Mal enttäuscht war, wenn ich wieder eins probiert habe.

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  3. Eigene Hühner, das ist mein Traum... seit mein Vater nach seinem Herzinfarkt die Hühnerei aufgegeben hat, schmeckt es einfach nicht so gut. Aber in ein paar Jahren, wenn ich den Mann endlich vom Landleben überzeugt habe...

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